10 Tipps für Familien

Wenn es um das Thema digitale Spiele geht, sind Eltern oft ratlos. Die Faszinationskraft ist fot nicht nachvollziehbar und Berichterstattungen in den Medien werfen oft ein negatives Licht auf das Hobby der Kinder und Jugendlichen. Aus unserem Erfahrungsschatz haben wir Ihnen Handlungsempfehlungen und praxisnahe Tipps für die gelungene Medienerziehung zusammengestellt. Folgende Tipps für Familien wurden in Kooperation mit klicksafe entwickelt:

 

Zeigen Sie Interesse!

Informieren Sie sich über die unterschiedlichen Plattformen, Spielarten (Genres) und die momentan angesagten Spiele. Pädagogische Angebote (z.B. www.spieleratgeber-nrw.de, www.spielbar.de, www.usk.de) bieten weitreichende Informationen zu Inhalten, Altersfreigaben, Chancen und Risiken der gängigen Spiele.

 

Sprechen Sie mit Ihrem Kind!

Interesse und Austausch ermöglichen eine vertrauensvolle Basis zwischen Ihnen und Ihrem Kind. Suchen Sie daher das offene Gespräch und begegnen Sie dem Freizeitinteresse Ihres Kindes mit einer grundlegend unvoreingenommenen Einstellung.

 

Spielen Sie mit!

Sie haben einen Spiele-Experten im eigenen Hause - nutzen Sie dies und versuchen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen Einblick in die Spielwelten zu bekommen. Durch das gemeinsame Erleben können Sie mitreden, die Faszination eines Spiels nachvollziehen und viel eher erkennen, ob es für Ihr Kind geeignet ist.

 

Vereinbaren Sie gemeinsam Regeln!

Erstellen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind verbindliche und nachvollziehbare Regelungen zum Medienkonsum. Dazu zählen neben der Nutzung des Computers auch das Fernsehen und die Konsolenspiele. Achten Sie bei der Vereinbarung auf regelmäßige Bildschirmpausen.

Orientieren Sie sich an Zeitvorgaben!

„Wie lange darf mein Kind am Computer oder der Konsole spielen?“ Diese Frage stellen sich viele Eltern. Zur Orientierung können folgende Zeitvorgaben hilfreich sein:

  • 4–6 Jahre: ca. 20 bis 30 Minuten pro Tag in Begleitung der Eltern
  • 7–10 Jahre: ca. 45 Minuten pro Tag
  • 11–13 Jahre: ca. 60 Minuten pro Tag
  • Ab 14 Jahren: Für ältere Heranwachsende eignet sich in der Regel ein gemeinsam vereinbartes Medienbudget pro Woche viel eher als eine tägliche Höchstgrenze.

Diese Angaben können lediglich als grobe Richtwerte verstanden werden, bei denen stets auch der individuelle Entwicklungsstand des Kindes oder des Jugendlichen berücksichtigt werden sollte. Ebenso wichtig ich das Verstehen der zeitlichen Strukturen von den momentan angesagten Computerspielen. So erfordern manche Angebote kurze, dafür häufigere, über den Tag verteilte Phasen. Bei Spielen im sozialen Verbund gehen Spieler, ähnlich wie bei einer Fußball-Partie auf dem Bolzplatz, eine gewisse kollegiale Verpflichtung ein. Hieran wird deutlich, dass, ein minutiöses Tageskonto sich nicht an den Mediengewohnheiten vieler Jugendlicher orientieren. Ein wöchentliches Zeitbudget kann zudem Spieler langfristig dabei unterstützen, ihre Gewohnheiten und Spielmotivation zu hinterfragen.

Suchen Sie darüber hinaus gezielt nach empfehlenswerten Spielen für lhr Kind, z.B. www.spieleratgeber-nrw.de, www.internet-abc.de/eltern.

 

Achten Sie unbedingt auf die Alterskennzeichnung!

Prüfen Sie unter www.usk.de, ob ein Spiel für die Altersgruppe Ihres Kindes freigegeben ist und somit ein entsprechendes Alterskennzeichen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle trägt. Diese bieten Ihnen eine wichtige Orientierungshilfe, stellen dabei allerdings keine pädagogische Empfehlung dar. Auch unterliegen viele Spiele im Internet keiner Kennzeichnungspflicht. Nutzen Sie hierzu ergänzende Beratungsangebote.

 

Seien Sie Vorbild!

Erklären Sie lhrem Kind, weshalb es wichtig ist, dass es Gesetze zum Jugendschutz und zum Urheberrecht gibt. Hinterfragen Sie auch Ihre eigenen Mediengewohnheiten und gehen Sie mit gutem Beispiel voran.

 

Bieten Sie Alternativen!

Viele Kinder sitzen aus reiner Langeweile vor dem  Computer oder der Konsole. Bieten Sie Ihrem Kind zum Ausgleich gemeinsame Unternehmungen an. Vermeiden Sie es, Computerspiele als „Babysitter“ einzusetzen.

 

Tauschen Sie sich aus!

Fragen Sie andere Eltern, wie sie mit dem Medienkonsum ihrer Kinder umgehen. Informieren und unterstützen Sie sich gegenseitig. Das gibt Ihnen Sicherheit und fördert die eigene Kompetenz.

 

Nutzen Sie Spiele nicht als erzieherisches Druckmittel!

Computerspiele sollten weder zur Belohnung noch als Bestrafung eingesetzt werden. Dadurch erhalten sie einen ungewollt hohen Stellenwert im Alltag Ihrer Kinder. Halten Sie lieber an einer verbindlichen Regelung fest: Zuerst die Hausaufgaben, dann eine Pause, dann Computerspielen.
Sie sollten Ihre Kinder auch bzgl. der Weitergabe persönlicher Daten sensibilisieren:

  • Lege Dir eine E-Mail Adresse an, die Du nur für die Anmeldung bei unbekannten Anbietern benutzt!
  • Nutze einen Nickname (Spitznamen) und eine E-Mail-Adresse, die keine Rückschlüsse auf Dich zulassen!
  • Gibt Deinen Nickname (Spitznamen) nur an Bekannte weiter!
  • Nutze als Avatar kein Foto von Dir!
  • Lies in den AGBs, bzw. der Datenschutzerklärung nach, was der Anbieter mit Deinen Daten macht!
  • Vernetze Deine Daten nicht unnötig!
  • Gib Deine Daten nicht an jeden weiter!