„Es ist doch nur ein Spiel . . .“

Der Zusammenhang zwischen brutalen Computerspielen und aggressivem Verhalten von Kindern ist bisher nur wenig untersucht worden. Die Autoren von der Universität Bochum haben deshalb mit 280 Kindern an Bochumer Schulen eine empirische Untersuchung vorgenommen. Der Artikel beschreibt, wie diese Untersuchung aussah, welche Kriterien ihr zugrunde lagen, die Analysetechniken und das Ergebnis.

Ausgangspunkt der Untersuchung ist ein motivationspsychologischer Ansatz: Die Tendenz zur Aggression hängt ab von motivierenden und hemmenden Elementen. Die untersuchten Kinder wurden nach Gebrauch von gewalttätigen und friedlichen PC-Spielen untersucht und laut der Autoren zeigte sich eine Hauptwirkung der brutalen Spiele: Die Fähigkeit zum Mitfühlen (Empathie) wurde deutlich heruntergesetzt. Empathie hemmt jedoch Aggression, d. h. ihre Schwächung fördert aggressives Empfinden und Verhalten.

Die Wissenschaftler untersuchten auch intensiv die Rolle, die die Eltern-Kind-Bindung in diesem Rahmen spielt. Erstmals konnten sie nachweisen, dass ein enges Verhältnis emotionale Sensibilität der Kinder fördert und auch langfristige Folgen intensiver Nutzung brutaler Computerspieler abfedern kann.

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Quelle:
Steckel, Rita / Trudewind, Clemens.; "Es ist doch nur ein Spiel ...". in: RUBIN. Forschungsmagazin der Ruhr-Universität Bochum, 2/02 Bochum 2002. S. 52-61

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