Psychophysiologische Charakterisierung exzessiven Computerspielens

Neben den anerkannten nützlichen Aspekten von Computerspielen im medizinischen und pädagogischen Bereich wird das exzessive Computerspielen seit einiger Zeit verstärkt als schädliches Verhalten mit suchtähnlichen Charakteristika in Öffentlichkeit und Forschung diskutiert. Seit Computerspiele eine weite Verbreitung als Freizeitgestaltung in der Bevölkerung gefunden haben, wird über adaptierte Kriterien für Abhängigkeit bzw. pathologisches Glücksspiel versucht, das exzessive Computerspielen als Sucht zu klassifizieren. Für eine genaue Charakterisierung des Störungsbildes und der zugrunde liegenden Mechanismen fehlte es jedoch bislang an psychophysiologischen Untersuchungen. In der vorliegenden Studie konnte erstmalig gezeigt werden, dass exzessive Computerspieler (EP) im Vergleich zu Gelegenheitscomputerspielern (CP) eine signifikant stärkere emotional-motivationale Reaktion auf computerspielassoziierte Reize zeigen. Innerhalb der Gruppe der exzessiven Computerspieler werden die computerspielassoziierten Reize vergleichbar tief wie negative und positive (emotional bedeutsame) Bildreize verarbeitet, während die Gelegenheitsspieler computerspielassoziierte Reize wie neutrale Reize verarbeiten.

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