B.A.S.E. Jumping

Genre
Sport
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Atari
Erscheinungsjahr
2007.03
Systeme
PC
System im Test
PC
Kurzbewertung
Kurzer Spaß für Zwischendurch mit geringer Langzeitmotivation
Gruppenleiter
Helge Schölzel
OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Beschreibung:
Base-Jumping ist eine halsbrecherische Variante des Fallschirmspringens, denn gesprungen wird nicht mehr aus Flugzeugen, sondern von Hochhäusern, Brücken, Felswänden oder monumentalen Bauwerken wie z.B. der Christusstatue in Rio de Janeiro. Mit solch einem Sprung wurde auch der Österreicher Felix Baumgartner berühmt, der für dieses Spiel mit seinem Namen steht.

Pädagogische Beurteilung:
Die Vorfreude auf dieses Spiel war bei den Testern groß, denn eine solche Sportart wird nicht allzu oft in Form eines Computerspiels umgesetzt. Voller Tatendrang waren die Jugendlichen von Anfang an gespannt, wie eine solche Umsetzung wohl konkret aussieht, und ob sich der Nervenkitzel des Base-Jumpings sich auch beim Computerspielen spüren lässt.
Der Spieler beginnt mit dem Erstellen eines Charakters – Er baut sozusagen seinen eigenen Basejumper. Hier können äußerliche Merkmale, wie Gesicht, Hautfarbe und Größe, aber auch das Gewicht des Extremsportlers bestimmt werden. Danach zeigt das Spiel eine Weltkarte, auf der zwischen den einzelnen, für Base-Jumper interessanten, Orten hin- und hergereist werden kann. An dieser Stelle wurde leider schon der erste Fehltritt der Programmierer offenbar. Diese haben hier einen "unsinnigen Tag-/Nachtmodus" (Spieler, 12) eingebaut. Eine Echtzeituhr zeigt an, ob es im Spiel gerade Tag oder Nacht ist. Am Anfang seiner Karriere darf der Base-Jumper-Spieler den jeweiligen Sprungort jedoch nur tagsüber und bei guten Wetterbedingungen betreten. Das führte dazu, dass die Echtzeituhr von den Testern solange manuell weitergedreht wurde, bis die Bedingungen wieder stimmten und das Springen erlaubt war. Diese Funktion empfanden die Tester als sinnlos und nervig.
Hat man diese erste Hürde überwunden, kann direkt die so genannte "Dropzone", also das Basislager, betreten werden, um bei Trainingssprüngen die Steuerung via Maus und Tastatur zu erlernen. Ein Joystick oder ein Gamepad wird als Steuerungsalternative nicht vom Spiel unterstützt. Die Steuerung des Spiels mittels Maus und Tastatur fällt leider sehr komplex aus. Interessantere Orte, wie die Trollwand in Norwegen oder die Royal George Bridge in den USA, können erst nach Absolvierung dieser Trainingseinheiten betreten werden. Hat man das Steuerungs-Tutorial absolviert, stehen allerlei Sprungwettbewerbe an exotischen Orten auf dem Programm. Ziel dieser Wettkämpfe ist es, z.B. in einer bestimmten Zone zu landen, spezielle Bewegung im freien Fall auszuführen oder gar im Team zusammen mit anderen Basejumpern Formationen zu fliegen. Dies "macht am Anfang Spaß, wird dann aber schnell langweilig" (Spieler, 12), da es dem Spiel leider an der nötige Abwechslung fehlt. Im Prinzip verändert sich nur das Umfeld und die Wetterbedingungen, sonst nichts. Darüber können leider auch die nett anzusehende grafische Darstellung und die ordentlichen Soundeffekte auf Dauer nicht hinwegtrösten. Pädagogisch bedenklich ist das Spiel nicht. Das Spiel ist gewaltfrei und zeigt keine Brutalen Bilder, sogar wenn sich der Fallschirm einmal nicht öffnet. Jedoch ist beim Erwerb des Spieles zu beachten, dass die relativ komplexe Steuerung einiges an Geschick erfordert, und daher für unerfahrene und jüngere Spieler eher nicht geeignet ist.

Fazit:
"Felix Baumgartners B.A.S.E. Jumping" ist eine kurzweilige Extremsport-Simulation, leider ohne nennenswerte Höhepunkte. Die Thematik gefiel den Testern zunächst, konnte jedoch auf Dauer nicht überzeugen. Schnell führte der Mangel an verschiedenen Spielmodi und die fehlende Mehrspieleroption zum Verlust der Langzeitmotivation. Zudem waren sehr junge Spieler leicht mit der relativ komplexen Steuerung des Spiels überfordert.

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass