Colin McRae: Dirt 2

Genre
Rennspiele
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Codemasters
Erscheinungsjahr
2009.11
Systeme
PC, Playstation 3, Xbox 360, Wii, Playstation Portable, Nintendo DS
System im Test
Playstation 3
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Das Richtige für Motorsportfans
Gruppenleiter
Marco Fileccia
Elsa-Brändström-Gymnasium Oberhausen
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
"Dirt 2" ist ein weiterer Titel einer Rallye-Sport-Serie, für die der bereits verstorbene schottische Rennfahrer Colin McRae seinen Namen lieh. Unter seinem Namen veröffentlichte Codemasters seit 1998 verschiedenste Rallye-Spiele. Das 2009 veröffentlichte "Colin McRae: Dirt 2" ist dabei der Nachfolger des 2007 erschienen "Colin McRae: Dirt". Es erschien drei Monate nach Veröffentlichung auf den Konsolen Xbox 360, PS3 und Nintendo Wii, auch auf dem PC. Außerdem veröffentlichte Codemasters unter gleichem Namen auch Ableger auf den tragbaren Konsolen Nintendo DS und Playstation Portable.
Die Rallye ist ein Wettbewerb im Motorsport, der teilweise über mehrere Tage (Etappen) verteilt auf normalen Straßen oder auf Feld- und Waldwegen ausgetragen wird. Anstatt wie bei Rennen auf einer Rundstrecke „immer nur im Kreis“ zu fahren und um Positionen zu kämpfen, fahren die Rallye-Teilnehmer einzeln im Minutenabstand auf abgesperrten Wertungsprüfungen (WP) von Punkt A nach Punkt B. Der Spieler hat also die Aufgabe entweder die einzelnen Prüfungen der Rallye-Serie oder andere Turniere zu meistern.
Zu Anfang seines Spielerlebnisses erwacht der Spieler in einem ziemlich heruntergekommenen Wohnwagen, der nicht nur mit Liebe zum Detail, sondern sich auch durch die dynamische Menüführung auszeichnet. Ziemlich ungewöhnlich also, dass das Hauptmenü sich in einer solchen Szenerie befindet. Über eine Weltkarte steuert und plant man seine nächsten Wettbewerbe. Einige müssen dabei im Verlaufe des Spiels freigeschaltet werden. Insgesamt kann der Spieler in insgesamt neun verschiedenen Ländern fahren. Dabei hat jedes Land seine typischen Streckenverläufe, welche in diesem Spiel wirklich eindrucksvoll und abwechslungsreich gestaltet sind. In London oder Tokio fährt man durch Stadtkurse, in Kroatien über schotterige Serpentinenstrecken und in Venezuela durch den Dschungel. Beim Fahren aus der On-Board-Perspektive spritzt das verdreckte Pfützenwasser an die Windschutzscheibe und die Sicht ist bis zum nächsten Scheibenwischerschlag stark eingeschränkt. Leider fehlen Schnee-Kurse, die bei den Vorgängerversionen vorhanden waren. Dazu gibt es in den einzelnen Ländern im Turniermodus nie mehr als drei Strecken. Der Fuhrpark von "Colin McRae: Dirt 2" umfasst eine Top-Auswahl offiziell lizenzierter Rallye-Boliden und Offroader, die, so fanden es die Jugendlichen beeindruckt, ein aggressives und tempogeladenes Rennvergnügen garantieren. Sieben Fahrzeugklassen sorgen dafür, dass der Spieler von Anfang an in den richtig starken Wagen Platz nehmen kann. Er sitzt zu Beginn am Steuer des Group N Subaru. Das ultimative Auto des Originalspiels ist also der Anfängerwagen im Nachfolger, und im weiteren Verlauf werden die Wagen immer eindrucksvoller und es entsteht ein großes Spielvergnügen.
Im Karrieremodus sind nicht nur Wertungsprüfungen, sondern auch andere Spielmodi zu meistern. In verschiedenen Autos sind zuweilen Prüfungen zu meistern, außerdem gibt es Abwechslung in Ausscheidungsrennen („Last- Man- Standing“) oder sogenannte Trailblazer. Das sind Wüstenstrecken, auf denen man richtig Gas geben kann. Insgesamt kann man 18 unterschiedliche Turniermodi spielen.
Nach jedem erfolgreichem Rennen kriegt der Spieler Erfolge verbucht und schaltet weitere Spielmöglichkeiten frei. Dies ist trägt nicht nur der Langzeitmotivation bei, sondern ist zudem auch noch dynamisch und detailreich animiert.

Pädagogische Beurteilung:

Wider dem pädagogischen Wert
Einen besonderen pädagogischen Mehrwert kann man zwar nicht erkennen, durch die verschiedenen Levelziele lernt jedoch der Spieler sich auf unterschiedliche Herausforderungen zu konzentrieren. Die Gefahr, dass die angewandte Fahrtechnik sich im zukünftigen Straßenfahrverhalten niederschlagen könnte, ist gering, denn schließlich wird ausschließlich auf abgesperrten Rennstrecken gefahren. Dem Spieler wird hoffentlich klar, dass Motorsport und Straßenverkehr zwei verschienden Paar Schuhe sind.

Ein audiovisuelles Vergnügen
Spielvergnügen ist bei diesem Rennspiel wirklich gegeben. Dazu trägt nicht nur das schon angesprochene „Wohnwagen“-Menü bei, sondern vor allem sämtliche audiovisuelle Effekte. Neben der Strecke sind Landschaften liebevoll gestaltet, die Umgebung scheint lebendig und nicht leinwand-artig und nicht zuletzt wirbeln Kies und Staub durch die Luft. Das deshalb sehr lebendige Fahren und Erfahren von Rallye-Sport zudem durch Feuerwerk und Lichteffekte, vor allem bei Nachtfahrten aus. Jeder Schauplatz ist zudem sehr unterschiedlich gestaltet. Verschieden Kamera-Einstellungen dafür, dass der Spieler das Spielerlebnis nach seinen Vorstellungen einstellen kann.
Auch die Sounds können sich hören lassen. Kies knattert im Radkasten, der Beifahrer gibt Anweisungen und Informationen zum Streckenverlauf und der Soundtrack im Menü ist auch gut.
Stolpersteine in den Kurven
Bei der Steuerung scheiden sich ein wenig die Geister. Die getestete Playstation-3- Version steuerten die Spieletester mit dem Gamepad. Dabei gaben die Spieletester nur durchschnittliche Noten. Für einige war es zu schwer, für andere war der Anspruch der an den Spieler gerichtet wird, was vor allem die schwierig zu fahrenden Kurven betrifft, genau richtig und „zeichnet ein gutes Rennspiel aus“. Im Allgemeinen müssen realistische Steuerungen immer der besseren Spielbarkeit weichen. "Dirt 2" findet hier aber das richtige Mittelmaß zwischen Simulation und Arcade.
Entsprechend anspruchsvoll ist auch der Schwierigkeitsgrad. Er kann vom Spieler ngepasst werden. Für unsere jugendlichen Tester war es trotzdem nicht immer einfach, verschiedene Prüfungen zu meistern. Diese schienen nun aber kein unüberwindbares Hindernis, sondern die Motivation war gegeben, diese Prüfungen zu wiederholen. Dieser Anspruch an den Spieler zeichnet ein gutes Rennspiel aus.

Fazit:
Für richtige „Racer“ bietet das Spiel also alles, was das Herz begehrt. Bei der schotterigen Off-Road-Action und den Motorengeräuschen, untermalt mit der hervorragenden Grafik und der rasanten Streckenführungen, findet das Spiel die richtige Mischung zwischen Simulation und Arcade. "Dirt 2" wirbelt nicht nur viel Dreck auf, sondern lässt auch das Spielvergnügen in den positiven Bereich fliegen. Das Spiel bietet eine ganze Palette voller unterschiedlicher Strecken, Fahrzeuge und Spielmodi und sorgt somit dafür, dass der Fahrer lange Spaß am Gasgeben hat. Für Motorsportfans ein richtig gelungenes Spiel.

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Spieletester
Elsa-Brändström-Gymnasium Oberhausen
Oberhausen
Bewertung Spielspass