Ersteinschätzung: Die Zwerge

Genre
Rollenspiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 14 Jahre
Vertrieb
THQ Nordic
Erscheinungsjahr
2016.12
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One, Mac, Linux
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Gut umgesetzter Fantasyepos, abseits von AAA-Titeln
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fantasyfans, Fans der Buchserie
Sprache
Deutsch
Grafik
Bunt, realistisch
Sound
Orchestral

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Tungdil Bolofar
Mehrspielermodus
Nicht vorhanden
Spielforderungen
Taktisches Geschick
Zusatzkosten
Nicht vorhanden
Problematische Aspekte
Komplexe Geschichte, explizite Darstellung
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber NRW
Screenshot 2

Spielbeschreibung:
Freunde von Fantasyliteratur kennen die Serie "Die Zwerge" vom Autor Markus Heitz bereits - die Videospielumsetzung zu der mehrteiligen Reihe orientiert sich dabei am ersten Teil und erzählt die wendungsreiche Geschichte rund um den Zwerg Tungdil Bolofar. Dieser ist zwischen Menschen aufgewachsen und kennt andere Zwerge nur aus Erzählungen. Das geborgene Land, das von mehreren Zwergenstämmen verteidigt wird, droht zu fallen. Durch mehrere Umwege findet sich Tungdil bereits nach kurzer Zeit mitten in den kriegerischen Auseinandersetzungen wieder. Diese werden hauptsächlich in großen Schlachten ausgefochten, bei denen die Spieler_innen die Kontrolle von bis zu vier spielbaren Figuren übernehmen und es oft gegen dutzende Gegner auf einmal aufnehmen müssen. Dazwischen wird die Geschichte in Dialogen und vertonten Texten weitergetragen. Die Partie kann außerdem durch Dörfer und Städte gesteuert werden, in denen Nebenquests angenommen werden können.

Pädagogische Beurteilung:
Die größte Stärke liegt in der spannenden und wendungsreichen Geschichte rund um Tungdil Bolofar. Diese wurde gelungen mit professionellen Sprechern vertont und hebt sich deutlich von Genrekollegen ab. Die Gefechte fallen in der Regel nicht sehr blutig aus, sind in ein paar Szenen aber durchaus explizit. Da das Spielgeschehen grundsätzlich aus der Vogelperspektive gesteuert wird, sieht man davon aber, abgesehen von einigen Zwischensequenzen, nicht viel. Die Geschichte richtet sich durchaus an erwachsene Spieler_innen, kann aber auch von Teenagern, die bereits mit Fantasyuniversen wie von Der Herr der Ringe bekannt sind, verarbeitet werden.

Fazit:
Besonders die komplexe Geschichte kann erst von jugendlichen Spieler_innen vollständig verstanden werden. Auch der fordernde Schwierigkeitsgrad kann frustrierend wirken und die expliziten Darstellung können Jüngere abschrecken. Deswegen ist "Die Zwerge" erst für Spieler_innen ab 14 Jahren geeignet.

Bei diesem Test handelt es sich um eine Ersteinschätzung. Der Titel wurde aktuell noch nicht von einer Spieletestergruppe getestet.