Fachtag "Cybermobbing"

Im MedienCampus Köln veranstaltete das Team der Fachstelle für Jugendmedienkultur am 01.10.2015 den Fachtag "Cybermobbing - Wenn das Netz zum Feind wird", um diesbezügliche Handlungsmöglichkeiten, medienpädagogische Methoden und Präventionsmaßnahmen aufzuzeigen.

Von Milena Remus

Da die digitale Kommunikation vor allem für Kinder und Jugendliche eine wichtige Schnittstelle für ihr soziales Handeln und ihre Vernetzung darstellt, trifft das breit diskutierte Internetphänomen Cybermobbing Jugendliche an einer der wichtigsten Orte ihres sozialen Handelns: dem Word Wide Web.



In Kooperation mit der LAG Kath. OKJA NRW und Religio Altenberg näherte sich der von der fjmk veranstaltete Fachtag dem Thema Cybermobbing oder Cyber-Bullying – das heißt also dem absichtlichen Beleidigen, Belästigen, Bloßstellen oder Bedrohen anderer mithilfe von Internet- und Mobiltelefondiensten über einen längeren Zeitraum hinweg – auf praktische und handlungsorientierte Weise. Nachdem sich die Türen des MedienCampus Kölns am Morgen des 1. Oktobers geöffnet hatten, alle teilnehmenden PädagogInnen diverser Institutionen in einer ausgiebigen Vorstellungsrunde begrüßt und ausreichend mit Nervennahrung versorgt wurden, konnte der Fachtag mit einem kleinen Impulsvortrag beginnen. Gemeinsam wurden im Laufe des Workshops diverse Methoden für die Jugendmedien- und Schularbeit wie auch praktische Handlungsansätze erarbeitet und anschaulich präsentiert. Sowohl an vorbereiteten und spontan eingebrachten Fallbeispielen sowie in medienpädagogischen Übungen wurde den Teilnehmenden die Möglichkeit geboten, aktuelle Techniken und kreative Ideen für die pädagogische Praxis selbst mitzugestalten und didaktisch zu reflektieren. Auch grundlegende Hintergrundinformationen zu den neusten digitalen Kommunikationstrends, informative Arbeitsmaterialien sowie weiterführende Präventionsmaßnahmen für PädagogInnen wurden in der Gruppe gesammelt, diskutiert und in verschiedenen Rollen ausformuliert.

Neben reichlich Input- und Theorieeinheiten der fjmk-Referenten Daniel Heinz und Nicola Klemenz, gab es selbstverständlich auch ausreichend Gelegenheit zum Austausch der TeilnehmerInnen untereinander, reichlich Kaffeepausen zum Durchatmen sowie Möglichkeiten für individuelle Nachfragen. Das Referententeam erarbeitete zusammen mit den pädagogischen Fachkräften die Erkennungsmerkmale, erste Handlungsansätze und Lösungsvorschläge, die in Fällen von Cybermobbing unter anderen empfohlen werden, brachten jedoch auch gern Vorschläge und Methoden der Teilnehmenden vor Ort ein: So wurde etwa nach Interessenlage kurzerhand eine Diskussions- und Vortragseinheit über Sexting und dessen rechtliche Grundlagen in den Fachtag integriert. Nicht zu verzichten war selbstredend auf ein gelungenes Mittagessen, das weitere Möglichkeiten des privaten Austauschs und Networkings bot, sowie eine ausführliche Feedbackrunde, um konstruktive Verbesserungsvorschläge in folgenden Projektangeboten umzusetzen und ausgesprochenes Lob dankbar an Kooperationspartner wie auch FachtagsbesucherInnen zurückzugeben. Gegen 17 Uhr schließlich nahm der Fachtag "Cybermobbing" im Rahmen der Präventionsarbeit gegen die Schattenseiten der mobilen Vernetzung unserer heutigen Jugendmedienkultur sowie der Vermittlung zahlreicher methodischer Tricks und Tipps für selbstständige, zukünftige Jugendprojekte ein erfolgreiches Ende.