Ersteinschätzung: For Honor

Genre
Action-Adventure
USK
keine Jugendfreigabe (?)
Pädagogisch
ab 18 Jahre
Vertrieb
Ubisoft
Erscheinungsjahr
2017.02
Systeme
PC, Playstation 4, Xbox One
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Brutales Hack and Slay Actionspiel
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Fans von mittelalterlichen Schlachtfeldern
Sprache
Deutsch
Grafik
Realistisches Schlachtfeld-Szenario
Sound
Atmosphärische Soundkulisse mit realistischen Soundeffekten

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Neun oberflächlich gestaltbare Spielfiguren
Mehrspielermodus
Verschiedene Online-Mehrspielermodi
Spielforderungen
Hand-Augen-Koordination, gute Reflexe
Zusatzkosten
Optionale Kostüme
Problematische Aspekte
Gewaltdarstellungen
Redaktion
Kok Hung Cheong
Spieleratgeber NRW
Screenshot 2

Spielbeschreibung:
Wie wäre wohl eine Welt, in der Ritter auf Samurais und Wikinger getroffen hätten? Laut "For Honor" wäre es eine kriegerische, in der der Kampf um Territorien an der Tagesordnung steht. Zu Beginn der Runde können die Spieler_innen zwischen den drei Fraktionen wählen. Jeder der spielbaren Charaktere hat unterschiedliche Vor- und Nachteile, die es geschickt auszuspielen gilt. Das Spiel fokussiert sich auf den Mehrspielermodus, der nur online gespielt werden kann. Hier gibt es fünf verschiedene Modi, in denen Teams gegeneinander antreten können. Darunter Duel, Eins-gegen-eins, Brawl, Zwei-gegen-zwei und Vier-gegen-vier-Modi. Es gibt außerdem eine Einzelspielerkampagne, die eine Geschichte um die komplexe Spielmechanik spinnt.

Pädagogische Beurteilung:
Die Gewalt in "For Honor" ist sehr plastisch dargestellt. Jeder Treffer wird durch die Verfärbung des Bildschirms und das Spritzen von Blut kreditiert. Wenn die Spieler_innen den Kampf gewinnen, ist es möglich den Gegner besonders brutal und effektreich zu töten. Alleine dieser Punkt ist Grund genug, dass sich das Spiel nicht für Jugendliche und Kinder eignet. Zusätzlich ist das Spieldesign komplexer als es zunächst erscheint. Es müssen im Kopf viele Variablen (Steuerung, Schlachtfeldkontrolle und Leveldesign) jongliert werden, um am Ende siegreich zu sein. Allein diese Komplexität, die nicht nur auf Reaktionsfähigkeit setzt, würde Spieler_innen unter 14 Jahren vor eine zu großen Herausforderung stellen. Zu loben ist hier die Darstellung der Frauen und Männerfiguren. Keine der Figuren ist überzeichnet dargestellt. Männer und Frauen sind von der Geschwindigkeit und Stärke ebenbürtig. Außerdem kann jede spielbare Klasse als weibliche oder als männliche Figur dargestellt werden. Jede Runde des Spiels dauert ungefähr 15 Minuten. Da die Partien aber online stattfinden, ist es unmöglich das Spielgeschehen anzuhalten. Der hohe Schwierigkeitsgrad kann außerdem bei manchen Spieler_innen Frustration auslösen, weswegen es im Onlinemodus oft zu wüsten Beschimpfungen zwischen den Spieler_innen kommen kann. Es ist außerdem möglich, Echtgeld auszugeben, um sich Items oder Kostüme zu kaufen. Atmosphärisch ist das Spiel durch die vielen Schreie, Treffer und Explosionen keine leichte Kost.

Fazit:
"For Honor" ist durch und durch ein Spiel für Erwachsene und sollte nicht von Jugendlichen oder Kindern gespielt werden. Für Spieler_innen ab 18 Jahren gibt es hier ein komplexes und vielfältiges Hack and Slay, das nicht mit Gewaltdarstellungen spart.

Bei diesem Test handelt es sich um eine Ersteinschätzung. Der Titel wurde aktuell noch nicht von einer Spieletestergruppe getestet.