Ersteinschätzung: H1Z1: King of the Kill

Genre
Onlinespiele
USK
ab 16 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 16 Jahre
Vertrieb
Daybreak
Erscheinungsjahr
2015.02
Systeme
PC
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
via Steam
Kurzbewertung
Zombie-Survivalspiel, das noch in der BETA-Phase steckt
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Zombiefans, Mehrspielerfans
Sprache
Englisch
Grafik
Düsteres und realistisches Setting
Sound
Kaum Musik, realistische Soundkulisse

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Selbsterstellter Spielcharakter
Mehrspielermodus
mehrere Mehrspielermodi
Spielforderungen
Gute Reflexe, hohe Frustrationstoleranz
Zusatzkosten
Spielvorteile können gegen Echtgeld erworben werden
Problematische Aspekte
Hohes Frustpotential, feindselige Community, Gewalt
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber NRW
Screenshot 2

Spielbeschreibung:
Bei dem Hype um Zombie-Survivalspiele vor ein paar Jahren galt "H1Z1" als ein Favorit unter der Fangemeinde. Mittlerweile gibt es eine unfertige, aber spielbare Version, die viele Veränderungen vom ursprünglichen Spielprinzip mit sich gebracht hat. Die Wichtigste: das Spiel wurde in zwei Modi geteilt, die seperat gekauft werden können und von verschiedenen Entwicklerteams betreut werden. Bei "H1Z1: King of the Kill" handelt es sich um den kompetitiven Mehrspielerteil des Spiels.
Dabei gibt es mehrere Spielmodi, am beliebtesten davon der "Battle Royale"-Modus. Ähnlich wie bei der bekannten Buch- und Filmreihe "The Hunger Games" starten hier Spieler_innen in einem fest abgesteckten Gebiet. Gewonnen hat am Ende die Person, die als letzte noch lebt. In der weitläufigen Arena sind außerdem Waffen verteilt, die die Spieler nutzen können.
Die eigentliche Spielmechanik ist dagegen die eines klassischen Shooters. Aus der First- oder Third-Person-Perspektive wird auf die anderen Spieler geschossen und mit der Welt interagiert. Vom Bogen bis zur AK-47 gibt es die unterschiedlichsten Waffen, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Der Reiz liegt hier vor allem in der offenen Spielwelt, durch die sich die Spieler_innen frei bewegen können. So kann man sich mit verschiedenen Taktikten gegen die Gegnermassen behelfen, wie sich zum Beispiel mit einem Scharfschützengewehr auf die Lauer legen oder mit befreundeten Mitspielern eine Bande bilden. 

Pädagogische Beurteilung:
Der Survivalaspekt des Grundspiels kommt in "King of the Kill" reichlich kurz. Im Vordergrund steht das kompetetive Spielen gegen Mitspieler_innen. Dafür wird sich mit allerlei Feuerwaffen, Bogen und Sprengstoff bekämpft. Treffer werden durch eine rote Blutwolke am Charaktermodell gezeigt. Es gibt außerdem Zombies in unterschiedlichen Verwesungsgraden, die Schrecken bei jüngeren Spieler_innen herbeirufen können. Es besteht zusätzlich die Möglichkeit, sich gegen Echtgeld exklusive Inhalte zu kaufen. Die sogenannten Mikrotransaktionen bieten spielerische Vorteile und kosmetische Erweiterungen. Allgemein ist die Interaktion zwischen den Spieler_innen oft sehr gehässig und rau, was schnell zu Frust führen kann.
Momentan liegt "H1Z1: King of the Kill" noch in einer unfertigen Fassung vor, die aber trotzdem bereits gekauft und gespielt werden kann. Bis zur entgültigen Veröffentlichung werden noch weitere Features hinzugefügt und auf die Spielmechanik abgestimmt.

Fazit:
Durch die Shooterelemente, die fehlende Möglichkeit Konflikte gewaltfrei zu lösen sowie die expliziten Darstellungen ist "H1Z1: King of the Kill" nicht für jüngere Spieler_innen geeignet. Auch die aggressive Community, die gerne und oft mit Beleidigungen und Drohungen um sich wirft, ist nichts für schnell gefrustete Spieler_innen. "H1Z1: King of the Kill" ist daher nicht für Jugendliche unter 16 Jahren geeignet.

Bei diesem Test handelt es sich um eine Ersteinschätzung. Der Titel wurde aktuell noch nicht von einer Spieletestergruppe getestet.