Ico

Genre
Action-Adventure
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Sony
Erscheinungsjahr
2001.09
Systeme
Playstation 2, Playstation 3
System im Test
Playstation 3
Kurzbewertung
Ein modernes Märchen in stimmiger und spannender Atmosphäre
Gruppenleiter
Janosch Kühmstedt
Deutsche Schule Oslo
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
In einer mysteriösen Welt in einem unbekannten Land werden Kinder mit Hörnern nach ihrem 12. Geburtstag in ein verlassenes Schloss gesperrt, da eine Legende besagt, dass diese Kinder verflucht sind. Ebenso ergeht es dem Protagonisten Ico. Während der Flucht aus dem Gemäuer trifft er das Mädchen Yorda, die er ebenfalls aus dem kalten Verlies befreien will. Yorda wird von einer geheimnisvollen Aura umgeben und spricht in einer fremden Sprache. Außerdem verfügt sie über übernatürliche Fähigkeiten und kann versiegelte Tore öffnen. Gemeinsam müssen die beiden Figuren Schalter umlegen, Türen öffnen, mit Bomben neue Wege freisprengen, klettern und Rätsel lösen, um aus der Burg zu entkommen. Außerdem treffen die beiden immer wieder auf schattenhafte Kreaturen, die Yorda mit sich nehmen wollen.
Ico ist bereits 2001 für die Playstation 2 erschienen und wurde 2011 gemeinsam mit dem Nachfolger Shadow of the Colossus für die Playstation 3 in HD neu aufgelegt.

Pädagogische Beurteilung:

Diese Beurteilung wurde von Schülerinnen der Deutschen Schule Oslo verfasst und durch die Redaktion ergänzt.

Von Ida und Lotta

Knifflige Rätsel und geschickte Kletterpassagen
Hauptziel ist es, Yorda und Ico aus dem Schloss zu führen. Eine große Herausforderung sind dabei die teils ziemlich komplexen Rätsel, die es zu lösen gilt. Meist müssen hierbei gewisse Passagen mit Ico absolviert werden, da dieser über Abgründe springen, Bomben anzünden, Fackeln benutzen sowie auf hohe Geländer klettern und diese entlanghangeln kann. Anschließend kann der Spieler beispielsweise eine Brücke herunterlassen, um Yorda den Weg zu ebnen. Allerdings sind dies die Momente, in denen die Schattenkreaturen besonders gerne angreifen. Dann müssen diese erst besiegt werden, damit das Mädchen in Sicherheit ist. Der Spieler muss also in der Rolle von Ico jedes Mal einschreiten, um das Mädchen zu retten, an die Hand zu nehmen und mit ihr davonzulaufen. Scheitert Ico, muss man von der letzten Speicherbank neu beginnen. Im Spiel führt dies dazu, dass man stets nah beieinander bleibt und aufeinander Acht gibt. Hier werden Fähigkeiten wie logisches Denken und Werte wie Zusammenhalt vermittelt.

Düstere aber märchenhafte Atmosphäre
Auch wenn die Grafik des Spiels nicht mehr dem aktuellen Standard entspricht, schadet dies dem Ambiente nicht. Durch die unscharfe und teils verwaschene Darstellung scheint das Geschehen oftmals hinter einer Nebelwand stattzufinden, wodurch gemeinsam mit der melancholischen Musik eine besondere Atmosphäre geschaffen wird. Das Schloss überzeugt durch seine dunkle Gestaltung, die schmalen Gänge und Pfade und die tiefen Abgründe. Dadurch und durch die schattenhaften Kreaturen, von denen das Mädchen immer wieder angegriffen wird, wird eine düstere und spannende Stimmung erzeugt. Hinzu kommt der Verzicht auf klassische Videospiel-Elemente, wie eine Lebensanzeige oder ein Menü, wodurch dem Spiel zusätzlich eine künstlerische Ästhetik verliehen wird.

Fazit:
Ico ist ein modernes Märchen in stimmiger und spannender Atmosphäre, das jedem der sich für Videospiele interessiert nur ans Herz gelegt werden kann. Auch wenn das Spiel keine expliziten Kampf- oder Gewaltdarstellungen hat, sind die Rätsel teilweise sehr knifflig und die Stimmung ist oft sehr düster und bedrückend. Besonders interessant ist das Spiel für Spieler, die Herausforderungen und Rätsel mögen und dabei Geduld zeigen können.

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
Deutsche Schule Oslo
Oslo
Bewertung Spielspass