Luigi‘s Mansion 2

Genre
Action-Adventure
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2013.03
Systeme
Nintendo 3DS
System im Test
Nintendo 3DS
Kurzbewertung
Fortsetzung des Geister-Abenteuers rund um den Bruder von Super Mario
Redaktion
Jan Scheurer
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Luigi stand schon immer im Schatten seines bekannteren Bruders Mario. Bis auf wenige Gastauftritte in den Super Mario-Spielen, blieb dem Klempner der Erfolg vergönnt. Das ändert sich mit dem zweiten Teil der „Luigi's Mansion"-Serie jetzt endgültig.
Der erste Teil erschien noch für den Gamecube im Jahre 2002. Mit einem Staubsauger bewaffnet musste Luigi eine alte Villa von Geistern befreien. Für den neuen Ableger auf dem Nintendo 3DS wurde das Prinzip übernommen und an die technischen Möglichkeiten des Handhelds angepasst. So kann beispielsweise die Zielrichtung des Staubsaugers, der wieder als wirkungsvollste Waffe gegen die Geister dient, durch Schwenken und Neigen des 3DS gesteuert werden.
Die Geister spuken natürlich nicht ohne Grund in der Villa und dem Umland. Nachdem Luigi im ersten Teil der Serie durch das Zusammensetzen des so genannten „Finstermondes" die Geister unter Kontrolle gebracht hat, sorgt jetzt eine unbekannte Macht für Chaos. Der Finstermond wurde wieder zerstört und über das Grundstück des grusligen Anwesens verteilt. Jetzt liegt es an Luigi für Ordnung zu sorgen, die Geister einzufangen und die Einzelteile zu sammeln. Als Unterstützung steht ihm der verrückte Professor I. Gidd zur Seite, der Luigi nicht nur mit nützlichen Hinweisen, sondern auch mit einem neuen Staubsauger und verschiedenen Aufsätzen versorgt.
Den Spielablauf kann man dabei am ehesten mit klassischen Action-Adventures aus dem Hause Nintendo vergleichen. Man steuert den Klempner direkt im Kampf gegen die Geister, schaltet nach und nach neue Bereiche der Villa frei und erweitert stetig das Arsenal an Werkzeugen und Waffen.

Pädagogische Beurteilung:
Einfacher Einstieg im klassischen Nintendo-Gewand
Typisch für Spiele von Nintendo gestaltet sich der Einstieg einfach und spielerisch. Die einzelnen Elemente werden von Professor I. Gidd durch Texteinblendungen erklärt und können vom Spieler direkt umgesetzt werden. Der Schwierigkeitsgrad ist fair und steigt nur langsam an, was auch unerfahrenen Spielern genug Zeit lässt, sich im Spiel zurecht zu finden.
Dabei schöpft das Spiel das Angebot der Konsole voll aus. Von schicken 3D-Animation bis zu Steuerungsmöglichkeiten, wie z.B. durch Schwenken und Neigen des Handhelds die Spielwelt zu verädern, werden so gut wie alle technischen Möglichkeiten der Konsole ausgenutzt. Die Steuerung geht dabei einfach von der Hand und lässt sich schon nach wenigen Minuten ohne Probleme erlernen.

Ansehnliche Grafik, stimmiger Sound
Sound und Grafik tragen zur Atmosphäre bei, wie bei kaum einem anderen Nintendo DS-Spiel. Hier konnte die Umsetzung der Spielwelt im Test auf ganzer Linie punkten und seinen comichaften Charme ausspielen. So fängt Luigi in ruhigen Passagen die Titelmelodie zu summen an, zwirbelt seinen Schnurrbart oder sieht sich nervös um. Grafisch kann sich das Spiel zwar nicht gegen die Konkurrenz auf der Playstation Vita durchsetzen, verglichen mit anderen Titeln auf dem Nintendo DS spielt „Luigis Mansion 2" aber in der Oberklasse. Selten findet man verschwommene Texturen oder gar Darstellungsfehler, die das Spielerlebnis der Jugendlichen störten.
Obwohl die Geschichte eine düstere Atmosphäre verspricht, ist die Darstellung comichaft und rein fiktiv gehalten. Schockmomente und ähnliches bleiben aus, wodurch das Spiel Kinder ab 6 Jahren i.d.R. nicht verängstigt. Allerdings werden die Herausforderung im Spielverlauf immer komplexer und der Leseanteil zu Beginn jeden Levels ist relativ hoch, wodurch das Spiel eher für Kinder ab 8 Jahren langfristig interessant sein dürfte.

Geisterjagd zu viert
Neben einem klassischen Einzelspielermodus bietet das Spiel auch die Möglichkeit, gemeinsam auf Geisterjagd zu gehen, was die Spieletester ebenfalls als spannend beschrieben. Dafür haben die Entwickler mehrere Möglichkeiten eingebaut. Entweder wird es über eine Internetverbindung gegen Mitspieler aus aller Welt gespielt oder der Spieler versucht mit Freunden über eine drahtlose Verbindung sein Glück im Kampf gegen die Geister. Dabei benötigen lokale Mitspieler noch nicht einmal das Spiel. Mit seiner eigenen Version kann man den Multiplayer-Teil von „Luigi's Mansion 2" drahtlos zur Verfügung stellen. Hier gibt es insgesamt 3 Spielmodi, die sich aber alle um die Geisterjagd gemeinsam mit Mitspielern dreht. Die macht mit Freunden genau so viel Spaß wie alleine und geht dabei genauso einfach von der Hand.

Einfach, aber spannend
Dank der einfachen und spannenden Spielmechanik fesselt das Spiel über einen Zeitraum von ungefähr 15 Stunden. Besonders die Bossgegner stellen eine Herausforderung dar, die aber nie zu schwer sind und danach den Spieler mit Verbesserungen und neuer Ausrüstung belohnt. Die zahlreichen verschiedenen Gegner sorgten laut Tester außerdem für Abwechslungsreichtum. Nicht jeder Geist kann mit derselben Taktik gefangen werden, was den Spieler häufig zum Umdenken zwingt.

Fazit:
Durch die einfache Spielmechanik, die kaum Frustmomente zulässt, ist das Spiel auch für Einsteiger geeignet. Vor allem aber die gelungene grafische Umsetzung und der stimmige Sound ziehen schnell in die Spielwelt hinein. So kommen nicht nur Kinder ab 8 Jahren, die sich mit der Thematik anfreunden können, sondern auch Erwachsene bei „Luigi's Mansion 2" voll auf ihre Kosten.

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Spieletester
Bürgerzentrum Deutz
Köln
Bewertung Spielspass