MotorStorm: Arctic Edge

Genre
Rennspiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Sony Computer Entertainment
Erscheinungsjahr
2009.10
Systeme
Playstation 2, Playstation Portable
System im Test
Playstation 2
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Wettkampforientiertes Rennspiel
Gruppenleiter
Marco Fileccia
Elsa-Brändström-Gymnasium Oberhausen
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
"MotorStorm: Arctic Edge", des britischen Entwicklers "bigBig" ist ein actionorientiertes Rennspiel für alle Spieler, denen die Formel 1 zu langweilig ist.
Hauptaufgabe des Spielers ist es als erster die Ziellinie zu erreichen. Insoweit ist "MotorStorm" ein normales Rennspiel. Doch hier wird außerdem an die niederen Instinkte appelliert und es darf Menge gedrängelt und geschubst werden. Der Spieler kann seine Gegner durch gut getimte, trotzdem unfaire, Rempler von der Straße schubsen. Dabei werden auch schon mal einige Tritte oder Schläge ausgeteilt, welche zu spektakulären Unfällen führen. Dabei kommt das detaillierte Schadensmodell zum tragen, wodurch die Autos sich verbeulen, einzelne Reifen verlieren oder auch in Flammen aufgehen können. Wer also nicht aufpasst, für den endet das Rennen in einem Totalschaden.
Dadurch gewinnen die Rennen noch an Spannung, da der Spieler nicht nur auf die Strecke, sondern auch auf die Gegner achten muss, die ihrerseits mit unfairen Methoden arbeiten.
Die "MotorStorm"-Serie stand schon in seinen beiden Vorgängern für kompromissloses Rasen über Strecken, die man mit einem PKW nicht fahren sollte. Während die vorangegangenen Spiele sich zwar genauso spielten, aber in der Wüste bzw. auf einer tropischen Insel angesiedelt waren, verfrachtet der neueste Teil den Spieler in die Antarktis. Dabei wirken die Strecken so, als ob man sie kurz vor dem Rennen hastig in die Landschaft gebaut hätte. Abstrus hohe Rampen mitten in Tälern, Wäldern oder auch Bergwerken (!) unterstreichen, dass sich das Spiel nicht als ernste Rennsimulation versteht. Es will vor allem Spaß machen und dem Spieler Rennen ermöglichen, die er so noch nie gesehen hat. Damit ist das Spiel eindeutig der Gruppe der "Funracer", wie z.B. "Mario Kart" oder "Pure" zuzuordnen.
Die Strecken sind abwechslungsreich gestaltet und sorgen für den einen oder anderen "Aha!"-Moment. Etwa wenn plötzlich ein Hunderte Meter tiefer Abgrund neben einem auftaucht. "Du weißt nie was dich als nächstes erwartet.", gab sich auch Tester Tobias überrascht.
Verrückt geht es auch beim Fuhrpark weiter. Über Motorräder, Stuntautos, Laster (!) und Quads, bis hin zu Planierraupen sind eine Menge Fahrzeuge enthalten.
Technisch ist das Spiel ausgezeichnet umgesetzt. Die Grafik leidet zwar etwas unter der schwachen Leistung der PS 2, sieht aber stimmig aus. Das heißt, dass die Strecken mit viel Liebe zum Detail gebaut sind und auch die Animationen der Fahrer sehr lebensnah wirken.
Der Fahrzeugsound ist realistisch. Die Musik setzt sich aus teilweise bekannten Rock – und Heavy Metal Stücken zusammen, die zwar eher die jüngere Spielergemeinde ansprechen, bei diesen aber den Puls in die Höhe treiben und den Spaß noch zusätzlich steigern können. "Wenn man den Ton voll aufdreht und dann über die Strecke rast kommt richtig Freude auf!", findet Tester Daniel.
Die Steuerung ist einfach zu erlernen und passt zum auch ansonsten sehr unkomplizierten Spielablauf.

Pädagogische Beurteilung:

Der Einstieg
"MotorStorm: Arcitc Edge" setzt am Anfang die Latte sehr niedrig. Die Gegner fahren nicht sehr gut, damit sich der Spieler an die Steuerung gewöhnen und schnell erste Erfolge feiern kann. Grundsätzlich lassen sich alle Rennen mit zwei Tasten gewinnen, wodurch auch absolute Rennspielneulinge keine Probleme haben werden, sich in dem Spiel zu Recht zu finden.
Sind die ersten Rennen gewonnen zieht der Schwierigkeitsgrad an und der Spieler wird richtig gefordert. Allerdings kommt niemals Frust auf. Die Rennen sind durchweg im ersten oder zweiten Anlauf schaffbar.

Die Motivation
Das Spiel setzt vor allem auf den Ehrgeiz des Spielers, sich gegen seine Gegner durchzusetzen. Wer sich gerne mit anderen misst, wird viel Spaß haben.
"MotorStorm" bietet dabei auch noch die Möglichkeit, an einer Konsole auf einem geteilten Bildschirm gegen einen Freund oder eine Freundin anzutreten, was durch die direkte Herausforderung den Spaß nochmal erhöht. "Mit einem guten Freund über die Piste zu brettern und diesen dann kurz vor der Ziellinie ins aus zu schubsen macht unheimlichen Spaß!", freute sich auch Tester Daniel.
Wer ungerne mit anderen direkt im Wettkampf steht tritt gegen den Computer an und schaltet damit neue Strecken und Fahrzeuge frei.
Beides motiviert lange.

Die Altersfreigabe
"MotorStorm" geizt bei Unfällen nicht mit spektakulären Überschlägen und teilweise auch in Flammen aufgehenden Autos. Deswegen, auch wenn es offensichtlich nur Blechschäden sind, die verursacht werden (Motorradfahrer stehen von selbst wieder auf und setzen sich wieder auf ihr Fahrzeug) sind die Szenen doch sehr reißerisch. Deswegen sollten keine Spieler unter 12 Jahren das Spiel spielen. Ältere Spieler werden dies jedoch als gestellte Szene erkennen und von der wirklichen Welt trennen können.
Deswegen sollte die Altersfreigabe der USK beachtet werden, eine höhere Einstufung ist jedoch nicht notwendig.
Die Zielgruppe
Das Spiel zielt vor allem auf junge Menschen ab, die gerne wilde Verfolgungsjagden mögen und sich nicht lange mit Fahrzeugbeherrschung oder –Tuning aufhalten wollen.

Fazit:
"MotorStorm: Arcitc Edge" ist wie "Mario Kart" für Jugendliche, denen die quietschbunte Welt zu langweilig geworden ist. Es hat die gleichen Ziele (das Besiegen der Gegner mit allen Mitteln), bedient sich der gleichen Mechanismen (Schadenfreude, wenn andere von der Strecke fliegen) und ist genau wie "Mario Kart" technisch einwandfrei umgesetzt. Nur, dass es sich an ein etwas älteres Publikum richtet.

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Spieletester
Elsa-Brändström-Gymnasium Oberhausen
Oberhausen
Bewertung Spielspass