MySims Racing

Genre
Rennspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Electronic Arts
Erscheinungsjahr
2009.06
Systeme
Wii, Nintendo DS
System im Test
Wii
Homepage des Spiels
Hinweis(e)
auch mit Lenkrad spielbar
Kurzbewertung
Buntes Rennspiel à la "Mario Kart"
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
"MySims Racing" für die Wii ist als Rennspiel besonders für jüngere Spieler geeignet. Das Spiel erstrahlt in bunter Comic-Grafik und sowohl Fahrer als auch Strecken sind kinderfreundlich gestaltet. Zu Beginn des Spiels kann man seinen Fahrer und sein Auto individuell gestalten. Hierbei stehen diverse Alternativen für Haare, Kleidung und Stimme des Fahrers, sowie verschiedene Lackierungen, Felgen oder Kühlerfiguren für das Fahrzeug zur Auswahl. Danach kann man zwischen dem Modus Schnelles Rennen, Mehrspieler-Modus oder dem Story-Modus wählen. Im Schnellen Rennen oder dem Mehrspieler-Modus wird alleine oder mit bis zu vier Freunden gleichzeitig gespielt, um einfache Rennen oder Meisterschaften zu fahren. Auf der Rennstrecke findet man Geschenke, die dem Spieler ermöglichen, Kontrahenten abzuschießen oder zu behindern. Zusätzlich kann man verschiedenfarbige Kristalle aufsammeln, diese füllen die Beschleunigungsleiste, durch welche man einen Beschleunigungsschub einsetzen kann, um an den anderen Fahrern vorbeizurasen. Der Story-Modus ist wie ein Spielbrett aufgebaut. Man muss dort verschiedene Aufgaben für die Bewohner erfüllen, um in neue Gebiete zu gelangen. Von Zeitfahren über Wettrennen, Gegenstände auf der Strecke einsammeln ist alles vorhanden, was das Rennfahrerherz höher schlagen lässt. Durch erfüllte Aufgaben wird die Landkarte erweiter und man erhält neue Bauteile für sein Auto. Diese kann man in der Werkstatt einbauen, um sein Gefährt aufzurüsten. Gespielt wird mit der Wiimote und dem Nunchuk oder nur der Wiimote, welche man jedoch für ein optimiertes Fahrgefühl in das Wii-Lenkrad einsetzen kann.

Pädagogische Beurteilung:
Seid individuell und kreativ
Der Aspekt der Charaktererstellung wurde bei den Testern durchweg positiv aufgenommen. Es wurde im Kollektiv entschieden, wie der Fahrer auszusehen hat. Die Tester hatten viel Spaß daran, sich durch die möglichen Frisuren, Gesichter und Outfits zu klicken, um ihren Fahrer namens „Winner" zu erstellen. Auch Mimik und Stimme wurden bedacht, sodass sich die individuelle Kreativität entfalten konnte: „Probier mal die Haarfarbe zu der Frisur" (Tester 10 Jahre). So hatten die Tester direkt einen Bezug zu ihrem persönlichen Protagonisten. Im nächsten Schritt galt es dann das Hauptaugenmerk auf das Gefährt zu legen. Nachdem sich für eine Karosserie entschieden wurde, konnte man alle Details des Wagens aussuchen. Die Tester wählten Kühlerfiguren, Seitenspiegel, Scheinwerfer, Lackierung und Hupe aus, sodass „Winner" sogleich mit dem neuen Wagen antreten konnte. Obwohl die Auswahl ausreichend ist, ist das Repertoire dennoch im Vergleich zu ähnlichen Spielen wie "ModNation Racers" (Test: ModNation Racing) beschränkt, was jedoch nur im direkten Vergleich hervorsticht. Anfangs hat das Fahrzeug noch eine niedrige Geschwindigkeit und eine schwierige Lenkung. Nach und nach konnten die Tester jedoch durch erfüllte Aufgaben
neu erworbene Teile einbauen, welche die Fähigkeiten des Autos nach und nach verbesserten. Positiv wurde hierbei auch empfunden, dass der selbst kreierte Fahrer auch beim normalen Rennen zur Verfügung steht. Selbstverständlich können die Spieler, die direkt loslegen wollen, auch einen vorgefertigten Fahrer auswählen. Das Repertoire aus Fahrern unterscheidet sich hierbei in Kraft, Geschwindigkeit und Steuerung der jeweiligen Fahrzeuge.

Auf nach Speedville
Im Story-Modus kann man die Stadt Speedville erkunden. Diese ist wie ein Spielbrett aufgebaut, auf dem man sich zwischen verschiedenen Punkten hin und her bewegt. Gabby der Mechaniker führt den Spieler in das Geschehen ein. Er erzählt, dass die Stadt früher die Hochburg der Rennfahrer war, aber dies bereits lange zurückliegt. Nun ist man an der Reihe der Stadt wieder zu altem Ruhm zu verhelfen. In verschiedenen Aufgaben muss man fortan Missionen bestreiten, um den Ruf der Stadt aufzupolieren. Bei diesen Missionen mussten die Tester gegen einen oder mehrere Einwohner von Speedville antreten, ein Zeitrennen fahren, um die vorgegebene Zeit zu unterbieten oder möglichst viele Objekte einer bestimmten Art für die Einwohner einsammeln. Je nachdem wie gut die Tester abschnitten, bekamen sie eine Bronze-, Silber- oder Goldmedaille. Bei einem positiven Ergebnis gab es zusätzliche Belohnungen wie neue Teile für den Rennwagen und neue Challenges wurden freigeschaltet. Nach und nach vergrößerte sich so der Bewegungsradius in Speedville und bald konnte man auch neue Gebiete wie etwa den Wald erkunden. Der ständige Fortschritt und die Möglichkeit zur Verbesserung des Wagens motivierten die Spieler stets dazu, weiterspielen zu wollen. Allerdings fehlte ihnen im Story-Modus die Möglichkeit diesen zusammen zu bestreiten. Daher wollten sie früher oder später in den normalen Rennmodus wechseln, um auch gegeneinander zu fahren.

Auf die Plätze, fertig, los
Im Mehrspieler-Modus können bis zu vier Spieler gleichzeitig im Einzelrennen oder in einer Meisterschaft gegeneinander antreten. Bis zu acht Rennfahrer fahren hierbei um die Wette, während die nicht gespielten Charaktere vom Computer gesteuert werden. Auf den Strecken gilt es möglichst weit vorne platziert über die Ziellinie zu kommen. Hierbei helfen die Kristalle, die auf den Rennstrecken verstreut sind. Diese füllen die Anzeige am linken Bildschirmrand auf und der Spieler kann sobald er diese aktiviert einen Super-Boost einsetzen, der ihm einen Geschwindigkeitsschub verleiht. Allerdings sollte man aufpassen, dass man diesen nicht in einer Kurve verwendet, da man sonst schnell in der Bande landet. Zusätzlich liegen kleine Geschenke auf der Piste verstreut und enthalten Gegenstände. Diese Power-Ups helfen dem Spieler einen höheren Platz zu erzielen, indem er andere Fahrer behindert. Das Repertoire reicht von Melonen oder Fußbällen, die man auf die Gegner schleudern kann, Seifenblasen oder Bienenstöcken, welche man auf der Strecke platziert, um seinen Gegnern Fallen zu legen oder einem Kraftfeld, welches das eigene Gefährt schützt. Zusätzlich gibt es noch besondere Power-Ups wie das Ufo, das einen schnell nach vorne trägt oder den Tornado, welcher den Bildschirm der Mitspieler auf den Kopf stellt. Besonders häufig fiel den Testern hierbei die Ähnlichkeiten zu "Mario Kart" auf (Test: Mario Kart).

Nur nicht hektisch werden
Bei "MySims Racing" erstrahlen sowohl Fahrer als auch Rennstrecken in bunten Farben zu fröhlicher Musik. Trotz der kinderfreundlichen Atmosphäre war gerade das einer der Kritikpunkte der Tester. Besonders wenn man zu viert antritt und der Bildschirm in vier Teile geteilt wird, verloren die Tester auf den kunterbunten Strecken schnell den Überblick: „Ich erkenne kaum noch was" (Tester 11 Jahre). Vor allem, wenn die Spieler den Boost einsetzten und die Strecke daraufhin nur noch ein rasch vorbeiziehendes Meer aus bunten Punkten wurde, endeten die Geschwindigkeitsschübe oftmals in der Bande oder einem Abgrund. Besonders auf schwierigeren Pisten wurde daraufhin der Rennverlauf sehr hektisch und unübersichtlich. Wenn man dann noch auf der Strecke bleiben und zusätzlichen Hindernissen ausweichen musste waren Wii-unerprobte Spieler rasch überfordert.

Fazit:
"MySims Racing" für die Wii ist ein Rennspiel, welches die Eigenschaften von "ModNation Racers" und die Spielmodi von "Mario Kart" verbindet. Die Tester, welche bereits ähnliche Rennspiele kannten, konnten sich schnell in das Spielgeschehen einfinden, während Neulinge Schwierigkeiten mit dem hektischen Gameplay hatten. Durch den Story-Modus machte den Testern das Spiel nicht nur im Einspieler-Modus Spaß und die Motivation ging nicht schnell verloren. Allerdings war es für unerfahrene und jüngere Spieler eher frustrierend, da das Spieltempo und die Überreizung beim Rausch der bunten Farben schnell Nervosität weckte. Da wir in der Testergruppe auch kurz zuvor "Mario Kart" gespielt hatten, konnte "MySims Racing" im Vergleich nicht punkten: „Mario Kart hat mir besser gefallen" (Tester 11 Jahre).

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass