Need for Speed: Rivals

Genre
Rennspiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Electronic Arts
Erscheinungsjahr
2013.11
Systeme
PC, Playstation 3, Playstation 4, Xbox 360, Xbox One
System im Test
Playstation 3
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Rennspiel mit rasanten Verfolgungsjagden
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
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Spielbeschreibung:
Rivals ist der neueste Ableger der beliebten Autorenn-Spielereihe Need for Speed (Test zu Need for Speed: The Run, Test zu Need for Speed: Shift). Wie bereits in den Vorgänger-Titeln gilt es Rennen zu fahren, wilde Verfolgungsjagden zu meistern und sein Auto aufzutunen. Allerdings kann hier ausgewählt werden, ob man als gesetzesloser Racer die Straßen unsicher macht oder als Gesetzeshüter für Recht und Ordnung sorgt. Die optische Darstellung lässt hierbei wenig zu wünschen übrig, da sowohl Auto als auch die Umgebung sehr realistisch und detailgetreu dargestellt sind. Optisch am ausgereiftesten ist es auf den neuen Konsolen wie PlayStaton 4 und Xbox One. Wie es in der Spielereihe typisch ist, werden Punkte für besonders hohe Geschwindigkeit und waghalsige Stunts vergeben. Diese können in der Garage eingetauscht werden, um neue Autos zu kaufen, seinen Wagen zu verbessern oder optisch zu verändern.

Pädagogische Beurteilung:
Gut oder Böse
Wie der Name schon sagt, kann der Spieler in die Rolle rivalisierender Kontrahenten schlüpfen. In dem Falle war es den jugendlichen Testern möglich, abwechselnd als Racer oder Polizist zu agieren. Oft waren sie sich nicht einig, welche der beiden Parteien ihnen besser gefällt. Als Racer konnten sie zwar wilde Kopf-an-Kopf-Rennen und rasante Verfolgungsjagden meistern, jedoch machte ihnen das Spiel aus der Sicht der Verfolger mindestens genauso viel Spaß. Eines hatten jedoch beide Seiten gleich: „Die Autos sehen verdammt cool aus“ (Tester 14 Jahre). In einem Tutorial werden dem Spieler zu Beginn beide Seiten und die spezifischen Aufgaben sowie die Steuerung vorgestellt. Die Racer rücken hierbei deutlich in die Rolle der Gesetzlosen, die die Straße für illegale Rennen und Verfolgungsjagden mit der Polizei nutzen. Doch die Polizisten kommen nicht minder waghalsig daher. Im Einführungsvideo sinniert eine Stimme über Geschwindigkeit und schnelle Autos und erklärt deutlich, dass man den Teufel nicht mit Engeln fangen kann, wodurch unter anderem eine klare Differenzierung in Gut und Böse aufgehoben wird. Die Tester konnten sich davon jedoch komplett distanzieren, da keine wirklichen Identifikationsfiguren vorhanden sind: „Man sieht nie, wie der Fahrer aussieht“ (Tester 13 Jahre).

Geschwindigkeitsrausch
Die Geschwindigkeit ist ein Hauptaspekt von "Need for Speed: Rivals". In fast allen Missionen mussten die Tester möglichst schnell fahren, um Kontrahenten zu überholen oder ihnen zu entkommen. Hierbei kritisierten die jugendlichen Spieler die Steuerung: „Wenn das so schnell geht, verliert man die Kontrolle über den Wagen“ (Testerin 12 Jahre). Allgemein endeten viele Rennen nach einem Crash gegen die Wand oder in einen Abgrund. Die Unfallszenen laufen hierbei als kurze animierte Videos ab. Ungeduldige und jüngere Tester verloren durch die schwierige Steuerung und das ständige Herabfallen von Klippen auch rasch das Interesse. Ehrgeizige Spieler und auch Spielerinnen sahen gerade hier einen Anreiz, mehr zu trainieren und waghalsige Manöver zu absolvieren: „Stunts! Das liebe ich an dem Spiel“ (Tester 13 Jahre). Allerdings wurden diese Manöver auch gleichsam als unrealistisch bezeichnet, wodurch das halsbrecherische Szenario als fiktiv eingeordnet werden konnte.

Personalisiertes Auto Marke Eigenbau
Durch hohes Tempo und rasante Stunts erhält der Spieler Speed Points, die er in der Garage eintauschen kann. Einerseits lassen sich neue Autos freischalten. Von Ferrari über Lamborghini bis Porsche war für jeden Spieler etwas dabei. Meist musste sich erst geeinigt werden, welches Auto am coolsten aussieht. Auch bei der Personalisierung durch Lackierung, Felgen oder Nummernschilder wählten die Tester gezielt ihre Favoriten aus. Weiterhin konnten sie auch neue Fähigkeiten für ihr Auto kaufen, um Geschwindigkeit, Resistenz, Lenkung oder Spezialeffekte zu verbessern. Auch hier wurde sich kollektiv beraten, um die bestmögliche Verbesserung auszuwählen.

Monotone Aufgaben
Nachdem die ersten Missionsaufgaben sowohl bei Racer als auch Polizei absolviert waren, bemerkten die Tester schnell, dass sich die Missionen meist wiederholen. Daraufhin begannen sie ziellos umher zu fahren und ab und an eine Verfolgungsjagd zu beginnen. Hierbei kritisierten sie sehr stark, dass es keinen Zwei-Spieler Modus an einem Bildschirm gibt. Es besteht nur die Möglichkeit sich in "Need for Speed: Rivals" mit anderen Spielern online zu messen. Die Tester hätten sich hierbei mehr Abwechslung in den Missionen gewünscht: „Ich find´s doof, dass man nicht mal aussteigen und herumlaufen kann“ (Tester 13 Jahre). „Es wäre cool, wenn man durch Gebäude fahren könnte (Testerin 12 Jahre). Für die meisten Tester war es ebenfalls unverständlich, wieso das Spiel erst ab 12 Jahren gespielt werden darf. Dies liegt daran, dass hier Gesetzesübertretungen als scheinbar „cool“ dargestellt werden und teils sogar belohnt werden. So gibt es beispielsweise Extrapunkte sobald der Spieler aufgrund hoher Geschwindigkeit geblitzt wird. Dies erfordert von Spielern die Fähigkeit zum kritischen Hinterfragen des Inhalts, was bei jüngeren Kindern ab 6 Jahren ggf. nicht ausreichend ausgebildet ist.

Fazit:
Allgemein hatten sowohl die männlichen als auch die weiblichen Tester viel Spaß an einer Runde "Need for Speed: Rivals". Gefordert wird Reaktionsschnelligkeit, Geschick, Streckenkenntnis und auch das berühmte Quäntchen Glück. Die Grafik, der Sound und die Autos wurden von allen gelobt. Für den Story-Modus konnten sich jedoch nur die wenigsten begeistern, da sich die Missionen schnell wiederholen. Daher hätte sich gerade ein Zwei-Spieler Modus, in dem die Tester gegeneinander antreten oder sich gegenseitig verfolgen müssen gelohnt. Da viele Kinder und Jugendliche noch nicht online spielen wäre hier ein Mehrspieler-Modus für die Zielgruppe wünschenswert gewesen.

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass