Smartphones & Tablets

Smartphones haben sich den letzten Jahren zum medialen „Schweizer Taschenmesser” entwickelt und bieten dem Nutzer neben den klassischen Funktionen ein umfangreiches, mobiles Multimediapaket. Neben Instant Messengern wie WhatsApp und Social Community Apps wie Facebook oder Twitter gehören Spiele-Apps zu den beliebtesten Angeboten. Denn rund 82 Prozent der jugendlichen Smartphone-Besitzer nutzen dieses zum Spielen (vgl. Studie „Kinder und Jugend 3.0“) . Doch während tragbare Konsolen reine Spielgeräte darstellen, ist die Faszination von Spiele-Apps vielschichtiger, da sie zusätzlich eine breite Bevölkerungsgruppe ansprechen, die Computerspiele nicht explizit zu ihren Hobbies zählt.

Faszinationsgründe
Die Mobilität ist für den Erfolg von Spiele-Apps sicherlich das gewichtigste Argument. Egal ob beim Warten auf den Bus, bei einer langen Zugfahrt, in der Schulpause oder einfach daheim auf dem Sofa - Mobile Geräte wie Smartphones und Tablets ermöglichen das Spielen in allen Lebenslagen und sind immer zur Hand. Dies fasziniert auch ehemalige „Nicht-Spieler“.
Durch die intuitive Steuerung können bereits jüngere Kinder Spiele-Apps bedienen - komplexe Handhabung durch viele Knöpfe am Controller stellt kein Hindernis mehr dar. So ist es kaum verwunderlich, dass sich der Markt der Lernspiele beinahe komplett auf mobile Endgeräte verschoben hat.
Außerdem finden Interessierte auf Smartphones und Tablets ein großes Angebot an digitalen Spielen. Fast täglich werden neue Apps produziert und veröffentlicht. Neben Casual Games sind auch Remakes von bekannten Marken oder umfangreichere Spiele vertreten, die den gängigen Genres von Computerspielen entsprechen. Vom Adventure über das Rollenspiel bis hin zum Ego-Shooter ist alles in den hiesigen App-Stores abrufbar.
Ein weiterer Aspekt für die hohe Faszination ist auch hier die Präsentation. Durch die Leistungsstärke moderner Smartphones können Spiele angeboten werden, die grafisch dem ähneln, was Heranwachsende bereits von anderen Konsolen- und Computerspielen kennen. Die meisten populären Spieleentwickler produzieren daher mittlerweile auch direkt für mobile Endgeräte.
Die Mobilität und Multimedia-Ausstattung von Smartphones und Tablets erlauben auch vollkommen neue Spielformen. Z.B. wird bei Alternate Reality Games, die reale Umwelt um virtuelle Spielelemente ergänzt. Auf den Bildschirmen mobiler Geräte werden virtuelle Informationen über die Realwelt gelegt, wodurch die Grenze zwischen fiktiven Ereignissen und dem realen Geschehen bewusst verwischt wird. Meist müssen sich Spieler zusammenschließen und sich gegenseitig austauschen, um Rätsel oder Herausforderungen im Verbund lösen zu können. Ein prominentes Beispiel ist Ingress.

Android, iOS oder Windows?
Grundsätzlich kann auf allen Betriebssystemen gespielt werden. Auf iOS-Geräten ist das Angebot allerdings wesentlich umfangreicher. Erfolgreiche Apps erscheinen meist kurze zeit später auch für Android.

Jugendschutzeinstellungen

In den verschiedenen Stores gibt es zahlreiche Inhalte, die für Kinder eines gewissen Alters nicht geeignet sind. Zwar wird in der Regel eine (nicht gesetzlich bindende) Altersempfehlung genannt. Das Alter des Nutzers wird jedoch nicht kontrolliert. Hier sind Eltern gefragt, eine Zusatzsoftware herunterzuladen und die Einstellungen am Gerät selbst zu treffen. Auf klicksafe finden sich Anleitungen und Vorschläge für geeignete Software.