Spider-Man - Freund oder Feind

Genre
Action-Adventure
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Activision
Erscheinungsjahr
2007.02
Systeme
PC, Playstation 2, Xbox 360, Wii, Playstation Portable, Nintendo DS
System im Test
PC
Kurzbewertung
Actionreiches Kampfspiel
Gruppenleiter
David Dahlmann
Bürgerzentrum Deutz
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielberscheibung:
Spider-Man hat kaum Zeit zum Verschnaufen. Innerhalb von kürzester Zeit begegnet er fast allen Gegnern, mit denen er irgendwann im Laufe seiner langen Filmkarriere mal zu tun hatte. Schafft er es seinen Gegenspieler zu besiegen, so bekommt er mit ihm einen Verbündeten, der ihn unterstützt.

Pädagogische Beurteilung:
Der Spieler steuert Spider-Man über futuristisch anmutende Hochhäuserdächer, Dschungellandschaften oder Fabrikgelände. Die Grafik ist bunt und im Comicstil gehalten. Auf seinem Weg zum Endgegner jedes Levels gilt es eine Vielzahl von Gegnern zu besiegen, Türen zu öffnen und z. B. Mechanismen für versteckte Wege zu betätigen. Obwohl der Spinnenmann zunächst nur über wenige Kampffähigkeiten verfügt, stellen die Gegner keine zu große Hürde dar. Er kann wie in den Filmen Netzte spinnen und die Gegner herumschleudern. Außerdem muss er Fässer und Kisten einsammeln um seine Gesundheit zu regenerieren und bekommt Punkte für einmalige besonders starke Attacken. Zum Glück muss er nicht alleine los, sondern kann durch einen zweiten spielbaren Charakter unterstützt werden.
Einmal beim Endgegner des jeweiligen Levels angelangt, erwartet den Spieler eine knifflige Aufgabe. Denn wie in den Filmen verfügen seine Gegenspieler über Spezialfähigkeiten. So kann "Doc Ock" z.B. mit seinen Krakenarmen Gegenstände aufnehmen und dem Spinnenmenschen und seinem Helfer entgegenschleudern. Der Spieler muss also jeweils herausfinden, wie er seine Gegner austricksen kann. "Rhino" ist zum Beispiel gegen fast alle Attacken immun. Mit seinem mächtigen Nashornstachel rast er auf den filigranen Superhelden zu und fügt ihm massiven Schaden zu. Außerdem stampft er auf den Boden und schickt eine Welle los, der Spider-Man ausweichen muss. Das Gegenmittel: Spider-Man muss sich vor eine elektrisch geladene Säule stellen, um das Dickerchen dort hin zu locken. Schafft er es im Letzten Moment vor dem heranrasenden Gegner wegzuspringen, rammt "Rhino" die Säule und verliert Leben. Sein Helfer kann den Kampf verkürzen, indem er Steine aufnimmt und sie dem Riesen entgegenwirft. Einmal bezwungen lässt sich der Gegner als Unterstützer spielen und genau wie Spider-Man in einem Labor mit Zusatzpunkten "fortbilden". So kann Spider-Man zum Bespiel lernen, Gegner in einem Spinnennetz einzufangen und vorübergehend aus dem Kampf nehmen.

Gefragt ist neben Fingerfertigkeit auch etwas taktisches Denken, um die z.T. kniffligen Endbosse zu besiegen. Spielinhalt sind Kämpfe gegen Monster und z. T. menschenartige Wesen. Durch die comicartige und witzige Art der Darstellung wirkt die Gewalt ganz klar abgeschwächt. Es wird nicht mit Kugeln sondern mit Spinnenseide geschossen und Gegner verschwinden einfach wenn sie besiegt sind. Dennoch handelt es sich hierbei im Wesentlichen um ein kampflastiges Spiel, wenn auch ein relativ harmloses.

Fazit:
Die Jugendlichen in unserer Testergruppe spielten Spider-Man vor allem deshalb gern, weil sie nicht allein sondern zu zweit durch die Level rasen konnten. Einziges Manko war ihrer Meinung nach, dass die normalen Gegner auf dem Weg zum Level-Boss kaum unterschiedliche Fähigkeiten hatten, sondern oft nur stumpf aus dem Weg geräumt werden mussten. Mehr Abwechslung hätte hier mehr Spaß bedeutet. Die Gewaltdarstellung in dem Spiel ist comichaft zurückhaltend. Dennoch geht es in Spider-Man im Wesentlichen um das Kämpfen.
Spider-Man und Konsorten wissen besonders männliche Jugendliche zu faszinieren. Die Identifikation mit den Figuren aus den Filmen äußerte sich darin, dass sie gern die Rolle von Superhelden einnahmen.

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
Ü16 Bürgerzentrum Deutz
Köln
Bewertung Spielspass