SpellForce 2: Dragon Storm

Genre
Rollenspiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
JoWooD
Erscheinungsjahr
2007.03
Systeme
PC
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Gelungener Mix aus Strategie & Rollenspiel
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Die Spielgeschichte dieser Erweiterung knüpft nahtlos an den Inhalt von Spell Force II an. Das Imperium Eos ist in großer Gefahr: Die magischen Portale, durch die alle Bewohner von Insel zu Insel reisen, drohen zerstört zu werden. Nur die Shaikan können den Zerfall aufhalten und die Feinde der friedlichen Völker zurückdrängen, denn diese edlen Kämpfer verfügen über wertvolles Wissen und nützliche magische Traditionen.
Diese neue Rasse sowie neue Kampagnen sind nur mit der Erweiterung ‚Dragon Storm’ spielbar.

Pädagogische Beurteilung:
Der Spieler muss zunächst eine Spielfigur erstellen. Leider sind die Gestaltungsmöglichkeiten eingeschränkt, denn lediglich eine Handvoll vorgefertigte Gesichter und Frisuren stehen hierfür zur Verfügung. Der Spieler betritt mit Level 10 die Welt Eos. Das ist sehr gut, denn ein Tutorial und die ersten Probelevel wären für Spieler, die ja schon das Basisspiel kennen, nicht interessant. Der Start geschieht also mitten im Geschehen. Zunächst gilt es, eine belagerte Burg zu verteidigen und angreifende Monster in die Flucht zu schlagen. Im weitern Verlauf erweitern sich rollenspieltypisch durch das Erlernen von mächtigen Zaubern, den Besitz einer besseren Rüstung und das Erlernen neuer Talente nicht nur die Handlungsmöglichkeiten des Spielers, sondern auch sein Aktionsradius in der Welt Eos. Durch das Erfüllen von Aufgaben (sogenannten Questen) steigt der Spieler nach und nach im Rang auf und kann es mit immer stärken Gegnern aufnehmen. Im Rahmen der Erweiterung sind nun auch Drachen als mächtige Verbündete im Kampf einsetzbar und es gibt Arenen, in denen besonders starke Kämpfer auf den Helden warten.

Außerdem steht dem Spieler neben dem selbst erschaffenen Avatar eine Begleitergruppe von Helden zur Verfügung, die er alle einzeln steuern kann. Er kann zur Verteidigung und zum Angriff aus begrenzten Ressourcen verschiede Gebäude errichten, um auf diese Weise den Feind zu besiegen. Gefragt ist vor allem strategisches Denken. Eine Herausforderung: Der Spieler muss zusätzlich Prioritäten setzen, denn es gibt immer mehrere Dinge simultan zu erledigen. Einer der Helden wird angegriffen und gleichzeitig hämmern die Rammböcke des Feindes auf die Mauern der eigenen Festung ein? Erfolg haben vor allem Spieler, denen es Spaß macht geschickt zu Planen. Sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen ist ebenfalls von Vorteil.

Grafisch ist das Spiel sehr anspruchsvoll gestaltet. Musik und Geräuschkulisse passen wunderbar in die epische Geschichte voller Magie und Abenteuer. Die Kampfdarstellung wirkt im Vergleich zu anderen Rollenspielen recht nüchtern - es bleiben keine Leichen zurück. Sterben die eigenen Helden einmal, so werden sie nach 2 Minuten automatisch wiederbelebt und ins Spiel zurückgeschickt. Trotzdem hat im Spiel nur derjenige Erfolg, der sich mit kämpferischen Mitteln behauptet. Dem Spieler bietet sich nicht die Möglichkeit, durch diplomatisches Geschick oder schlaues Handeln seine Gegner zu besiegen.

Fazit:
Durch die relativ hohen Spielforderungen hatten auch die Tester aus der 16er Gruppe anhaltenden Spaß am Spiel. Gerade Jungen sind von dem gelungenen Genremix begeistert. "Hier kann ich selber bestimmen ob ich magische Fähigkeiten einsetze oder lieber in den Nahkampf gehe. Aber anstatt die ganze Zeit "questen" zu müssen, kommt auch mein Interesse an strategischen Spielen nicht zu kurz. Immer wieder muss ich feindliche Städte einnehmen oder meine eigenen verteidigen. Das alles mit einer verständlichen Steuerung" schwärmt Maurice aus der Testergruppe. Die Gewaltdarstellung des Spiels gib sich zurückhaltend. Dennoch ist die kriegerische Auseinandersetzung die einzige Alternative um im Spiel zu gewinnen.