Great Battles of Rome

Genre
Action-Strategie
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 14 Jahre
Vertrieb
The History Channel
Erscheinungsjahr
2007.06
Systeme
PC, Playstation 2, PSP
System im Test
PC
Kurzbewertung
reines Taktikspiel für Genre-Fans
Gruppenleiter
Benjamin Liersch
Bürgerzentrum Deutz
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Beschreibung des Spiels:
Ein Schlückchen Zaubertrank und dann mit wirbelnden Fäusten mitten in die römischen Legionen. Bei den Worten "taktische Vorüberlegungen" würde sich ein ganzes (wohlbekanntes) gallisches Dorf vor Lachen biegen und Obelix würde sich an den Kopf tippen und verdutzt "Die spinnen, die Römer" murmeln!
Bei "Great Battles of Rome" (Kurz GBR) kommt kein Zaubertrank zum Einsatz, ein taktisch kluges Vorgehen ist also umso ratsamer, wenn man die eigenen Mannen nicht innerhalb kurzer Zeit vom Schlachtfeld flüchten sehen will. Der Spieler übernimmt hier die Rolle eines Kommandanten und schickt seine Legionen in historische Kämpfe, die es natürlich zu gewinnen gilt. Die Truppen werden von Schlacht zu Schlacht wieder übernommen, können in Spezialfähigkeiten trainiert und besser ausgestattet werden. Die Soldaten reichen vom einfachen Sperrkämpfer bis hin zu Reiter auf Kriegselefanten. Das Spielen von "Great Battles of Rome" schließt immer zwei Aufgaben ein. Zum einen die Management-Aufgaben im Lager (trainieren, ausrüsten und heilen von Einheiten) und zum anderen das Aufstellen und Befehligen der Einheiten im Kampf. Nachgespielt werden wichtige Schlachten zur Zeit des römischen Reiches.

Pädagogische Beurteilung:
GBR wird mit der Maus gesteuert. Die Steuerung des Spiels fällt zudem unkompliziert aus und die jugendlichen Tester kamen damit ohne Probleme zurecht. Die Einbettung in den historischen Kontext wurde von den Testern lobend hervorgehoben: "Die Hintergrundgeschichte war gut und erklärte die Gründe für die Schlacht die man gerade machte." (Spieler 13 Jahre). Die Jugendlichen zeigten hierüber auch Interesse am Ausgang der Geschichte. In Hinblick auf die Musik und den Ton herrschte zwischen den Testern Uneinigkeit. während auf der einen Seite sehr gute Bewertungen vergeben wurden "weil man die Kampfgeräusche und die Stimmen der Einheiten gehört hat" (Tester, 13 Jahre), wurde auf der anderen Seite auch bemängelt. Die musikalische Untermalung sei zu eintönig (sinngemäß: Tester, 15 Jahre). Bei der Bewertung der Grafik fielen die Stimmen einiger aus. Die jugendlichen Tester bewerteten diese als sehr gelungen. Gelobt wurde unter anderem die sehr gute Gestaltung der Einheiten (sinngemäß: Spieler, 13 Jahre) und, dass man die "Details gut erkennen kann, auch wenn man ganz nah heran zoomt." (Spieler, 15 Jahre). Insgesamt wurde die Atmosphäre des Spiels als sehr spannend beschrieben. Verantwortlich dafür sei die Entwicklung einer Strategie und die ihre Umsetzung gewesen (sinngemäß: Spieler, 13).

GBR bietet dem Spieler zwei verschiedene Spielmodi: den Kampagne-Singlplayer-Modus und den Multiplayer-Modus. Ersterer lässt sich nur innerhalb der (vorgefertigten) Hintergrundgeschichten (Kampagnen) spielen, was von den jugendlichen Testern kritisiert wurde: "Es sollte einen Modus geben wo man Gegner und Einheiten selber auswählen kann." (Spieler, 13 Jahre). Dies weißt darauf hin, dass es den Spielern auch Spaß gemacht hätte, sich selbst spontan Szenarien auszudenken und diese Kämpfe dann anschließend auszutragen. Der Mehrspielermodus (hier ist nur ein Gegen- und kein Miteinander möglich) wurde von den Testern gut aufgenommen. Es machte ihnen Spaß sich als Stratege zu beweisen. Sie investierten vor dem eigentlichen Gefecht viel Zeit in das Erstellen und Optimieren ihrer Armee.

Fazit:
GBR ist ein reines Taktikspiel, welches Schlachtszenarien römischer Legionen fokussiert. Politisches Geschick, strategische Komponenten oder gar Stadtplanung sind nicht Inhalt des Spiels. Positiv zu beurteilen sind die mannigfaltigen taktischen Möglichkeiten, die das Spiel bietet. GBR bietet so einen Einblick in militärische Strategie. Geschichtslehrer dürften sich vielleicht darüber freuen, dass in GBR verschiedene Namen, Begriffe und Geschehnisse dieser Epoche genannt werden. Insgesamt hinterließ das Spiel bei den jugendlichen Testern einen guten Eindruck. In Hinblick auf Gewalt und Komplexität ist dieses Spiel Kindern ab 12 Jahren zuzumuten.

Getestet wurde die PC-Version

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Spieletester
Bürgerzentrum Deutz
Köln
Bewertung Spielspass