Attack on Pearl Harbor

Genre
Shooter
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 14 Jahre
Vertrieb
Atari
Erscheinungsjahr
2007.07
Systeme
PC
System im Test
PC
Kurzbewertung
Einfallsloser Arcade-Shooter im Zweiten Weltkrieg
Gruppenleiter
Benjamin Liersch
Bürgerzentrum Deutz
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Beschreibung des Spiels:
"Dieses Spiel ist all jenen Männern und Frauen gewidmet, die auf beiden Seiten mutig für ihr Land kämpften", heißt es pathetisch in der Bedienungsanleitung zu dem Flugkampfspiel "Attack on Pearl Harbor". Mit den "beiden Seiten" sind Japaner und Amerikaner während des zweiten Weltkrieges gemeint. Im Spiel selbst bekämpft man dann auch mit den tödlichsten japanischen und US-amerikanischen Flugzeugen gegnerische Flugzeuge, Bodeneinheiten und Schiffe.

Pädagogische Beurteilung:
Man steuert die Kampfflugzeuge mit Maus und Tastatur. Natürlich kann statt dessen auch ein Joystick verwendet werden. "Attack on Pearl Harbor" legt dabei keinen Wert auf die realistische Simulation, sondern bietet leicht bedienbare Action: Bewegen des Gefährt mit der Maus, Maschinengewehre abfeuern mit linker Maustaste, Bomben, Raketen oder Torpedos mit der rechten. Beschleunigen mit "Y" und Geschwindigkeit drosseln mit "X" - Das war es auch schon in Sachen Steuerung. Sicher ein Grund dafür, dass die jugendlichen Tester die Steuerung einstimmig als sehr einfach beurteilten. Gefragt nach der Hintergrundgeschichte des Spiels antwortete ein jugendlicher Tester (13 Jahre), dass sie "unwichtig" sei. Dementsprechend unwichtig war ihm auch der Ausgang der Geschichte. Ein anderer Tester (13 Jahre) beurteilte die Hintergrundgeschichte als gut, auf Dauer jedoch langweilig.
Grafisch fand das Spiel bei den Spielern Anklang. Gelobt wurden insbesondere die Darstellung von Explosionen und abstürzenden Flugzeugen. Der Ton erregte bei den Testern kein großes Aufsehen, lediglich die mangelnde Verständlichkeit der Funkdurchsagen wurde kritisiert ("Es war so verzerrt, dass man kaum was verstanden hat.", Spieler, 13 Jahre). Die rasanten Kämpfe in der Luft wurden von den jugendlichen Testern als spannend beschrieben, allerdings hielt die Begeisterung zum Teil nicht lange an: "Am Anfang hat mir das Fliegen sehr viel Spaß gemacht, am Ende war es nur noch langweilig." (Spieler, 13 Jahre). Insgesamt hinterlässt dieses Spiel den muffigen Geruch des Bellizismus. Einer unserer jugendlichen Tester beurteilte die Spielatmosphäre folgender Maßen: "Sie war ruhig, machte aber nicht den traurigen Eindruck von Krieg, was ich sehr schade finde, da so der Krieg verharmlost wird." (Spieler, 13 Jahre).

Fazit:
Wieder einmal ein Spiel, das von der grausamen Realität des Schlachtfeldes spricht, das Kriegsführen jedoch im selben Moment als Werk von Helden darstellt. Hier geht es ausschließlich um das unkomplizierte "Abknallen" von Gegnern, was, ungeachtet aller Kritik am Umgang mit der Thematik Krieg, auf die Dauer schnell langweilig werden kann. Die Grafik des Spiels ist gut und der Einstieg gelingt aufgrund der simplen Steuerung einfach. Mehr lässt sich über dieses Spiel leider nicht sagen.

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Spieletester
Bürgerzentrum Deutz
Köln
Bewertung Spielspass