Diablo 2

Genre
Rollenspiele
USK
ab 16 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 16 Jahre
Vertrieb
Blizzard Entertainment
Erscheinungsjahr
2000.06
Systeme
PC
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Motivierendes Action-Rollenspiel mit Kultcharakter
Autor
Matthias Reitzig
Einzeltest
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Nach seinem Erscheinen 1996 führte "Diablo" ein damals neues Spielprinzip ein: Das Hack `n Slay Action-Rollenspiel. Eingebettet in ein mittelalterliches Fantasy-Ambiente, schlägt sich der Spieler im Laufe des Spieles in der Rolle eines tapferen Helden durch Horden von Monstern, was ihn nach und nach durch den Erwerb von Erfahrungspunkten hierbei immer besser werden lässt. Außerdem lassen die erschlagenen Feinde häufig Ausrüstungsgegenstände fallen, die dann vom Spieler weiter genutzt werden können. Dies löst eine Art Sammelleidenschaft beim Spieler aus, die zu einem großen Teil den Reiz des Spieles ausmacht.
"Diablo 2" hat das erfolgreiche System des Vorgängers übernommen und erweitert. Statt der drei Klassen des Vorgängers hat der Spieler nun die Wahl aus fünf, mit der Erweiterung "Lord of Destruction" sogar aus sieben verschiedenen Berufen. Neben einem wilden Barbaren, der seinen Gegnern mittels Kriegsschreien und brachialer Gewalt zu Leibe rückt, stehen dem Spieler beispielsweise auch eine Jägerin, die sich auf den Fernkampf spezialisiert hat, oder ein Paladin, der von göttlicher Macht verstärkt in den Kampf zieht, zur Auswahl.
"Diablo 2" macht konsequent da weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat. War man im ersten Teil des Action-Adventures noch nur in dunklen Katakomben unterwegs, kann man nun auch in Außenarrealen auf Monsterjagd gehen. Das Spiel ist unterteilt in vier Akte, an deren Ende jeweils ein Endgegner auf den Spieler wartet. Diese Abschnitte unterscheiden sich außerdem auch thematisch. So ist man in einem Areal in der Wüste unterwegs, in einem anderen im Dschungel. Der Plot (die Geschichte) des Spiels ist schnell erzählt: Der Herr des Schreckens, Diablo, der im ersten Teil des Bestseller-Spiels bereits einmal geschlagen wurde, hat sich aus seinem Gefängnis befreit und muss nun endgültig vernichtet werden.

Pädagogische Beurteilung:
"Diablo 2" motiviert vor allem durch den bereits angesprochenen Sammeltrieb. Der Spieler wird ständig mit neuen Gegenständen belohnt, die teilweise auch miteinander kombiniert werden können. Auch das Erreichen einer neuen Erfahrungsstufe des Charakters wird hoch belohnt: Neben dem Verbessern der grundlegenden Eigenschaften wie Stärke oder Intelligenz können nun auch die Spezialfähigkeiten des Helden verbessert oder neu gelernt werden, was zu ganz neuen Kampfsituationen führen kann. Diese Mechanismen können auch eine gewisse Suchtbildung mit sich bringen. "Diablo 2" ist ein Spiel, von dem man sich mitunter nur schwer lösen kann.
Spielbedingt gibt es keinen gewaltlosen Lösungsweg der Geschichte, was aus pädagogischer Sicht sicher negativ hervorzuheben ist. Darüber hinaus ist die Gewaltdarstellung im Spiel durchaus explizit: Feinde brechen blutüberströmt zusammen oder verlieren das eine oder andere Körperglied. Allerdings werden ausnahmslos mythische Wesen getötet, keine Menschen.

Fazit:
"Diablo 2" ist auch heute noch, sieben Jahre nach seinem Erscheinen, für viele Spieler das beste Hack `n Slay Spiel. Trotz veralteter Grafik motiviert das Spielprinzip nach wie vor hervorragend. Die Gewaltdarstellung im Spiel ist Explizit und es gibt neben dem gewalttätigen Handeln keine alternativen Lösungswege. Geeignet ist "Diabolo 2" daher nur für junge Erwachsene ab 16 Jahren.