Guitar Hero: Rocks the 80s

Genre
Gesellschaftsspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Activision
Erscheinungsjahr
2007.07
Systeme
Playstation 2, Xbox 360
System im Test
Playstation 2
Kurzbewertung
Gitarrensimulation mit Songs der 80er
Redaktion
Torben Kohring
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Beschreibung des Spiels:
Den wenigsten wird der Name Ochi "Dainoji" Yosuke etwas sagen. Yosuke ist Luftgitarrenweltmeister 2007 und in seinem Land (Japan) ein Superstar. Die Spielreihe Guitar Hero ermöglicht dem Spieler mittels eines speziellen Gitarren-Controllers Lieder nach Luftgitarrenmanier nachzuspielen – ein riesen Spaß! Luftgitarre wird in der Regel zu den Klassikern des Heavy Metals praktiziert und es war absehbar, dass auch Activison das Angebot der Guitar-Hero-Reihe um einen Ableger mit den größten Gitarrenriffs der 80er Jahre erweitert. Den dritten Platz bei den Lustgitarrenweltmeisterschaften belegte übrigens der Deutsche Christian "Heart Buckboard" Sweep.

Dem Spieler werden 30 Songs aus den 80ern geboten, wobei die Musikstile Heavy Metal und Punk den größten Anteil ausmachen. Der Spieler muss auf einem mitgelieferten Gitarrencontroller im richtigen Augenblick mit der rechten Hand die Anschlagleiste treffen und dazu mit der linken Hand eine oder mehrere von fünf Tasten auf dem Griffbrett drücken. Die Reihenfolge und Geschwindigkeit dazu wird auf dem Fernseher von einer Art Laufband vorgegeben. Wird eine bestimmte Menge an Tönen nicht getroffen, muss der Spieler den Song von neuem beginnen. Trifft der Spiele jedoch 10 Töne hintereinander korrekt, erhöht sich die Punktzahl pro getroffenem Ton. Schwierige Passagen geben dem Spieler die Möglichkeit, einen Superstarmodus auszulösen, der besondere Boni freischaltet und das Spiel toleranter gegenüber falsch gespielten Tönen werden lässt.

Pädagogische Beurteilung:
"Guitar Hero: Rocks the 80s" bietet bei der Songauswahl leider nicht die gewohnte Qualität der beiden Vorgänger. Die wirklichen Klassiker fehlen in diesem Spiel und machen es durch die Songauswahl hauptsächlich für Fans der Serie und der Rockmusik der Achtziger interessant. Vor allem für Jugendliche wird die Songsauswahl nicht ansprechend genug sein. Zu wenig Songs gehen auch dem Laien ins Ohr und von der Hand - wer möchte schon der Gitarrist einer ihm unbekannten Band sein? Dabei hätte gerade die Musik der 80er genügend Potential, um Spiel und Spieler richtig in Fahrt zu bringen. Ein wenig scheint es so, als habe man sich die richtigen Erfolgshits für den vierten Teil der Serie aufgehoben, der im Winter 2007 erscheint und vor Superhits nur so strotzten soll.
Der Umfang entspricht zudem nicht ganz dem des Vorgängers, da keine Zusatzsongs im Shop gekauft werden können und sich die Songauswahl damit auf die 30 Freispielbaren beschränkt. Das Design des Spiels wurde dezent an die Themenzeit angepasst. Trotzdem kommt dem geübten Guitar-Hero-Spieler vieles bekannt vor - gänzlich Neues sucht man leider vergeblich. Hier ist viel Potential verspielt worden, da gerade die 80er für verrückte Outfits, knallbunte Bühnen und egozentrische Auftritte bekannt sind. Hier wirkt alles ein wenig so, also habe man das ältere Spiel neu verkleidet aber nichts Grundlegendes geändert. Die technische Umsetzung entspricht der des Vorgängers und ist durchweg ein Beispiel für ergonomische Steuerung.

Für eine ausführliche pädagogische Beurteilung lesen sie bitte den Test zu Guitar Hero 2.

Fazit:
"Guitar Heros rocks the 80s" bietet weniger Songs und eine schwächere Songsauswahl als seine Vorgänger. Neueinsteiger greifen also lieber zu "Guitar Hero 2". Das Spiel ist in erster Linie etwas für Fans der Serie und der 80er Jahre.