Two Worlds

Genre
Rollenspiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 14 Jahre
Vertrieb
Reality Pump
Erscheinungsjahr
2007.05
Systeme
PC, Playstation 3, Xbox 360
System im Test
PC
Kurzbewertung
Gelungenes Rollenspiel in einer riesigen offenen Spielwelt
Gruppenleiter
David Dahlmann
Bürgerzentrum Deutz
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Beschreibung des Spiels:
Kira, die schöne Schwester des Protagonisten, ist auf mysteriöse Weise entführt worden. Seitdem wird sie von einer gefährlichen Vereinigung irgendwo im Land Antaloor gefangen gehalten. Sie wiederzufinden und zu befreien ist Ziel des Spiels. Da die Welt von Antaloor riesig ist und zahlreiche verfeindete Fraktionen sowie unberechenbare Monster beheimatet, scheint die Suche zunächst aussichtslos. Doch mit der Zeit häufen sich die Hinweise auf das Schicksal der Schwester. Der Held dieses Spiels, der mit der Zeit mehr und mehr an Erfahrung gewinnt, verdingt sich als Kopfgeldjäger und macht sich bei seinen Auftraggebern beliebt. Sein Kampfstil und seine Ausrüstung wird stetig besser, so dass er seinem Ziel, die Schwester zu befreien, stetig ein Stück näher rückt.
Schließlich findet er heraus, dass neben der real sichtbaren Welt Antaloors noch eine geheimnisvolle Parallelwelt existiert, die er an bestimmten Stellen wahrnehmen kann.

Pädagogische Beurteilung:
Das Erstellen des Charakters, mit dem der Spieler seinen Streifzug durch Antaloor beginnen wird, gestaltet sich unspektakulär. Es steht nur eine Figur zur Auswahl, deren Aussehen minimal verändert werden kann. Jetzt noch schnell das kurze Einstiegs-Tutorial (eine Art Übungs-Lektion) gespielt und schon öffnen sich die geschmiedeten Tore nach Antaloor. In der weiteren Charakterentwicklung, die genretypisch so etwas wir das Herz des Spieles ist, bleiben kaum Wünsche offen. Der Spieler entscheidet selber, ob er seinen Helden in der Geschichte zum schlauen Magier, tückischen Schurken oder edlen Bogenschützen werden lassen möchte. Je nach Spezialisierung stehen ihm im weiteren Spielverlauf unterschiedliche Fähigkeiten zur Verfügung. Der Schurke kann heimlich die Taschen der NPCs (Non Playing Character, was übersetzt "Nichtspieler-Charaktere" bedeutet und alle Spielfiguren meint, die mit dem Spieler interagieren) ausrauben, Magier können gefährliche Gegner im Nu mit mächtigen Zaubersprüchen besiegen und Bogenschützen halten Feinde mit gezielten Schüssen auf Abstand. Gefällt dem Spieler die Spezialisierung nicht mehr, kann er bestimmte NPCs ansprechen, um die Spezialisierung zu verändern. Der Clou: Es muss kein komplett neuer Charakter gestartet werden um eine andere Spezialisierung ausprobieren zu können. Eines muss man aber in jeder Rolle: angebotene Aufträge erledigen. Denn nur hierdurch bekommt man neue Informationen über den Verbleib der Schwester. Oft beinhalten Aufträge, dass Gegner vernichtet werden müssen. Die grafische Darstellung der Kämpfe ist zwar realistisch, aber nicht übertrieben brutal. Stirbt die Figur, wird sie an einem der vielen Wiederbelebungspunkte ins Spiel zurückgeholt. Jeder besiegte Gegner hinterlässt in der Regel Geld und mehr oder Gegenstände mit unterschiedlichen Funktionen und Wert. Erbeutetes kann der Spieler seinem Inventar hinzufügen und nach Wunsch selber nutzen oder an einen Händler verkaufen.
Die grafische Darstellung der Landschaft mit lebendigem Tag/Nacht–Rhythmus ist eindrucksvoll. Riesige Wälder und Seen wechseln sich ab mit schönen Städten, die der Spieler frei erkunden kann. Grenzen in der Welt entstehen nur z. B. durch Gegner (z. B. ein Wolfsrudel), die bestimmte Bereiche bewohnen und die weder zu besiegen noch zu umgehen sind. Hier heißt es: Abwarten, Erfahrungspunkte sammeln und später erneut versuchen. Das Spiel schafft auf diese Weise Ordnung im Spielverlauf, indem es den Spieler auf einem bestimmten Fortschrittsniveau nur bestimmte Bereiche der Spielwelt betreten lässt, ohne jedoch das Gefühl zu vermitteln, die Handlungsfreiheit einzuschränken. Einziger Wehrmutstropfen: Gerne hätten wir in unserer Testergruppe den enthaltenen Mehrspielermodus getestet, in dem bis zu acht Computer mit einander ein Netwerk bilden, dass auf diese Weise acht Spieler zusammen durch Antaloor reisen können. Diese Funktion zeigte jedoch in unserem Fall technische Probleme. Es ist aber zu erwarten, dass in kürze ein Patch des Herstellers dieses Problem beheben wird.

Fazit:
Die Jugendlichen in unseren Testergruppe waren begeistert von "Two Worlds". Besonders gefiel ihnen die offene Spielewelt, in der es immer etwas Neues zu entdecken gab. Gerne probierten sie die verschiedenen Spezialisierungsmöglichkeiten aus und erlebten sich als ehrenhafter Held, der immer dazulernt und sich auch gegen fiese Gegner behaupten kann. Sie kamen sich vor, als spielten sie die Hauptfigur in einem Fantasyfilm.
Der enthaltene Mehrspielermodus, in dem bis zu acht Spieler über eine Netzwerk zusammen durch Antaloor reisen können, konnten wir in unseren Tests leider nicht erfolgreich ausführen. Gewalt wir in dem Spiel in Form von Kämpfen zwar thematisiert, ist jedoch weder dominierender Spielinhalt noch besonders brutal inszeniert. Kurz gesagt: Die Gewaltdarstellung dieses Spiel ist Jugendlichen und jungen Erwachsenen ab 14 Jahren zuzumuten.

Hinweis: Die Verpackung des Spiels besitzt irrtümlicher Weise eine USK 16 Kennzeichnung, freigegeben wurde es von der USK jedoch ab 12 Jahren.

USK Einstufung - Two Worlds

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Spieletester
Ü16 Bürgerzentrum Deutz
Köln
Bewertung Spielspass