Silverfall

Genre
Rollenspiele
USK
ab 16 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 16 Jahre
Vertrieb
Monte Cristo
Erscheinungsjahr
2007.03
Systeme
PC, Playstation Portable
System im Test
PC
Kurzbewertung
Rollenspiel mit schwacher Steuerung
Gruppenleiter
David Dahlmann
Bürgerzentrum Deutz
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Beschreibung des Spiels:
Die Stadt "Silverfall", die Hauptstadt des phantastischen Königreichs Nelwe, wird von einer gewalttätigen Horde überrannt. Einige Einwohner der Stadt können sich in das nahgelegene Sumpfland flüchten und dort ein kleines Lager aufbauen. In diesem Lager wächst eine neue Generation von Kriegern heran, die für die Überlebenden die letzte Hoffnung sind: Sie sollen das Umland und die einst so prächtige Stadt aus der Macht der jetzt herrschenden Toten und Zombies befreien.

Pädagogische Beurteilung:
Wie nicht anders zu erwarten, ist es am Spieler einen der hoffnungstragenden jungen Kämpfer aus dem Sumpfland zu spielen. In der Einführungsszene spielt er einen mächtigen Magier, der an der Schlacht um Silverfall teilnimmt und die Schar der Überlebenden aus der Stadt führen soll. Mit starken Zaubern räumt er miese Zombies und scharenweise Untote, die den Flüchtlingen auflauern, aus dem Weg. Nach diesem Intro beginnt das eigentliche Spiel. Der Spieler erstellt seine Spielfigunr, einen Troll, Goblin, Menschen oder Elfen, und startet so in den Sümpfen seine Befreier-Karriere.

In der Spielewelt von Nelwe gibt es einen Konflikt zwischen Anhängern der Technik und solchen, die sich der Natur verschrieben haben. Schon früh muss der Spieler entscheiden, welchem Weg er folgen möchte. Die Benutzung von bestimmten Gegenständen und das Erlernen von Spezialfähigkeiten ist abhängig von der gewählten Ausrichtung. Dieses Spiel mit dem Gegensatz von Natur und Technik ist ein klassisches Thema vieler Rollenspiele, wie z. B. dem Klassiker "Arcanum: Von Dampfmaschinen und Magie".

Anfänglich noch schwächliche Zauber bildet der Held mit der Zeit immer stärker aus und im Spiel gefundene Rüstung ersetzt nach und nach die bescheidene Kleidung. Durch Quests (Aufgaben, die der Spieler erledigen muss) oder das Besiegen von Monster bekommt er Erfahrungspunkte, die ihn nach und nach immer stärker werden lassen. Im Laufe des Spiels schließen sich dem Spieler einige computergesteuerte Wegefährten an, die ihn bei seinen Kämpfen unterstützen. Ebenso wie sich selber kann der Spieler auch diese Freunde mit wertvolleren Gegenständen ausrüsten, die er in der Spielwelt findet. Das Spiel wird mit nur zwei Maustasten gesteuert. Ob kleiner Magielehrling oder erfahrener Kriegsheld – abwechselnder Rechts- und Linksklick sichern den Erfolg über fast jede Situation. Zwar können auch mit bestimmten Tasten der Tastatur bestimmte Bewegungen ausgeführt werden, meist reicht aber die Maussteuerung. Dieser Umstand war unseren jugendlichen Testern einfach zu simpel und ließ den Spieleifer schon nach kurzer Zeit verblassen. Die Steuerung, die man auf dem PC übrigens nicht verändern kann, offenbarte noch mehr Grund für Ärger. Um sich fortzubewegen muss mit der linken Maustaste ein Punkt im Sichtfeld des Spielers ausgewählt und angeklickt werden. Auf diesen läuft die Spielfigur nun ununterbrochen zu, solange bis ein anderer Punkt ausgewählt wurde. Deshalb kam es immer wieder vor, dass Monster plötzlich aus dem Nichts auftauchen und die Spielfigur attackieren. Da aber dieselben Tasten, die für die Steuerung notwendig sind, auch für die Kampfbewegungen genutzt werden, rennt der arme Held meistens einfach mitten in sein Verderben.

Die grafische Darstellung des Spiels ist zweigeteilt. Während die Landschaft detailliert und abwechslungsreich dargestellt wird, wirken Gebäude, Lebewesen und Gegenstände irgendwie plump und klobig. Ein unübersehbarer schwarzer Konturstrich um jede Figur, der sich allerdings ausstellen lässt, verstärkt diesen Eindruck.
Im Mittelpunkt des Spiels steht genreüblich die kämpferische Auseinandersetzung mit einem oder mehreren Gegnern, meist Monster-Kreaturen, Skelette oder Wildtiere. Diese Kämpfe werden mit Geräuschen (Schwerterschlagen, Stöhnen usw.) untermalt. Gefallene Gegner hinterlassen Gegenstände und verblassen danach sofort. Abgetrennte Körperteile sind nicht zu sehen. Stirbt der Spieler, muss er in Unterhosen von einem Friedhof aus zu der Stelle laufen, wo er gestorben ist, um seine Ausrüstung zurückzubekommen.

Fazit
In unseren Spieletests konnte sich keiner der Tester so richtig für "Silverfall" begeistern. Die vielen Probleme mit der ungenauen Steuerung führten dazu, dass das Spiel beendet wurde, bevor eine Identifikation mit der Spielfigur stattfinden konnte. Eine stimmige Story hätte zumindest Fans von Rollenspielen packen können. Der Multiplayermodus, in dem maximal acht Teilnehmer mit- oder gegeneinander spielen können, konnte aus Zeitgründen von uns nicht getestet werden.

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Spieletester
Ü16 Bürgerzentrum Deutz
Köln
Bewertung Spielspass