Frag doch mal... Das Maus-Quiz für die ganze Familie

Genre
Gesellschaftsspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
emme / Avanquest Deutschland GmbH
Erscheinungsjahr
2008.01
Systeme
PC
System im Test
PC
Kurzbewertung
Lehrreiches und unterhaltsames Quiz für die ganze Familie
Gruppenleiter
Dirk Poerschke
Game On/Two Kinderhilfezentrum Düsseldorf
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Beschreibung: 
Fragen stellt man sich doch eigentlich immer?
Warum ist der Himmel blau? Wie kommt das Salz ins Meer und die Streifen in die Zahnpasta? Wie kommt die Musik auf die CD und warum sind Bananen krumm?
Die "Lach- und Sachgeschichten für Fernsehanfänger", die heute "Die Sendung mit der Maus" heißen, hat seit ihrem ersten Fernsehauftritt 1971 ihren großen und kleinen Zuschauern viele dieser Fragen jeden Sonntag erfolgreich, anschaulich und humorvoll beantwortet. Für diese Leistung wurden die Macher der "Sendung mit der Maus" mit vielen Preisen geehrt und die Sendung läuft inzwischen in über 100 Ländern weltweit und gilt als eine der erfolgreichsten deutschen Fernsehproduktionen überhaupt.
"Frag doch mal die Maus" lautet der Titel einer bislang einzigartigen Aktion, die das Team der "Sendung mit der Maus" (WDR/ARD) unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler 2005 initiiert hat. Zum Auftakt wurden über einen großen Aufruf aus insgesamt 75.955 gesammelten Fragen Deutschlands meist gestellten Kinderfragen ermittelt. An dem großen Fragenaufruf beteiligen sich auch zahlreiche prominente Freunde der Maus. So fragte z.B. Harald Schmidt "Hat der Maulwurf so viele Dioptrien wie ich?". Bei der Beantwortung der Kinderfragen konnte die "Sendung mit der Maus" auf die Unterstützung namenhafter Institutionen zählen.
Als "Frag doch mal…"-Kooperationspartner haben sich die FRAUNHOFER-GESELLSCHAFT, die LEIBNIZ-GEMEINSCHAFT und die Dachorganisation der großen deutschen Wissenschaftsorganisationen WISSENSCHAFT IM DIALOG beteiligt. Darüber hinaus wird die Aktion vom GOETHE INSTITUT, dem BÖRSENVEREIN DES DEUTSCHEN BUCHHANDELS und dem MEDIENZENTRUM RHEINLAND unterstützt.

"Frag doch mal …" will die allgemeine Fragelust fördern und dazu beitragen, den natürlichen Wissensdurst von Kindern (und Erwachsenen) zu stillen und einen Wissensdurst wieder zu wecken.

Pädagogische Beurteilung:
Ist dies mit einem Computerspiel wirklich möglich?
"Frag doch mal…" ist ein Quiz und ein Familienspiel am Computer. Bei den ganzen Diskussionen und Meinungen unterschiedlicher Generationen, ob Computerspiele nun positiv oder negativ zu bewerten sind, ein toller Ansatz, die ganze Familie gemeinsam am PC spielen zu lassen. Ob bei einem Brettspiel oder bei diesem Spiel, das gemeinsame Erleben und der Spaß, gegeneinander/miteinander zu spielen kommt bei "Frag doch mal…" gleichwertig zu den traditionellen Familienspielen zum Tragen.
Dieses Spiel bietet pädagogisch wertvolle Inhalte und beste Unterhaltung für Groß und Klein. Dazu ist es jedoch absolut nötig, das Spiel zusammen mit dem angebotenen Controller zu kaufen. Der Controller verfügt über 4 verschiedenfarbige Drucktasten ähnlich den Controllern der BUZZ-Serie, mit denen man die Spielefunktionen steuern kann.
Der Versuch der Testergruppe ohne die Controller an einer PC-Tastatur zu spielen, sorgte für unnötigen Frust und nahm dem Spiel in diesem Augenblick viel von seiner Faszination.
Die Installation der Spiel-Software und die anschließende Installation des Controllers über eine USB-Schnittstelle machten im Test keine Probleme und waren auch von den jungen Testern mit ein wenig Hilfestellung ohne größere Probleme zu meistern. Der Test erfolgte unter Windows XP und Vista. Nach der Installation erscheint ein Feld, mit dem man die Spieloptionen einstellen kann.
Zur Auswahl stehen ein kurzes, mittleres und langes Quiz. Über diese Option ist man in der Lage, die Dauer des Spieles zu beeinflussen: eine gute Sache, wenn man sich die Diskussionen über die Dauer von Bildschirmspielen und die damit vielfach verbundene Verunsicherung von Eltern vor Augen führt. Alle Mitspieler nehmen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden an dem 1000 Fragen umfassenden Quiz teil. Leicht, Mittel, Schwer und einen Mix aus diesen Schwierigkeitsgraden stehen für die verschiedenen Spieler zur Auswahl. Damit wird keine Alterstufe ab 5 Jahren ausgeschlossen und die Erwachsenen werden beim Spiel mit den Kleinen nicht unterfordert. Der Ansatz eines Generationenspiels wurde zumindest in diesem Punkt vorbildlich umgesetzt. Im Startmenü gibt es eine kurze Erklärung des Spielablaufs und der Regeln. Zusätzlich gibt es ein so genanntes "Schlaues Buch", ein Menüpunkt, in dem sich Film-Clips (insgesamt zwei Stunden) zu verschiedenen Fragen mit Achim Maiwald verstecken, die allerdings erst im Verlauf vieler Quizrunden vollständig freigeschaltet werden. Achim Maiwald, einer der Mitbegründer "Der Sendung mit der Maus", gibt dort ausführliche Antworten auf ca. 40 Fragen, die im Spiel auftauchen.
Nach dem Start ins Spiel können die Mitspieler bestimmen, mit wieviel Personen sie spielen möchten, ihre Namen eingeben und in welchen Team oder mit welcher Spielfigur sie spielen möchten. Zur Auswahl stehen dabei die Figuren Maus, Elefant und Ente. Toll animiert und identisch mit den Figuren, die man aus dem Fernsehen kennt. Besonders jüngere Kinder und Fans der Sendung bekommen hier eine gelungene Quizpräsentation geboten.
Wieso man allerdings beim Controller über 4 Eingabegeräte verfügt und im Spiel nur 3 Parteien wählen kann, konnte im Test nicht geklärt werden. Vielleicht kann das Spielprinzip von den Entwicklern per Patch noch auf 4 Spieler erweitert werden.
Natürlich kann man dann 2 gegen 2 oder andere Konstellationen wählen. Weshalb es aber in einem 4-Personen-Haushalt immer ein Team geben muss, damit alle spielen können, konnte sich besonders aufgrund der vorhandenen technischen Möglichkeiten nicht erschließen lassen. Im Anschluss an die Voreinstellungen beginnt das eigentliche Quiz.
Es gibt Spielfelder, auf denen man sich durch Würfeln fortbewegt, dabei gibt es aber keinen Wettlauf, sondern man versucht mit Fragen- und Ereignisfeldern die meisten Punkte zu sammeln. Bei den Fragen gibt es 3 verschiedene Fragetypen. Man kann einerseits unter 4 vorgegebenen Antworten eine Auswahl treffen, man kann Schätzungen zu Fragen abgeben oder verschiedene zur Auswahl stehende Gegenstände in die richtige Reihenfolge bringen.
Bei Mehrspielerpartien ist es möglich, die Beantwortung der Fragen über die Geschwindigkeit des Drückens des Controllers zu steuern. Für die Beantwortung der Fragen gibt es ein Zeitlimit, die unsere Spieletester in Düsseldorf forderte, aber dabei nicht übertrieben unter Druck setzte.
Es sind außerdem noch "Spiel doch mal-Felder" und "Mach doch mal-Felder" zu meistern. Hinter den "Spiel doch mal-Feldern" verbergen sich kleine Minispiele wie z.B. ein Rennspiel oder eine Ballonfahrt, bei denen man ebenfalls Punkte sammeln kann. Die Spiele machen wirklich Spaß und locken ganz nebenher das Quiz auf. Hier gelingt den Entwicklern die Verbindung von klassischen Quiz- und Spielinhalten. Die "Mach doch mal-Felder" geben ebenfalls den Spielern lustige Mitmachaufgabe vor.
Vor dem Monitor sitzen bleiben geht dabei nicht. Es spielt sich bei diesem Spiel nicht nur alles auf dem Monitor ab, auch der körperliche Einsatz der Teilnehmer wird gefordert und bricht die Fixierung auf das Medium dadurch geschickt auf.
Alles im Spiel wird sympathisch erläutert, alle Fragen und Antworten vorgelesen, so dass auch die ganz Kleinen keine Probleme bekommen, dem Spielverlauf selbständig zu folgen. Alle Stimmen im Spiel stammen von den Originalsprechern aus dem Fernsehen und die Musik liefert natürlich auch ihren unverkennbaren Charakter.

Fazit:
Die Maus hatte es bei unserer 3.Klasse in Düsseldorf nicht leicht.
In der Düsseldorfer Testergruppe sind andere Formate im Fernsehen an die Stelle der Fragen bei der Maus getreten. "Wer ist der stärkste "Pokemon"?, "Schmecken Fischstäbchen anders, wenn ich "Spongebob" schau?" oder "Bin ich irgendwann H2O-Plötzlich eine Meerjungfrau?".
Dieses Quiz kann diese drängenden Kinderfragen nicht ausreichend berücksichtigen, aber die Eigenschaften des gemeinsamen Spielens, lassen auch die coolen Düsseldorfer Kids nicht ohne Regung. Da werden dann doch die Fragen mit Eifer beantwortet und um die Punkte gerungen, wird gesiegt und verloren.
Wir sind uns sicher, dass die "Wie kommt die Musik auf die CD" und "warum sind Bananen krumm?" – Fragen genau die sind, deren Antwort man letztendlich doch wissen will, wenn man erst einmal auf sie stößt. Das war letztendlich auch die Idee hinter "Frag doch mal…".
Evtl. sind Kinder vor allem in der Gruppe auf der Schwelle zur 4ten Klasse heute einfach schon ein wenig zu cool, für die Maus, die man da ja schon so lange kennt und die typisches Kinderfernsehen symbolisiert. Gerade in der Familie darf man sich diese Fragen aber bestimmt stellen ohne dass es peinlich wird.
Die konsequente Umsetzung des Spiels als Gemeinschaftserlebnis fordert Eltern und Pädagogen auf mitzuspielen, den Computer als das zu begreifen, was er auch sein kann: eine Plattform für ein spannendes und unterhaltsames Miteinander.

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
Ü8 Elsa-Brandström-Schule Düsseldorf
Düsseldorf
Bewertung Spielspass