Legend: Hand of God

Genre
Rollenspiele
USK
ab 16 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 16 Jahre
Vertrieb
Anaconda
Erscheinungsjahr
2007.10
Systeme
PC
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Durchschnittliches Rollenspiel für ältere Einzelspieler
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Spielgeschichte: 
Der junge Targon möchte dem Orden der Bewahrer der heiligen Flamme beitreten, der für Friede und Ordnung in der Fantasywelt Aris sorgt. Doch in der Nacht vor seiner feierlichen Aufnahme überschlagen sich die Ereignisse. Eine Armee finsterer Dämonen und böser Monster dringt durch ein Tor, das vom Orden bewacht wird, in die friedvolle Welt ein und sorgt für Chaos und Verwüstung. Der Orden ist geschwächt und die verlorene Kraft kann nur durch ein altes Artefakt wiederhergestellt werden, das "die Hand Gottes" genannt wird. Als einer der wenigen Überlebenden zieht Targon los um das Artefakt zu finden und das Portal wieder zu verschliessen.  
Der Spieler steuert den Helden Targon auf seiner abenteuerlichen Reise durch Aris aus der 3-Person-Perspektive. Dazu wählt er zunächst eine der drei Schwierigkeitsstufen und bestimmt die Klasse des Avatars. Zur Auswahl stehen wie in Rollenspielen üblich, Nah- und Fernkämpfer sowie Heiler und Klassen die Magieschaden austeilen können. Dem Spieler stehen keine Optionen zur Verfügung das Aussehen der Spielfigur zu modifizieren.

Pädagogische Beurteilung:
Mit einem vorgefertigten Charakter erwacht der Spieler dann in Aris und wird von einer Lichtelfe begrüßt. Diese kleine Figur der Lichtelfe ersetzt im Spiel den Mauszeiger und erhellt mit ihrem Schein die ansonsten oft dunkle Spielkarte. Außerdem gibt sie mehr oder weniger hilfreiche Tipps zum Vorrankommen im Spiel. Wie üblich beginnt der Held mit wenigen Fähigkeiten und einfacher Ausrüstung. Durch das Erledigen von Questen erhält dieser Erfahrungspunkte die ihn stufenweise ab Stufe 1 "heranwachsen" lassen. Das besiegen von aggressiven Gegnern beschert unserem jungen Helden Erfahrungspunkte und er kann Gegenstände, die diese mit ihrem letzten Atemzug aushauchen, aufnehmen und bei Bedarf verwenden. "Schau mal! Die Kappe sieht ja toll aus! Die steht dir bestimmt gut!" lässt die Lichtelfe z.B. verlauten wenn der Spieler einen Gegenstand übersehen hat. 

Mit höheren Stufen werden mächtigere Fähigkeiten freigeschaltet, die der Spieler auf eine von drei Aktionstasten der Tastatur legen und somit leicht einsetzen kann. Durch dieses simple Kampfsystem fallen die Gegner buchstäblich im Handumdrehen und kämpferische Auseinandersetzungen stellen schon nach kurzer Spielzeit keine Herausforderung mehr dar. Leider wird das Spiel dadurch etwas abwechslungsarm. 

Die Welt Aris ist sehr schön gestaltet, riesig und abwechslungsreich. Leider sind die NPCs dadurch etwas verstreut und der Spieler muss sich erst durch Scharen von Monstern prügeln bis er die nächste Aufgabe erhält. Das eigentliche Ziel, die Suche nach dem mächtigen Artefakt, gerät dadurch manchmal einfach in Vergessenheit. Die Kämpfe sind recht martialisch dargestellt, es ist Blut zu sehen und Schmerzensschreie sind zu hören. Dadurch richtet sich dieses Rollenspiel eindeutig an ein älteres Publikum und es sollte darauf geachtet werden, dass sich lediglich Jugendliche ab 16 Jahren mit "Legend – Hand of God" beschäftigen.  
Die Qualität der abwechslungsreichen Bewegungen die der Held Targon ausführt steht allerdings im Gegensatz zu den wenigen Tasten, die der Spieler drücken muss um diese auszuführen. Eine etwas komplexere Steuerung und mehr Questen hätten dem Spiel sicherlich gut getan.  

Fazit:
In der Testergruppe in Deutz gab es unterschiedliche Meinungen zum Spiel. Die Idee den Cursor in eine lichtschenkende elfische Begleiterin zu verwandeln, fanden die Jugendlichen sehr gelungen. 
Die Darstellung der Kämpfe, die für ein Vorankommen im Spiel nicht ausgelassen werden können, ist der Grund für eine Freigabe ab 16 Jahren, obwohl das Spiel von der Thematik her ansonsten sicherlich auch jüngere Spieler ab 12 Jahren anspricht. 
Insgesamt gab es für die Tester aber zu wenig was "Legend" für sie aus der großen Konkurrenz der Rollenspiele hervorhebt. Gerade die Möglichkeit mit anderen zusammen zu spielen, wie es z.B. in Online-Rollenspielen wie World of Warcraft möglich ist, wurde von den jugendlichen Testern vermisst und negativ angemerkt.

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Spieletester
Ü16 Bürgerzentrum Deutz
Köln
Bewertung Spielspass