Gifty

Genre
Jump&Run
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Cryo Interactive
Erscheinungsjahr
2000.11
Systeme
PC, Playstation 2, Game Boy
System im Test
Playstation 2
Kurzbewertung
Mischung aus Jump&Run und Abenteuerspiel
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Die sieben Zwerge finden, um seine große Liebe befreien zu können, die von sich selbst glaubt, dass sie Schneewittchen sei, das hört sich schon ziemlich konfus an. Und wenn man dann noch die Spielfigur, ein rotes, seltsam aussehendes Wesen, betrachtet, hat man schnell das Gefühl, im Computerspiel „Gifty“ erhält der Kinofilm „Shrek“ eine neue mediale Umsetzung.
Das eine solche Anti-Märchen-Einkleidung besonders ältere Kinder und Jugendliche anspricht, wissen wir nicht erst seit „Shrek“. Bieten sie doch die Möglichkeit, aus vorgefassten Rollen auszubrechen, sich von den Jüngeren abzugrenzen und cool zu wirken.
Waren inhaltliche und grafische Einkleidung schon motivierend für Spieler, sich auf das Spiel einzulassen, wollen sie nun wissen, was das Spiel an Handlungsforderungen für sie bereit hält.


Neben Geschicklichkeit und Schnelligkeit muss der Spieler Rätsel lösen, Gegenstände finden oder verschieben, Gegner besiegen und Gefahren ausweichen.
Die Mischung aus Jump&Run- und Abenteuerspiel spricht besonders Spieler ab 8 Jahren an, die anspruchsvolle und ungewöhnliche Lösungswege wünschen.
Hier gilt nicht das oft in Spielen verwendete „Hau drauf Prinzip“, sondern, um sich gegen bestimmte Gegner durchsetzen zu können, bedarf es Scharfsinn und Spielwitz. Da gibt es z. B. die Schatten- und Lichtwesen, die nur zu besiegen sind, wenn sie ihrer Elemente Licht oder Schatten beraubt werden. Nur mit Kombinationsvielfalt und Einfallsreichtum können diese Aufgaben gemeistert werden.


Diese und viele andere Aufgabenstellungen, gepaart mit parodistischen Zwischensequenzen, halten den Spieler ständig in Spannung. Er ist stets aufgefordert, für seine Spielfigur einen Weg zu finden. Dabei stößt er auf Schwierigkeiten, die ihm Denkanstrengungen und Konzentration abverlangen.
Dies mag ein Grund dafür sein, dass, obwohl das Spiel keinen Mehrspieler-Modus vorsieht, in den Computerspielgruppen die Lösungswege zumeist gemeinsam gesucht wurden.
Die Tatsache, dass die aggressive Einkleidung des Spiels deutlich gemindert ist, veranlasste auch Mädchen, sich auf das Spiel einzulassen.