Prince of Persia

Genre
Action-Adventure
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Ubisoft
Erscheinungsjahr
2008.12
Systeme
PC, Playstation 3, Xbox 360
System im Test
Playstation 3
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Wenig abwechslungsreiches Action-Adventure im Comic-Stil
Gruppenleiter
Benjamin Liersch
Bürgerzentrum Deutz
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Eigentlich war der Prinz von Persien nur auf der Suche nach seinem mit Gold beladenen Esel. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse plötzlich: Der Prinz begegnet einer jungen Frau, Elika, die von zwei schwer bewaffneten Männern bedroht wird. Es eilt ihr zu Hilfe und gemeinsam gelingt es ihnen, die Angreifer in die Flucht zu schlagen. Aus Neugier und Sorge folgt er der mysteriösen Elika die ihren Weg zunächst alleine fortsetzen will. Als sie das Gefängnis einer bösen Gottheit (Ahriman) erreichen, taucht Elikas Vater auf und attackiert die beiden. Kurz bevor er bezwungen wurde gelingt es ihm mit einem letzten Schwerthieb die Gottheit aus ihrem Gefängnis zu entfesseln und damit eine Katastrophe auszulösen. Durch Ahrimans Befreiung verdüstert sich die Welt und steht vor ihrer Vernichtung. Der Prinz und Elika versuchen dagegen einzuschreiten.

In "Prince of Persia" (im Folgenden POP genannt) übernimmt der Spieler die Kontrolle des namengebenden Prinzen und lässt diesen in einer dreidimensionalen Umgebung laufen, springen, klettern und kämpfen. Besonders bei den Kämpfen kommen Combos (komplexere Angriffsabläufe, die ausgelöst werden wenn die Controllertasten in einer bestimmten Reihenfolge gedrückt werden) zum Einsatz. Diese ermöglichen es den Gegnern großen Schaden zuzufügen. Neben den Kämpfen und dem Überwinden tiefer Schluchten mittels waghalsiger Sprünge spielen auch Rätselelemente eine gewisse Rolle. Aufgabe des Spielers ist es, den Gott und seine Helfer zu bezwingen und den Schaden den sie anrichteten wieder rückgängig zu machen.

Pädagogische Beurteilung:
Der Einstieg in das Spiel gelang den jugendlichen Testern verhältnismäßig unproblematisch. Dies lag sicher daran, dass sich die Steuerung des Spielercharakters nicht sonderlich stark von vergleichbaren Spielen unterschied und damit die Tastenbelegung des Controllers vertraut war. Einer der Tester (14) gab jedoch an, dass er Probleme hatte sich die verschiedenen Combos zu merken. 

Kritik äußerten die Tester an der Art, wie dem Spieler die Steuerung vermittlelt wird. Die eingeblendeten Hinweise seien zu klein dargestellt und somit nur schwer zu erkennen gewesen.
Positiv hoben die jugendlichen hervor, dass der Humor in diesem Spiel nicht zu kurz komme ("Die Sprüche des Prinzen waren sehr humorvoll" Tester, 14. "Mir haben die sarkastischen Kommentare gefallen", Tester 14).

Die Hintergrundgeschichte von POP konnte unsere Tester fesseln, alle äußerten Interesse daran wie das Spiel ausgehen würde. Ein Tester lobte, dass die Spannung kontinuierlich aufrecht erhalten würde, da der Spieler ähnlich wie der Prinz, zunächst im Dunkeln tappe ("man war wenig aufgeklärt was wahrscheinlich im späteren Verlauf der Geschichte passiert. Man soll sich so fühlen wie der Mann den man spielt.", Tester, 14). Auch die Musik und die Soundeffekte trugen unseren Testern zufolge stark zur Atmosphäre bei, dadurch entfalte sich im Spiel eine "mystische Stimmung" (Tester, 14). Während der Kämpfe leiste die Hintergrundmusik hingegen einen wesentlichen Beitrag zur Spannung, lobten die Tester. 

Dafür, dass sich die Jugendlichen in puncto Atmosphäre und Spannung so begeistert äußerten, wurden allerdings auf der anderen Seite auch viele Aspekte des Spiels kritisiert. Einig waren sich die Tester zum großen Teil darin, dass POP kein abwechslungsreiches Spiel sei. Das "Springen und Rumhüpfen" habe zwar am meisten Spaß gemacht, so einer der Tester (14), genauso schnell werde dies jedoch langweilig, wenn das "Gespringe" kein Ende nimmt". Ähnliches gälte für die Kämpfe. 

Die Bewertung der Spielgrafik reichte von "ausgezeichenet und detailiert" (Tester, 14) bis hin zu "für ein PS3-Spiel viel zu schlecht" (Tester, 14). Stein des Anstoßes waren die "comicartige Grafik" und die unbelebte Umwelt ("die Bäume haben sich nicht bewegt", Tester, 14). Die Grafik in POP erinnert tatsächlich an die Darstellung in Comics. Beispielsweise sind die Umrisse von den Spielcharakteren durch schwarze Striche hervorgehoben und Farbübergänge sind zum Teil scharf statt fließend. Der Comic-Stil wurde von den Machern von POP jedoch bewusst eingesetzt – es ist letztlich natürlich eine Geschmacksfrage, ob dies bei Spielern Anklang findet. 

Jugendlichen, die schon andere Spiele der "Prince of Persia"-Reihe gespielt haben wird wohl die eine oder andere Sache bekannt vorkommen. Beispielsweise, dass der Name des Prinzen nie genannt wird – ein Running-Gag. Auch in POP wird der Prinz "zufällig" unterbrochen als er seinen Namen nennen will.

An pädagogischen Aspekten bietet POP nicht mehr als viele andere Action-Adventures. Der Handlungsspielraum ist auf das Kämpfen und Überwinden von Hindernissen beschränkt – vor Rätselaufgaben wird der Spieler sehr selten gestellt. Die Interaktion mit anderen Charakteren die die Spielewelt bevölkern läuft über kurze Dialoge ab, auf die der Spieler keinen Einfluss hat. Gewalt gegenüber menschlichen und fantastischen Gegnern, spielt genretypisch eine große Rolle, die Gewaltdarstellungen können jedoch Jugendlichen ab 12 Jahren zugemutet werden.

Fazit:
"Prince of Persia" ist ein Action-Adventure für Jugendliche ab 12 Jahren. In unserer Testergruppe stieß das Spiel auf unterschiedliche Reaktionen, einig waren sich die Tester darin, dass das Spiel spannend und humorvoll sei und eine dichte Atmosphäre habe, einig aber auch in ihrer Einschätzung, dass sie es als wenig abwechslungsreich empfanden.

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Spieletester
Bürgerzentrum Deutz
Köln
Bewertung Spielspass