Train Simulator

Genre
Simulation
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Microsoft
Erscheinungsjahr
2001.08
Systeme
PC
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Realistische Eisenbahnsimulation
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Autofahren und Fliegen ist am Computer schon lange möglich, die Eisenbahn aber erreicht mit „Train Simulator“ erstmalig den heimischen PC.

Nach der langen und umfangreichen Installation des Programms (alle Strecken und Zügen belegen satte 2 GB Festplattenplatz) erwarten den Spieler Diesel-, Elektro- und Dampfloks, die es auf Strecken in USA, Österreich, England und Japan zu steuern gilt.
Grafisch sind Züge, Führerstände und umgebende Landschaft beeindruckend dargestellt, Passagiere fehlen aber leider völlig.

Die Soundkulisse mit ratternden Schwellen oder authentischen Signalhörnern verstärken den Realismus.

Die Bedienung erfolgt mit Tastatur und Maus und ist in den Tutorien schnell gelernt. Die Steuerung einer Diesel- oder E-Lok ist relativ einfach, bei den dampfbetriebenen Zugmaschinen gerät der Spieler jedoch schnell ins Schwitzen, wenn Luftdruck, Kohlevorrat oder Temperatur im Blick zu halten und über zahlreiche Hebel zu korrigieren sind.

In Auftragsmissionen müssen Güter und Passagiere unter Einhaltung des Fahrplans befördert oder ein liegengebliebener Zug abgeschleppt werden. Tempolimits sind einzuhalten, in Bahnhöfen ist trotz der Massenträgheit der Kolosse punktgenau zu halten und bei Regen oder Schnee muss das Durchrutschen der Räder vor allem bei Bergfahrten mittels Sandstreuer verhindert werden.

Die hohe Detailtreue und der Realismus des Programms können durchaus fesseln, auch wenn es immer wieder Streckenabschnitte gibt, auf denen der Spieler gar nichts zu tun hat und die vorbeirauschende Landschaft zum Träumen von Eisenbahnromantik anregt.

Wem die mitgelieferten Loks und Strecken nicht reichen, der kann in mitgelieferten Tools selbst zu Werke gehen, im Internet Szenarien und Loks herunterladen oder Zusatz-CD's kaufen, durch die z.B. auch die Fahrt mit einem deutschen ICE auf der Rheintalstrecke von Köln nach Frankfurt möglich wird. „Train Simulator“ spricht den eisenbahnbegeisterten männlichen Simulationsspieler ab 12 Jahren an.

„Im Spiel kann man den Alltag eines Lokführers kennen lernen und erfahren, dass es ganz schön anstrengend sein kann, wenn man sich unterwegs an viele Regeln halten muss“(Gordon, 16 Jahre).