Crash of the Titans

Genre
Jump&Run
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Sierra
Erscheinungsjahr
2007.11
Systeme
Playstation 2, Xbox 360, Wii, Playstation Portable, Nintendo DS, Game Boy Advance
System im Test
Playstation 2
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Kurzweiliges Jump&Run mit bunter Grafik & rasantem Spielgeschehen
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Crash Bandicoot, ein flinker, quirliger Dachs, ist eine alteingesessene Figur in der Geschichte der Videospiele und bereits Held von etlichen Konsolenspielen gewesen. 1996 feierte er mit seinem ersten Spiel "Crash Bandicoot" einen großen Erfolg, war es doch eines der ersten 3D Jump’n’Runs überhaupt. Es folgten diverse Titel mit ihm als Hauptfigur, nicht nur auf das Jump’n’Run Genre beschränkt, auch andere Spielkonzepte, wie z.B. Rennspiele, wurden dabei umgesetzt. In dem Spiel "Crash of the Titans" darf Crash nun aber wieder zu dem zurückkehren, was er am besten kann – hüpfen, springen, rennen, klettern, baumeln und all das, was man eben in einem Jump’n’Run so tun kann. 
In dem farbenfrohem Intro im Comicstil erfährt man, dass der finstere Professor Neo Cortex Crashs Freunde gekidnappt und die Tiere von Crashs Heimatinsel in diverse Monstrositäten verwandelt hat, die Crash nun daran hindern wollen, den Tag zu retten. Die Aufgabe des Spielers ist es nun, dem Professor einen Strich durch die Rechnung zu machen und seine Freunde zu befreien, um dann am Ende des Tages ruhig und zufrieden in der zwischen zwei Palmen aufgespannten Hängematte zu entspannen.
Aber erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Der Spieler muss Crash nun alleine oder im Mehrspieler Modus zusammen mit einem Freund durch die etlichen bunten und mit jeder Menge Gegnern bevölkerten 3D Level manövrieren. 
Gut gelöst ist dabei die Möglichkeit, jederzeit zwischen Single- und Mehrspieler-Modus wechseln zu können, ohne den Level nochmals neu starten zu müssen. Der zweite Spieler kann sich einfach immer und überall ins aktuelle Spielgeschehen einklinken und direkt mit seiner Spielfigur an der Action teilnehmen.
Während die ersten Levels noch relativ einfach gehalten sind, um dem Spieler Zeit zu geben sich an die Steuerung und Crashs Fähigkeiten zu gewöhnen, so werden die Level im Laufe des Spieles immer anspruchsvoller und kniffliger. 
Neben den üblichen Genre Elementen wie "springen und rennen", klettern und dem Aufsammeln von Energiekugeln und Kisten, sind die Level von "Crash of the Titans" von vielen unterschiedlichen Gegnern bevölkert, die sich Crash in den Weg stellen. Um diese unschädlich zu machen hat Crash einige normale Tritte und Schläge zur Verfügung. Zusätzlich erlernt er im Lauf des Spieles auch noch einige Spezial Attacken, wie z.B. eine Wirbelwind Attacke, mit der Crash mehrere Gegner gleichzeitig ausschalten kann. Wenn Crash die Gegner K.O. gehauen hat, kommt der eigentliche Clou des Spieles: Nun kann Crash auf den Rücken der Gegner springen und diese übernehmen und kontrollieren! Dadurch hat der Spieler Zugang zu diversen neuen Möglichkeiten, denn jeder Gegner hat unterschiedliche spezielle Attacken und Fähigkeiten, die nun dem Spieler zur Verfügung stehen. Manchmal braucht man die Fähigkeiten der übernommenen Gegner auch, um kleine Rätsel lösen zu können, z. B. um einen ansonsten unerreichbaren Schalter zu betätigen, eine große Schlucht zu überwinden oder um eine Wand einzureißen. 
Jeder Level bietet dabei unterschiedliche Gebiete, Rätsel, Kreaturen und Möglichkeiten. Gegen Ende eines Levels trifft man meist auf einen der diversen Endgegner, die man mit viel Geschick, gutem Reaktionsvermögen und der richtigen Taktik besiegen muss. HhIL

Pädagogische Beurteilung:

Von Stefan Horn

 "Crash of the Titans" kann man alleine spielen, wesentlich interessanter und unterhaltsamer wird es jedoch, wenn man einen Freund einlädt und das Abenteuer zu zweit angeht. Die Tester haben das Spiel fast ausschließlich im Team gespielt und gemeinsam versucht, sämtliche Gegner zu besiegen, die kleinen Rätsel zu lösen und den besten Weg durch die Level zu finden. Dabei kam es zwar manchmal zu einem kleinen sportlichen Wettstreit, wer denn nun als Erster den "riesigen Affenboss" mit der "coolen Spezial Attacke" übernehmen darf, meistens überwog jedoch der Teamgeist und der Wille, den Level zu schaffen. 
Die Möglichkeit, die Steuerung der Gegner übernehmen zu können, ist eines der Stärken von "Crash of the Titans" und vergrößert die Spielmotivation und den Spielspaß ungemein. Die jugendliche Testergruppe brachte regelmäßig ein begeistertes "Boah!" oder "Krass, schau mal was der da kann!" über die Lippen, besonders wenn man einen sehr großen Gegner mit besonders starken Fähigkeiten übernehmen konnte, das war dann immer "total cool!". 
Der herrlich übertriebene Comicstil, der sowohl während des Spiels wie auch den Zwischensequenzen verwendet wird, passt wunderbar in diese etwas durchgedrehte Welt von Crash Bandicoot und fand bei den jugendlichen Testern durchaus Anklang. Auch die Synchronisation in den Story vorantreibenden Zwischensequenzen darf kurz erwähnt werden, denn diese ist durchaus gut gelungen. Negativ ist den Testern dabei allerdings aufgefallen, dass man die Zwischensequenzen nicht überspringen kann. Das schadet beim ersten Mal nicht, denn sie sind unterhaltsam und lustig anzusehen, aber wenn man z.B. einen Level wiederholen muss oder möchte, dann kann es mit der Zeit etwas nervig sein, die selbe Sequenz öfters anschauen zu müssen.
 "Crash of the Titans" speichert automatisch zwischen den Leveln und innerhalb der Level selber gibt es auch nochmal Speicherpunkte, so dass man das Spiel ohne Probleme einfach mal kurz zwischendurch spielen kann und nicht zwingend stundenlang vor dem Fernseher sitzen muss, um den nächsten Abschnitt zu erreichen 
Der Schwierigkeitsgrad ist anfangs niedrig, und steigt im Laufe des Spieles permanent an, was auch Einsteigern in das Genre der Jump’n’Runs die Möglichkeit gibt, sich langsam an die Steuerung und die Handlungsmöglichkeiten des Spiels zu gewöhnen. Vereinzelt gibt es jedoch Stellen im Spiel, in denen nicht direkt auf den ersten Blick zu erkennen ist, was das Spiel gerade vom Spieler erwartet und man muss durch blindes ausprobieren herausfinden, wie man weiterkommen kann. An besonders kniffligen Stellen ist daher durchaus etwas Frustrationstoleranz von Nöten, die jugendlichen Tester schien dies aber nie zu stören, auch die schwierigsten Passagen haben sie ohne genervt zu sein wieder und wieder probiert, bis sie es geschafft haben. 
Der Action-Anteil im Spiel ist schon relativ hoch. Wer ein niedliches Comic- Jump’n‘Run mit einem niedlichen Tier als Hauptcharakter erwartet, liegt bei "Crash of the Titans" nur halb richtig. In den diversen Leveln werden schon unzählige Gegnern K.O. gehauen, auch wenn es dabei weder brutal noch blutig zugeht, ist das simple Umhauen des Gegners meistens die einfachste Lösung zum Ziel.

Fazit:
 "Crash of the Titans" ist ein sehr kurzweiliges und unterhaltsames Spiel, das gerade im Mehrspieler-Modus überzeugen kann und für reichlich Abwechslung und Spielspaß sorgt. Wegen des hohen Action-Anteils und einigen kniffligen Stellen im Spiel ist "Crash of the Titans" trotz der niedlichen Comicgrafik kein Spiel für Kinder. Jugendliche ab 12 Jahren können sich jedoch bedenkenlos in die rasante Welt von Crash Bandicoot begeben und am besten zu zweit die unterhaltsamen Level meistern.