Line Rider Freestyle

Genre
Denken / Geschick
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Deep Silver
Erscheinungsjahr
2009.07
Systeme
PC, Wii, Nintendo DS
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Innovativer Rätselspaß für alle Altersgruppen
Gruppenleiter
Marius Eversmann
Ü12 Kinder und Jugendzentrum Leichlingen
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Im Jahr 2006 erschuf der slowenische Student Bostjan Cadez das Online-Flash-Spiel "Line Rider". Schnell erwarb es sich durch das innovative Spielprinzip eine große Fangemeinde. Allein auf YouTube finden sich zahlreiche Beispiele für die kreative Kraft des Spiels. Bei einem solchen Erfolg lässt die kommerzielle Umsetzung natürlich nicht lange auf sich warten und so sind mittlerweile auch Versionen für PC, Wii und NDS zu haben. Getestet würde hier die PC-Version mit dem Namen "Line Rider Freestyle".
"Line Rider" kommt als kreatives Denk- und Puzzlespiel daher, in der Verkaufsversion aufgewertet mit verschiedenen Spielmodi: Im Story- Modus ist eine Spielgeschichte vorhanden, die jedoch nicht der Rede wert ist, da sie keinen Bezug zu eigentlichen Spiel hat. Der Spieler muss mit oder ohne Geschichte jeweils dafür sorgen, die gestellte levelbasierte Puzzleaufgabe durch das geschickte Ergänzen der Strecken zu bewältigen.
Der Puzzle-Modus bietet dem Spieler die Möglichkeit selbst Puzzle bzw. Aufgaben für Freunde zu schaffen und diese sogar ins Internet zu stellen.
Der Freestyle-Modus bietet das freie Zeichnen und erstellen von ganz und gar eigenen Strecken und lässt damit der Phantasie freien Lauf.
Eines ist allen Modi gemein, der Spieler ist ausgestattet mit einem Set von Handwerkzeug, ähnlich einem Bildbearbeitungsprogramm. Mit Hilfe der verschiedenen Stifte und Arbeitshilfen zeichnet er Linien in eine zweidimensionale Welt, auf denen dann ein Schlittenfahrer beginnend am Startpunkt einen Zielbereich durch Loopings, Hügel oder Falltüren erreichen muss.

Pädagogische Beurteilung:
Der Einstieg ins Spiel gestaltet sich als einfach, zu Beginn bekommt der Spieler, nachdem er sich das eher weniger interessante Anfangsvideo angesehen hat, eine leichte Aufgabe, um zunächst das Spielprinzip verstehen zu können. In markierten Bereichen muss die jeweilige Strecke so sinnvoll ergänzt werden, dass der Schlittenfahrer innerhalb eines Zielbereichs zum Stillstand kommt, ohne einen Unfall zu bauen. Erklärt wird dieser Sachverhalt mit Hilfe von Texten, sobald ein neues Zeichenwerkzeug oder eine neue Option dazu kommt. So wird der Spieler nach und nach mit den Möglichkeiten vertraut gemacht.
Gesteuert wird hier mit der Maus und der Tastatur, die Bedienung ist übersichtlich und schnell zu verstehen. "Line Rider" bietet eine ansprechende lustige und fröhliche Atmosphäre, obwohl sich Hintergründe und Grafiken wiederholen. Dafür entschädigt aber der sehr gut und teilweise slapstickartig animierte Schlittenfahrer. Auch der Sound ist nicht besonders innovativ, passt jedoch zur Simplizität des Spiels und kann bei Bedarf auch einfach abgeschaltet werden.
Als besonders gelungen wird von der Testergruppe der Freestyle-Modus hervorgehoben, da sie dort ihrer Fantasie freien Lauf lassen und den Fahrer über die abenteuerlichsten Strecken rutschen lassen können.
Im Story-Modus und beim Entwerfen eigener Puzzles kommen die Tester verhältnismäßig schnell an ihre Grenzen, da die Aufgaben im Laufe der Zeit einen relativ hohen Schwierigkeitsgrad erreichen und dann nur mit einer Menge Überlegen und Probieren angegangen werden müssen. Ein Mehrspieler-Modus ist nicht vorhanden, jedoch können die eigenen Strecken ins Internet hochgeladen werden und dort einer Community präsentiert oder zum rätseln bereitgestellt werden.

"Line Rider" bietet mit seinem innovativen Spielprinzip viele Möglichkeiten den Spieler in seinem Bann zu ziehen. Zum Einen bietet es die Herausforderung an die Rätselfreunde die Strecken durch kreatives Nachdenken zu bewältigen, zum Anderen bietet es die Möglichkeit selbst gestalterisch Aktiv zu sein und letztlich im Internet für gute Leistungen durch Anerkennung belohnt zu werden.
In beiden Fällen muss der Spieler Lösungsstrategien entwickeln und die Wirkungen seines Handels abschätzen. Durch ausprobieren lernt er mit den Herausforderungen umzugehen und wird in den überwiegende Fällen für seine Ausdauer belohnt.
Geeignet scheint das Spiel für Mädchen, Jungen, ältere und jüngere Spieler ab ca. 10 Jahren gleichermaßen. Wobei sicherlich die Ursprüngliche Idee des Internetspiels für Zwischendurch von den älteren Spieler bevorzug werden dürfte. Für jüngere Spieler ist das Spiel auch in der Kaufversion geeignet, da dort auch die Geschichte und die damit verbundenen Videos angesehen werden können.

Fazit:
"Line Rider Freestyle" ist ein einfaches Spiel mit simplem Prinzip, das Spielern aller Altersgruppen Spaß macht. Die Rätselaufgaben sind angemessen schwer und der Freestyle-Modus sorgt für Abwechselung und fördert die Kreativität. Das freundliche Ambiente und der gut animierte Fahrer machen das Spiel liebenswert.

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Spieletester
Ü12 Kinder und Jugendzentrum Leichlingen
Leichlingen
Bewertung Spielspass