Exit

Genre
Denken / Geschick
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Ubisoft
Erscheinungsjahr
2006.03
Systeme
Playstation Portable
System im Test
Playstation Portable
Kurzbewertung
Knifflige Knobelaction
Gruppenleiter
Dirk Poerschke
Game On/Two Kinderhilfezentrum Düsseldorf
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
2005 und 2006 veröffentlichte Ubisoft erstmals einige Titel des japanischen Automaten- und Videospielherstellers Taito. Taito ist ein Traditionsunternehmen, das vorrangig Spiele und Automaten in eigenen Spielhallen vertreibt, dabei zu den großen seiner Branche zählt und für den Spiele -Einzelhandel kaum in Erscheinung tritt. Mit Exit – Speed.Strategie.Survival konnte meine Testergruppe einen der Taito-Titel für PSP testen.
In Exit spielt man einen professionellen Fluchthelfer, namens Mr. Escape, welcher Menschen aus allen erdenklichen Notlagen befreit. Sofern er dafür bezahlt wird.
Die Menschen, denen er helfen möchte, befinden sich in teils kniffligen Situationen und müssen in der Regel aus einem verschlossenen Raum heraus gebracht werden. Dabei helfen einige Begleiter auf Anweisung mit. Kinder können in kleine Räume kriechen, ältere Erwachsene verrücken schon mal Gegenstände (können aber aus eigener Kraft nicht klettern) und verletzte Begleiter müssen in jedem Fall getragen werden.
Damit das nicht zu leicht wird, sind die Räume mit Hindernissen versehen. Tiefe Fallgruben, Elektrozäune, Eisflächen oder Feuer - man bringt Feuerlöscher, Seile, Strickleitern, Taschenlampen oder andere Hilfsmittel zum Einsatz. Diese muss man natürlich erst in den Räumen suchen. Und damit das alles nicht zu leicht wird, ist jedes Level mit einer gnadenlosen Zeitvorgabe versehen.

Pädagogische Beurteilung:

Hilfe, holt mich hier raus!
Exit unterstützt für PSP die Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch.
Der Einstieg ins Spiel braucht seine Zeit. Im ersten Level wird im Wesentlichen die Steuerung erklärt und ein wenig der Auftrag von Mr. Escape erläutert. Dabei zeigt sich schon von Beginn an, dass Mr. Escape allein arbeitet und dass nichts im Spiel ohne seine genaue Anweisung geschieht. Die Begleiter sitzen ohne Anweisungen tatenlos herum und warten auf ihre Rettung und kleine Tipps zum Finden der schon zu Beginn des Spiels kniffligen Rettungswege. Viele unterschiedliche Aktionen sind möglich und alle sollten wirklich verinnerlicht werden, da man sonst die Zeitvorgaben nicht einhalten kann und den Level von vorn beginnen muss. So kann man sich von zu tiefen Kanten vorerst herunterhängen lassen, um dann zu springen. Man gibt den Begleitern den Befehl zu folgen oder zu warten, damit man selber schneller ist oder muss den genauen Absprung über einen Graben erst ein wenig üben. Das ist mit einer präzisen Steuerung erklärt.

Ein Hingucker mit einigen Macken
Es gibt ein Netzwerkmenü, über das man weitere Level herunterladen kann. Leider fehlt die Möglichkeit, eigene Level zu bauen - ein Umstand den meine Tester sofort bemängelten.
Schwierigkeiten hatte die Testergruppe auch mit der grafischen Ausrichtung des Spiels. Unterbrochen von einigen schnell geschnittenen Flashanimationen liegt das Spiel irgendwo zwischen Comicstil und Trickfilm. Dass der Hauptcharakter und alle anderen Personen durch einfache schwarz-weiß-Grafiken dargestellt werden, kommt zwar der Übersichtlichkeit zugute, ist aber in Zeiten der opulenten Grafiken neuer Spiele für meine Tester gewöhnungsbedürftig.
Texte werden ausnahmslos geschrieben und die einzelnen Levels werden soundtechnisch von einer etwas nervigen Technomusik, gut gemachten Sounds für die einzelnen Aktionen und einem ständigen Telefonklingeln unterlegt. Aber das Spiel fesselt trotz dieser leichten Mängel auf Grund seines Schwierigkeitsgrades. Durch die wirklich kniffligen Aufgaben, welche unter Zeitdruck erledigt werden müssen, kommt beim Spieler problemorientiertes Denken und eine schnelle, strategische Planung richtig in Schwung und das macht den Reiz des Spiels aus. Und lässt schwer wieder los.

Fazit:
Exit schafft ohne großen Aufwand eine Actionatmosphäre und fordert den Spieler durch einen hohen Schwierigkeitsgrad und gnadenlose Zeitvorgaben. Bei meiner Testergruppe zeigte sich schnell wie es um die Frustrationstoleranz bestimmt ist. Diejenigen unter den Spielern, die sich auf Mr. Escape und Exit einließen, hatten an den Knobelaufgaben ihre Freude. Eine sehr schnelle Auffassungsgabe und entscheidungsfreudiges, planvolles Handeln ohne Hektik sind die Grundkompetenzen, die man für Exit gut brauchen kann.

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Game Report FCG Düsseldorf
Düsseldorf
Bewertung Spielspass