Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs

Genre
Action-Adventure
USK
ab 16 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 16 Jahre
Vertrieb
Electronic Arts
Erscheinungsjahr
2003.11
Systeme
PC, Playstation 2, Xbox, Mac, GameCube, Game Boy Advance
System im Test
Playstation 2
Kurzbewertung
Kämpfe & Schlachten stehen im Vordergrund
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Bereits vor dem Release des gleichnamigen dritten Teils der Herr der Ringe-Trilogie im Kino kann man u. a. auf der Spielekonsole "Die Rückkehr des Königs" und damit die Rettung von Mittelerde durch tätige Mithilfe am Kontroller erleben. In der Rolle von König Aragorn, dem Magier Gandalf, Gimli dem Zwerg oder Frodo dem Hobbit, begibt sich der Spieler in eine lange gefahrvolle Schlacht und kämpft gegen Orks, Urukais und Saurons Heerführer.
Je nach Spielfigur wählt man einen der beiden Erzählstränge des Spiels und begleitet Frodo auf dem Weg zum Schicksalsberg oder Aragorn durch das Tal der Untoten zur großen Schlacht um Minas Tirith. Szenen des Originalfilms werden immer wieder eingeblendet, während man die Spielfigur und zwei Gefährten dreidimensional auf einem vorgegebenen Pfad von einer Gefechtssituation in die nächste führt.
Neben den Kampfaktionen gilt es noch Gegenstände und Hilfsmittel wie Magie und Lebensenergie aufzusammeln und an vorbestimmten Stellen Aktionen auszuführen, die zur Lösung des Spielbereichs notwendig sind.
Die Begeisterung der männlichen Jugendlichen, die das Spiel ausprobiert haben, lebte von der Faszination der Tolkien-Trilogie, der aufwendigen und stimmungsvollen Gestaltung und der actiongeladenen Ausrichtung.
Allerdings ist dies in einer allzu martialischen Metzelorgie umgesetzt. Logisches Denken, Kombinationsgabe und Taktik sind zwar auch gefordert, kommen aber deutlich zu kurz.
Schnelligkeit und Reaktionsfähigkeit sind in dieser mystischen, virtuellen Fantasywelt ausschlaggebend, um Erfolge zu erzielen.
Die im Spiel stattfindende starke Einbindung von Filmsequenzen und Hintergrundinformationen zum Kinofilm bieten dem Spieler eine nahtlose Anknüpfung sowie Fortführung der Geschichte auf der Konsole bzw. PC.
Auch wenn auf blutige Effekte verzichtet wurde, ist dennoch kritisch anzumerken, dass in dem technisch und grafisch überzeugenden Spiel die Spielforderungen allzu einseitig auf kämpferische und martialisch dargestellte Auseinandersetzungen ausgerichtet sind.