The Legend of Spyro - Dawn of the Dragon

Genre
Jump&Run
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Sierra
Erscheinungsjahr
2008.11
Systeme
Playstation 2, Playstation 3, Xbox 360, Wii, Nintendo DS
System im Test
Playstation 2
Kurzbewertung
Mehrspieler Drachenpower in bunter Fantasywelt
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Mit "The Legend of Spyro - Dawn of the Dragon" endet die Trilogie der beliebten Videospielreihe. Im dritten Teil der Saga verbündet sich der lilafarbene Drache Spyro mit seiner Erzfeindin Cynder, um gegen das Böse anzutreten. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Titeln arbeitet Spyro nun mit der Drachenfrau Cynder zusammen, gegen die er früher kämpfen musste. Die Zusammenarbeit ist unumgänglich, da die beiden Drachen durch ein magisches Halsband miteinander verbunden sind. So kämpfen sich die beiden Drachen durch Horden von Gegner und erkunden dabei die fiktive Fantasywelt. Die Landschaften sind hierbei im farbenfrohen Comiclook gehalten, ebenso wie die Helfer, welche die beiden Protagonisten auf ihren Abenteuern begleiten. Hierzu gehören die Libelle Sparx, Spyros besten Freund und stetigen Begleiter und der Gepard Jäger, welcher ab und an auftaucht, um den beiden Drachen zu helfen. Auf ihrem Weg müssen Spyro und Cynder farbige Kristalle zerstören, um neue Fertigkeiten zu erlernen oder ihre Gesundheit aufzufüllen, Rätsel lösen, um im Spielverlauf weiter voran zu kommen und gegen Monster kämpfen. Die Kämpfe sind allesamt in Echtzeit gehalten, Spyro und Cynder kämpfen per Tastendruck mit den Feinden, können durch Tastenkombinationen Spezialattacken ausführen oder elementare Zauber einsetzen. Hierbei kann das Spiel allein oder zu zweit gespielt werden. Spielt man alleine steuert der Computer den anderen Drachen, wobei man jedoch jederzeit zwischen den Drachen wechseln kann. Kooperation steht bei "The Legend of Spyro – Dawn of the Dragon" stark im Vordergrund, da die beiden Charaktere die meisten Rätsel nur gemeinsam als Team erledigen können.

Pädagogische Beurteilung:

Viele Fragezeichen für Neueinsteiger
Sobald man das Spiel startet führt ein sehr kurzes Intro in die Ausgangssituation der Handlung ein. Der Kristall, in dem Spyro und Cynder eingeschlossen waren wird zerstört und die beiden Drachen erkennen, dass sie durch ein magisches Halsband miteinander verbunden sind. Sogleich werden die Drachen von Feinden belagert und der Spieler ist direkt im Spiel und muss gegen die Horden von Feinden kämpfen. Dies führte bei den Testern anfangs zu fragenden Gesichtern, da das Spiel bedauerlicherweise gänzlich darauf verzichtet, die Vorgeschichte zu erläutern. Was in den beiden vorangegangenen Teilen der Trilogie geschehen ist und warum die beiden Drachen gefangen waren und nun von Gegnern belagert werden wird nicht erklärt. Ein kurzer Rückblick für Neueinsteiger der Videospielserie wäre hier für die meisten Tester wünschenswert gewesen. Nichtsdestotrotz konnten sich die Spieler jedoch schnell auf die Situation einlassen und hatten sogleich Spaß am Bekämpfen der Gegner, welches durch einfache Aktionen und gewaltlose Darstellung mehr an einen Zeichentrickfilm als einen harten Kampf erinnerte. Dies gilt auch für die längeren Kämpfe gegen Endbosse, bei denen man meist durch geschickte Tastenkombinationen und Kooperation im Team den Feind bezwingen kann. Durch den raschen Einstieg war eine Identifikation mit den Protagonisten und ein Eintauchen in die Spielwelt für die Tester schnell möglich und die Hintergrundgeschichte wurde nicht mehr als unverständlich sondern "geheimnisvoll und spannend" (Tester 12 Jahre) wahrgenommen. Da auch die Erklärung zur Steuerung der Charaktere komplett in dem ersten Level integriert war, konnten die Spieler die verschiedenen Techniken Schritt für Schritt erlernen ohne ein langes Einführungstutorial über sich ergehen zu lassen.

Mit Elementen gegen den Feind
Ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung von Feinden bieten die elementaren Zauber der beiden Drachen. Jeder von den beiden verfügt über vier Elemente und kann so verschiedene Fähigkeiten lernen, um beispielsweise Feuer zu speien, den Gegner zu vereisen oder einen Wirbelsturm zu erzeugen. Spyro verfügt über die Mächte von Feuer, Elektrizität, Eis und Erde, während Cynder Wind, Gift, Furcht und Schatten beschwören kann. Durch die Zerstörung von blauen Kristallen werden Punkte gesammelt, die man gegen die Verbesserung beziehungsweise Erlernung von Zaubern der jeweiligen Elementarklasse einlösen kann. Die elementaren Zauber wurden von allen Testern positiv aufgenommen. Die Tester überlegten im Kollektiv, welches Element man verbessern sollte und neue Fertigkeiten wurden sogleich ausprobiert und vorgeführt. Auch der Einsatz der Zauber war von der Steuerung her ebenso einfach zu bedienen, wie die Attacken im Kampf. Durch Verwendung der erlernten Zauber sinkt die Magieleiste, kann jedoch durch die Zerstörung der grünen Kristalle wieder gefüllt werden, während rote Kristalle die Lebensenergie auffüllen. 

Mehr Spaß zu zweit
Besonders die Möglichkeit das Spiel zu zweit zu bestreiten erfreute die Tester und war wohl das Merkmal, welches zur meisten Begeisterung führte. Im Vergleich zu anderen Spielen, konnten die Spieler zeitgleich agieren und als Team zusammenarbeiten. So konnten sich die Tester gegenseitig absprechen, wenn es Rätsel zu lösen oder Feinde zu bezwingen gab. Bei den Rätseln wurde besonderes Augenmerk auf die Kooperation gelegt, so müssen beispielsweise zwei Hebel zeitgleich betätigt werden oder eine Aktion muss vollzogen werden, während einer der Drachen an einer bestimmten Stelle steht. Die Spieler erkannten ihre Stärken und Schwächen, beispielsweise bei Geschick oder der Kampfstärke und nutzten diese, um die Hindernisse zu bezwingen. Auch beim Kampf gegen Feinde halfen sich die Tester gegenseitig, wenn einer der beiden in einer gefährlichen Situation war oder nutzten die Spezialattacken und Zauber geschickt, um die Monster gemeinsam zu bezwingen. Als einziger Nachteil benannten die Tester das magische Halsband, durch welches die beiden Drachen verbunden waren, da so der Bewegungsradius der Drachen stark eingeschränkt war. Dadurch war es nicht möglich sich weiter voneinander zu entfernen, was das Klettern an Felswänden sowie das Fliegen oder Kämpfen oftmals behinderten: "Man muss immer auf den anderen warten" (Tester 13 Jahre). Falls einer der Drachen in einer Nische festhängt, muss erst der andere Drache zurückkehren, um dem Mitspieler einen größeren Freiraum zu ermöglichen.

Verspielte Landschaften und epische Musik
Die Grafik des Spiels wurde von den Testern größtenteils sehr positiv aufgenommen. Die Landschaften sind mal düster und karg oder bunt und verspielt gestaltet. Je nachdem wo sich die Drachen befinden, konnten die Spieler dunkle Höhlen oder sonnige Wiesen erkunden: "Man kann alle Einzelheiten erkennen" (Tester 12 Jahre). Die Neuerung des Fliegens ermöglicht dem Spieler hierbei vor allem größte Bewegungsfreiheit: "Man fühlt sich frei" (Tester 12 Jahre). Somit kann der Spieler einen Ausblick von weit oben erhalten, wodurch sich der Charme der Fantasywelt vor den Drachen ausbreitet, was die Tester oftmals zu Begeisterungslauten verleiten ließ. Die Landschaften sind allesamt im kindgerechten Comiclook gehalten: "Ich mag Comic" (Tester 12 Jahre). Die Kameraeinstellungen sind meist gut, jedoch machte sich auch hier der Makel des Zusammenhängens der Charaktere ab und an bemerkbar. Sobald einer der Drachen nicht weiterkommt oder sich die beiden ungünstig voneinander aufstellen werden Kamerafahrten teilweise ruckelig oder einer der Drachen ist zweitweise nicht zu sehen.
Auch der Sound ist gänzlich der bunten Comicwelt angepasst und trägt zur Fantasy-Atmosphäre bei. Die verschiedenen Stücke setzen passend ein und sind so dem Spannungsverlauf des Spiels angepasst (Tester 13 Jahre). So ist auch die Musik mal düster episch oder sanft poppig. Auch die Geräusche sind allesamt passend eingesetzt: "Man hört immer genau, wenn jemand getroffen wird" (Tester 12 Jahre). Die Stimmen der Protagonisten sind synchronisiert und so kann der Spieler die Charaktere sprechen hören, was das Spielgeschehen und die Figuren lebendiger macht: "Man hört wirklich alles" (Tester 12 Jahre). Die Zwischensequenzen wirkten dadurch als würde man einen Kurzfilm schauen und die Spieler konnten Tipps erhalten, ohne währenddessen den Spielverlauf durch Lesen zu unterbrechen.

Fazit:
Die farbenfrohe und bunte Welt von Spyro konnte die Tester voll in ihren Bann ziehen. Auch wenn anfangs Informationen bezüglich der Geschichte fehlten, konnten sich die Spieler in die Protagonisten hineinversetzen und waren motiviert das Böse zu bekämpfen: "Die Story war sehr mitreißend" (Tester 12). Die Möglichkeit Kristalle einzusammeln, um neue Fähigkeiten freizuschalten kam bei den Spielern durchweg gut an und auch die anspruchsvolle Steuerung bei den Spezialattacken war mit etwas Übung auch für die unerfahreneren Spieler leicht zu erlernen. Auch wenn das Spiel an manchen Stellen etwas düsterer ist und die Monster ab und an furchterregender gestaltet waren, hatten die Spieler den meisten Spaß an eben jenen Endgegnern. Vor allem wenn man das Spiel zu zweit spielt glänzt "The Legend of Spyro – Dawn of the Dragon" besonders durch die lustigen Zwischensequenzen und die abwechslungsreichen Welten.

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass