EA Sports Active Personal Trainer

Genre
Sport
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Electronic Arts
Erscheinungsjahr
2009.05
Systeme
Wii
System im Test
Wii
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Ein virtuelles Fitnessstudio als Anreiz zu körperlicher Betätigung – mehr aber auch nicht
Redaktion
Markus Sindermann
Spieleratgeber-NRW
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Spielbeschreibung:
„EA Sports Active Personal Trainer“ ist ein Sport- und Bewegungsspiel von Electronic Arts, welches sich rund um das Thema Fitness und Sport im heimischen Wohnzimmer beschäftigt. Unter Anleitung kann man mit einem beigefügten Flex-Band oder einer Beinschlaufe in Kombination mit der Wii-Fernbedienung und dem Nunchuck verschiedene Sportübungen ausprobieren und nachahmen. Dabei gibt es neben typischen Fitness- und Dehnübungen, auch die unterschiedlichsten Sportarten wie Boxen und Tennis oder auch Lauf- und Balanceübungen.
Zudem gibt es die Möglichkeit einzelne Workouts, welche nach Schwierigkeitsgraden und beanspruchten Körperzonen unterteilt sind, zu absolvieren. Hierbei bekommt der Spieler beispielsweise in einem 30-minütigen Workout verschiedene Übungen vorgestellt, welche er nachahmen und bestehen muss.
Außerdem kann der Spieler eine 30-Tage-Challenge eingehen, bei dem ihm jeden Tag ein anderes Trainingsprogramm vorgestellt wird, welches er zu erledigen hat.
Im persönlichen Tagebuch des Spiels werden alle absolvierten Übungen, Workouts und Challenges notiert und Erfolge aufgezeigt. Zudem hat der Spieler dort die Möglichkeit anzugeben ob er bereits andere sportliche Betätigungen an den jeweiligen Tagen außerhalb des Spiels gemacht hat. Ebenso kann er dort Fragen zu seinem Lebensstil und seiner Ernährung beantworten, wodurch das Programm ihm aufzeigt, wie gesund er am jeweiligen Tag gelebt hat.

Pädagogische Beurteilung:
Das Fitness-Studio im eigenen Wohnzimmer
„EA Sports Active Personal Trainer“ ist kein klassisches Spiel im eigentlichen Sinne. Vielmehr ist es durch die Wii-Bewegungssteuerung ein Sportprogramm, welches den Spieler körperlich fordert. Im heimischen Wohnzimmer kann sich der Spieler an die unterschiedlichsten Sportübungen herantasten und diese in vertrauter Umgebung ausprobieren. Die Spieloberfläche ist dabei relativ schlicht gehalten, da eher die sportliche Betätigung als das spielerische Element im Vordergrund steht.

Der Personal-Trainer als Motivator
Der virtuelle Personal-Trainer, der wahlweise männlich oder weiblich sein kann, begleitet den Spieler während seiner Übungen und macht die einzelnen Übungen vor und erläutert sie. Zudem gibt der Personal-Trainer ständig Feedback. So lobt er den Spieler beispielsweise, wenn er die Übungen im richtigen Tempo absolviert oder verstärkt und ermutigt ihn weiter zu machen, wenn er die Übungen zu langsam nachahmt.
Ob der Spieler die einzelnen Übungen wirklich richtig nachmacht, kann der Personal-Trainer natürlich nicht feststellen. So bleibt die Frage im Einzelfall immer bestehen, ob die Übungen dem Spieler etwas bringen, oder ob er seinen Körper durch falsche Bewegungen ungesunden Belastungen aussetzt.
Daher sollte das Spiel nicht von Kindern und Jugendlichen unter 10 Jahren gespielt werden. Dann aber auch nur mit einem Elternteil zusammen.

Die körperliche Betätigung als Anreiz
Grund für einen Kauf des Spiels wird nicht der Spaßfaktor, sondern vielmehr der Wunsch nach körperlicher Betätigung sein. „EA Sports Active Personal Trainer“ schafft es zwar, den Spieler stetig zu fordern und zu motivieren, eine intrinsische Motivation des Spielers, sich vor dem Bildschirm körperlich zu Betätigen scheint aber eine Grundvoraussetzung zu sein. Auch im Mehrspielermodus, bei dem zwei Spieler beispielsweise um die Wette Hürdenlaufen, überwiegt der sportliche Aspekt dem Spaßfaktor bereits nach einiger Zeit, weil das Spiel körperlich sehr anstrengend werden kann.

Fazit:
„EA Sports Active Personal Trainer“ ist ein Fitnessstudio im eigenen Wohnzimmer, welches die Motivation des Spielers, sich körperlich zu betätigen, erfordert. Trotz des niederschwelligen Angebotes, Sportarten in vertrauter Umgebung auszuprobieren, sollte dieses Spiel kein Ersatz für weitere sportliche Betätigungen darstellen. Vielmehr sollten Eltern ihre Kinder zu einer herkömmlichen Sportart ermutigen, als ihnen ein Spiel zu geben, welches diese ersetzen möchte.