Piraten - Herrscher der Karibik

Genre
Action-Strategie
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Take2
Erscheinungsjahr
2003.10
Systeme
PC
System im Test
PC
Kurzbewertung
gelungenes Strategiespiel mit Piraten
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Als unbekannter Pirat beginnt man mit seinem Beutezug durch die Karibik. Dort muss der Spieler nicht nur andere Schiffe kapern, sondern auch umfangreichen Handel treiben und Missionen erfüllen.
Auf einer Seekarte kann der Spieler entscheiden, wohin seine Reise gehen soll. In einem Hafen angekommen, öffnet sich eine Stadtansicht, in der das Spielgeschehen fortgesetzt wird.
Trifft der Spieler auf ein gegnerisches Schiff, das er angreifen will, gelangt er in die Kampfansicht, in der die Schlacht manuell gesteuert werden muss.
Jeder Kapitän befehligt eine Mannschaft, die ihm nur dann Unterstützung gewährt, wenn sie zufrieden ist. So richtig glücklich ist die Besatzung erst dann, wenn die Beute aufgeteilt wird. Danach beginnt der Spieler mit seinem nächsten Raubzug.
Durch die umfangreichen Handelsmöglichkeiten lässt sich gerade am Anfang das benötigte Geld für Reparaturen und Ausrüstung verdienen.
Im weiteren Spielverlauf rückt diese Handlungsmöglichkeit eher in den Hintergrund und der Kampf gewinnt stärker an Bedeutung. Um spielentscheidende Stadteroberungsmissionen zu erhalten, muss der Spieler durch bestimmte Aktionen – Kapern von Schiffen, Besiegen von Piraten oder Erfüllen von Missionen – Erfahrungspunkte sammeln.
Das Anforderungsprofil teilt sich in zwei Bereiche.
Beim Warenhandel muss der Spieler die Wechselwirkung von Angebot und Nachfrage verstehen sowie vorausschauendes Ressourcenmanagement beim Frachtgut beweisen.
Dagegen verlangt der Kampf auf See Reaktionsvermögen und taktisches Geschick. Nach einer verlorenen Seeschlacht ist das Spiel häufig beendet.
Neben dem gelungenen Spielprinzip motivieren auch die ansprechende Grafik sowie die stimmige Hintergrundmusik zum Weiterspielen.
„Piraten - Herrscher der Karibik“ spricht aufgrund der Thematik und der Spielforderung hauptsächlich Jungen an.
Durch die komplexen Handlungsoptionen werden ältere Kinder ab 12 Jahren oder Genreerfahrene erst so richtig in das Spiel eintauchen können. Schade, dass kein Mehrspielermodus vorgesehen ist.