Toy Story 3

Genre
Jump&Run
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Disney Interactive
Erscheinungsjahr
2010.07
Systeme
PC, Playstation 2, Playstation 3, Xbox 360, Wii, Playstation Portable, Nintendo DS
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Abwechselungsreiches Jump&Run Abenteuer
Gruppenleiter
Marius Eversmann
Ü12 Kinder und Jugendzentrum Leichlingen
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Zum dritten Teil des Disney Pixar Animationsabenteuers „Toy Story 3“ ist nun auch das passende PC- und Konsolenspiel erschienen. In diesem Jump&Run-Abenteuer findet der Spieler zwei Spiele in einem. Im Story-Modus kann er in acht Leveln Szenen aus dem Film nachspielen. Hier empfiehlt es sich den Film vorher gesehen zu haben, da der Wiedererkennungswert der einzelnen Stationen sehr hoch ist. Im sogenannten Spielzeugkisten-Modus bewegt sich der Spieler frei durch die Spielwelt, handelt und interagiert, wie es ihm gefällt.
Der Spieler schlüpft im Story-Modus in die Rollen der verschiedenen Hauptdarsteller aus dem Film, so ist er beispielweise einmal Cowboy Woody, einmal Buzz Lightyear oder auch Cowgirl Jessie. In machen Situation treten alle Figuren auch gemeinsam auf, der Spieler kann erst durch geschicktes Einsetzen der jeweiligen Spezialfähigkeiten die Aufgaben meistern. Insgesamt beinhalten diese Level klassische Elemente aus Jump`n Run Spielen wie Hüpfen, Rennen, Gegner abschießen und versteckte Gegenstände finden.

Pädagogische Beurteilung:

Wachsende Ansprüche
Der Einstieg in „Toy Story 3“ ist gut gelungen, mit einem Einführungsvideo wird der Spieler in die Thematik eingestimmt und bekommt dann ein Tutorial, von dem er gar nicht so richtig merkt, das es eins ist. Zunächst spielt der Spieler Woody und dessen Pferd und lernt auf einem rasanten Ritt die einfache und übersichtliche Steuerung kennen. Bevor er zum eigentlichen Spiel gelangt, geht diese Einführung weiter und Woody lernt die restliche Steuerung, wie Schießen und Zielen beim springen und klettern auf einem fahrenden Güterzug kennen. Gesteuert wird entweder mit Maus und Tastatur oder mit dem Joypad. Hat der Spieler diesen Einstieg absolviert gelangt er zum eigentlichen Spiel, wo es darum geht, verschieden Aufgaben und Aufträge in verschiedenen Szenarien zu meistern. Eine Hilfe Option für knifflige Stellen bleibt die ganze Zeit bestehen.

Bilder wie im Fernsehen
Grafisch und akustisch erinnert das Spiel an die computeranimierten Filme und sorgt damit für einen großen Wiedererkennungswert. Zudem bietet die übersichtliche Grafik durch markante Punkte eine gute räumliche Orientierung.
Die Figuren sind gut animiert, bewegen sich flüssig und bieten einen hohen Identifizierungsgrad.
„Die Art und die Bewegungen der Figuren sind lustig!“ (Tester, 13)
Die abenteuerliche Musik und der Sound werden nicht als störend empfunden und passen gut zum Spielinhalt.
Durch die grafische und akustische Umsetzung wird eine angenehme, farbefrohe in Teilen etwas sehr kindliche Spielatmosphäre geschaffen.

Kooperation
Neben dem Einzelspielermodus bietet Toy Story 3 auch einem Koop-Modus über das Netzwerk, so dass bestimmte Missionen von zwei Spielern gemeinsam bewältigt werden können. Dieser Modus schien der Testergruppe aufgrund der Abwechselung und den verschiedenen Fähigkeiten der Figuren als gut gelungen. Beispielsweise kann Buzz Lightyear andere Figuren besonders weit werfen.

Abwechselungsreichtum
Im Gegensatz zu manch anderen Jump`n Run spielen bietet „Toy Story 3“ eine Menge Abwechselung hinsichtlich der Aufgaben, die der Spieler sich suchen kann. Die Inhalte der Aufgaben werden von den Testern als unterhaltsam beschrieben, zudem wechseln die Szenarien, immer wieder. Einmal spielt man Buzz Lightyear im Weltraum, dann wieder Woody im Wilden Westen: „Man weiß nie so richtig, was kommt“ (Tester, 12)
Die Motivation ist daher in erster Linie dadurch bestimmt, dass das Spiel den Spieler überraschen kann und er immer wissen möchte was es noch zu entdecken gibt. Je nach Alter der Spieler treten auch Spannungsmomente auf, unterstützt durch die Zwischensequenzen, tritt immer wieder der „Bösewicht“ und treibt die Spielhandlung weiter. Ein weiterer Motivationsgrund liegt, wie immer bei Filmadaptionen, in der Nähe zum Film. Spieler, die den Film mögen, versuchen sich auch oft und in der Regel motiviert an der Computerspielumsetzung.

Spiel für Jungs?
„Toy Story 3“ bietet eine Heldengeschichte um Woody und seine Freunde die gegen das Böse kämpfen. Diese würde eher für eine Eignung als Jungenspiel sprechen, jedoch bietet das Spiel auch aufgrund des Spielablauf mit den vorherrschenden Jump`n Run Elementen auch Anreize für Mädchen. Zudem kommt, dass auch eine weibliche Spielfigur auswählbar ist.

Im Jugendzentrum zu gebrauchen?
Gerade im Bereich für unter 12-jährige Kinder wäre das Spiel aufgrund seiner Grafik und seiner Spielforderungen gut geeignet und würde sicher gut in einem offenen Spieletreff ankommen. Die PC-Version ist allerdings von der USK ab 12 Jahren freigegeben, meines Erachtens hätte der Spielehersteller das Spiel so gestalten müssen, dass es ab 6 freigegeben wird. Für ab 12-jährige Spieler werden oft und leider andere Spiele mit martialischeren Inhalten und Darstellungen interessant. „Ab 12 ist das Spiel zu einfach.“ (Tester, 13)

Fazit:
Gut gelungen Filmumsetzung mit hohem Wiedererkennungswert und gut animierten Figuren. Die Szenarien sind abwechslungsreich gestaltet und sorgen für langen Spielspass bei Jungen und Mädchen.
Die USK-Einstufung hätte der Hersteller umgehen müssen, da sich vor allem Spieler ab 10 Jahren von dem Spiel angesprochen fühlen dürften.

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Spieletester
Ü12 Kinder und Jugendzentrum Leichlingen
Leichlingen
Bewertung Spielspass