Arthur und die Minimoys 2 - Die Rückkehr des bösen M

Genre
Gesellschaftsspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 5 Jahre
Vertrieb
Ubisoft
Erscheinungsjahr
2009.12
Systeme
PC, Playstation 3, Wii, Nintendo DS
System im Test
PC
Kurzbewertung
Aneinanderreihung von Minispielen mit Anlehnung an den Film
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
'Arthur und die Minimoys 2 – Die Rückkehr des bösen M' ist die Videospielumsetzung des gleichnamigen Kinofilms. Zu Ehren von Arthur soll bei den Minimoys ein großes Fest gefeiert werden, als dieser eine Hilferuf erhält. Arthur versucht herauszufinden von wem der Notruf kam und begibt sich auf die Suche in der Welt der Minimoys. In seinem Abenteuer trifft er auf alte Bekannte und bereist die Orte der Miniaturwelt, um zum Königreich zu gelangen und Prinzessin Selenia wiederzusehen. In dem Spiel kann man in die Rolle von Arthur und seinen Freunden schlüpfen, um die Szenen aus dem Film in Form von Minispielen nachzuspielen. Hierbei können bei der PC-Version bis zu zwei Spieler gleichzeitig spielen. In den verschiedenen Leveln muss man Missionen in Form von unterschiedlichen kleinen Spielen bewältigen, um die Aufgaben zu lösen. Je nachdem wie erfolgreich man die Minispiele löst, umso schneller sammelt man Punkte, um das Level abzuschließen. Gespielt wird bei der PC-Version mit der Tastatur und der Maus.


Pädagogische Beurteilung:

Minispiele anstatt filmorientierter Handlung:
Im Vergleich zur Videospielumsetzung des ersten Films (Test von Arthur und die Minimoys) wurde beim zweiten Teil auf eine Handlung verzichtet die den Testern ermöglicht den Film nachzuspielen. 'Arthur und die Minimoys 2 – Die Rückkehr des bösen M' funktioniert hauptsächlich durch Minispiele, wie man es aus ähnlichen Spielen wie Mario Party (Test von Mario Party) kennt. Allerdings bietet das Spiel weniger interaktive Möglichkeiten. Die Anzahl und die Vielfältigkeit der Minispiele sind nicht sonderlich umfangreich und auch wenn mehrere Charaktere spielbar sind besticht keiner durch besondere oder individuelle Fähigkeiten und einige haben einen so kurzen Auftritt im Film, dass man sich an sie kaum erinnert. Auch die Minispiele basieren alle auf Szenen aus dem Film, allerdings sind dies auch hierbei keine storylastigen Momente, wodurch die Minispiele oftmals etwas einfallslos wirken: „Daran kann ich mich gar nicht erinnern, war das auch im Film so“ (Tester 10 Jahre).

Wiederholender Spielverlauf versus filmsynchrone Handlung:
Die Tester waren sehr vorfreudig 'Arthur und die Minimoys 2- Die Rückkehr des bösen M' zu spielen, schließlich kannten und mochten die meisten die Charaktere und die Handlung des Films. Da lag es bei einer Filmumsetzung auf der Hand, dass sie die Abenteuer ihrer Lieblingshelden nachspielen wollten und nun auch konnten. Leider verflogen die anfänglichen Erwartungen und die Freude schnell, als die Tester erkannten, dass das Spiel wenig detailgetreu war oder viel mit der Handlung des Films gemeinsam hatte. Die einzelnen Level waren mehr Spielbretter in denen man per Klicken entscheiden konnte welchen Weg man geht, anstatt dass man sich in diesen frei bewegen konnte. Ebenso waren diese wie auch die Minispiele lediglich an Szenen des Films orientiert und für die Tester waren die Unterschiede schnell ersichtlich. So ist Arthur auch bei Erlebnissen dabei, bei denen er im Film nicht anwesend ist oder es müssen Minimoys gerettet werden an Stelle anderer, denen im Film geholfen werden musste. Allgemein fanden die Tester die Level nicht besonders abwechslungsreich, es geht bei allen immer darum etwas zu sammeln, um die Hauptaufgabe abzuschließen. So braucht man in Level 1 Wassertropfen für ein Gericht und in Level zwei Getränke, um jemanden aus einem Käfig zu befreien. Erledigen konnten die Tester die Aufgabe durch Minispiele, welche per Zufallsprinzip ausgesucht werden. Je nachdem wie erfolgreich sie waren bekamen sie mehr oder weniger der benötigten Gegenstände. Allerdings taucht auch ab und an 'der böse M' auf und stiehlt einige von diesen. Auch hier hinterfragten die Tester schnell den Sinn, da dieser im Film „erst ganz am Ende auftaucht“ (Tester 12 Jahre).

Maus oder Tastatur – der kleine Unterschied:
Spielten die Tester das Spiel zu zweit, so durfte einer die Tastatur und einer die Maus bedienen. Nach mehrmaligem Spielen war sich allerdings manchmal nicht sicher wer welchen Part übernehmen sollte oder musste, da beide zwar Vor- aber auch Nachteile boten. Die Minispiele funktionieren alle durch zeitgenaues Drücken einer Taste oder genaues Steuern durch Lenken. Sobald eine Bewegung nach oben schnell ausgeführt werden musste glänzte der Spieler an der Tastatur während das rasche Bewegen der Maus oft sehr ungenau funktionierte. Andersrum war es bei Balancespielen einfach mit der Maus in die gewünschte Richtung zu lenken, während die vier Pfeiltasten meist kein genaues Manövrieren ermöglichten. Vor allem jüngere Spieler hatten dadurch an manchen Stellen ihre Schwierigkeiten mit der Steuerung.

Die bunte Welt der Minimoys:
Wie aus dem Film bekannt findet das Spiel in der kleinen, bunten Welt der Minimoys statt. Die Grafik und die Darstellung sind kindgerecht gestaltet, dadurch fiel es älteren wie auch den jüngeren Testern leicht sich in die Welt und in die Charaktere einzufinden. Auch die Erklärungen waren synchronisiert und mit kindgerechtem Humor gespickt. Allerdings konnte auch dies den Langzeitspaß an 'Arthur und die Minimoys 2 – Die Rückkehr des bösen M' nicht lange aufrecht erhalten. Aufgrund des gleichbleibenden Spielverlaufs und der Wiederholungen der bis zu 30 Minispiele verloren die Tester schnell die Motivation: „ Das ist ja immer das Gleiche“ (Tester 11 Jahre).

Fazit:
'Arthur und die Minimoys 2 – Die Rückkehr des bösen M' konnte die Tester nicht lange fesseln. Auch wenn die Darstellung der Level und die Charaktere an den Film erinnern, hat das Spiel mit diesem leider wenig gemeinsam. Für Spieler die mit jemandem zusammen spielen oder treue Fans der Filmreihe bietet das Spiel zwar anfängliches Vergnügen, ist jedoch auf Dauer nicht sonderlich abwechslungsreich. Die Steuerung ist, auch wenn manchmal etwas ungenau, nicht kompliziert und stellt keine große Herausforderung dar. Auch der Sound und die Grafik sind kindgerecht dargestellt. Doch auch die Freunde von Minispielen waren schnell bedient und verloren rasch das Interesse an dieser Videospielumsetzung.

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass