Shrek Super Slam

Genre
Beat 'em Up
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Nintendo
Erscheinungsjahr
2005.11
Systeme
PC, Playstation 2, Xbox, GameCube, Nintendo DS
System im Test
Nintendo DS
Kurzbewertung
Prügelspiel mit schöner Grafik und netten bekannten Filmfiguren
Gruppenleiter
Marco Fileccia
Elsa-Brändström-Gymnasium Oberhausen
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
In den Shrek-Filmen sind sie gute Freunde und bestreiten gemeinsam spannende Abenteuer. Auf dem Nintendo DS werden die allseits bekannten Figuren aus Shrek zu Raufbolden und Prügelknaben.
„Shrek Super Slam“ heißt das Spiel für den DS, in dem es darum geht, gegen andere Charaktere anzutreten und möglichst viele „Slams“ (to slam heißt auf deutsch „heftig zuschlagen“) zu sammeln.
Der Spieler kann zwischen zwölf Charakteren wählen mit denen er spielen möchte, wobei natürlich Figuren wie Shrek, der gestiefelte Kater oder Prinz Charming nicht fehlen dürfen. Auch die Kämpfe selbst finden an Orten statt, die aus den Filmen bekannt sind, wie der Sumpf, das Pfefferkuchenhaus oder der Zauberwald. Dort, d.h. auf den verschiedenen Karten, können die Figuren Zusatzausrüstung (sog. „Items“) und Waffen für den Kampf sammeln.
Jeder Charakter hat einen eigenen Spezialangriff, mit dem er gut punkten kann. So kann z.B. der Esel mit seinen fliegenden Drachenkindern angreifen.

Der Spieler kann zu Beginn des Spieles zwischen vier verschiedenen Einzelspielermodi (Trainings-, Nahkampf-, Story-, und Megachallengemodus) wählen. Der Trainingsmodus bietet eine vollständige Einführung in die Steuerung des Spieles. Dort lernt man grundlegende Dinge, wie das Springen und welche Tastenkombinationen nötig sind, um im Kampf anzugreifen und zu gewinnen. Der Nahkampfmodus bietet die Möglichkeit gegen bis zu drei Computergegner anzutreten. Die Einstellungen für diesen Modus sind frei wählbar. Dinge wie Dauer, Siegbedingung und Kleidung kann der Spieler seinen Vorstellungen anpassen. Im Storymodus ist dies alles schon vorgeschrieben. Zu Beginn wird dem Spieler durch Bilder und Dialoge die Rahmenhandlung erzählt. Shrek und seine Freunde sind beim Esel zu Hause beim Kartenspiel. Die gemütliche Runde wird allerdings von Esels Drachenkindern gestört. Sie wollen einfach noch nichts ins Bett. Da haben Shreks Freunde eine Idee. Einer muss den Kleinen eine Gutenachtgeschichte erzählen.
An dieser Stelle muss sich der Spieler für eine von 6 Charakteren entscheiden. „Jedem Charakter gehört eine eigene Geschichte voller Gefahren und Abenteuer“, sagt Testerin Theresa. Aufgabe des Spielers ist es nun, die Geschichte seines Charakters auf dem DS in die Tat umzusetzen. Eins haben jedoch alle Geschichten gemeinsam: Sie handeln immer davon im Kampf gegen einen der anderen Charaktere anzutreten. Ziel der Kämpfe ist es, in zwei Minuten mehr Slams als der Gegner zu erzielen.
Nach den Kämpfen kommt der Endgegner. Testerin Theresa sagt dazu: „Wenn man einen weiten Weg voller Gefahren und Gegner beendet hat, muss nur noch das kleine Hexlein verprügelt werden, dass für das unterschiedliche Leid der Charaktere verantwortlich ist.“
Etwas mehr Abwechslung bietet der Megachallenge-Modus. Hier muss der der Spieler verschiedenste Aufgaben lösen, wie z.B. ein Memory-Spiel oder mehrere Gegner zu verprügeln. Wenn der Spieler die Aufgaben erfolgreich löst, werden neue Herausforderungen freigeschaltet.
Zu guter Letzt gibt es noch den Multiplayermodus, der dem Nahkampfmodus sehr ähnlich ist. Mit bis zu vier Spielern kann man hier gegeneinander antreten und sich mit seinen Freunden messen. Allerdings benötigt hierfür jeder das Spiel auf seinem Nintendo DS (anders etwas als beim Spiel „Mario Kart“, wo es ausreicht, wenn ein einziges Spiel vorhanden ist).
Sehr gut umgesetzt ist die Grafik in diesem Spiel. Obwohl sie etwas verpixelt wirkt, erinnert sie stark an die des Filmes und auch der Sound passt zu den jeweiligen Schauplätzen der Kämpfe. Im Zauberwald ist z.B. schönes Vogelgezwitscher zu hören.

Pädagogische Beurteilung:
Das Allerwichtigste vorweg: „Shrek Super Slam“ ist in erster Linie ein Spiel, in dem es darum geht, andere Charaktere zu verprügeln. Es ist erschreckend, dass es ein Spiel für Kinder gibt, das nur auf Prügelei basiert. Zumal wir Shrek aus seinen Filmen kennen und er dort nun mal gar nicht seinen bösen Vorurteilen entspricht. Diese Vorurteile werden leider mit diesem Spiel belegt.
Darüber kann auch die Geschichte des Storymodus nicht hinwegtäuschen. Sie macht das Abwegige sogar noch deutlicher. Obwohl die Grundidee des Storymodus relativ kinderfreundlich und niedlich umgesetzt wurde, ist die Tatsache, dass den Drachenkindern vom Esel Gutenachtgeschichten erzählt werden, in denen sich die Charaktere, die zuvor noch friedlich miteinander Karten gespielt haben, verprügeln, ziemlich absurd.
Den Spielern werden keinerlei wichtigen Normen und Werte vermittelt. Im Gegenteil. Jede Regel für gewaltfreies Handeln wird missachtet.
Daher ist es stark anzuzweifeln dieses Spiel für 6-jährige freizugeben, auch wenn der Gesamteindruck vor allem durch die Grafik und die bekannten Figuren recht friedlich erscheint.
Ältere Spieler würden recht schnell das Interesse an diesem Spiel verlieren, da es ziemlich primitiv ist und schnell langweilig wird. Testern Theresa (17 Jahre) sagt dazu: „Ich musste noch nie ein so langweiliges und dämliches Spiel testen“.
Abgesehen von dem Gewaltaspekt bietet das Spiel mit seinem Trainingsmodus den Spielern eine gute Möglichkeit, mit der Steuerung vertraut zu werden und sich in die verschiedenen Schlagtechniken hineinzufinden. Allerdings kann das Training auch sehr verwirrend sein, da es z.B. einen Unterschied zwischen den Schlagkombinationen XXY und XYY gibt. Da bleibt es nicht aus, dass man später im Kampf wild auf den Tasten herumdrücken kann und trotzdem zu einem guten Ergebnis gelangt. Daher ist es nicht sehr schwer einen Kampf zu gewinnen und besonders der Storymodus wird dadurch schnell langweilig.
Von Abwechslung kann man leider nur beim Megachallenge-Modus reden. Durch seine vielen verschiedenen Spiele bekommt der Spieler immer wieder neue Aufgaben, bei denen es aber grundsätzlich wieder nur ums Verprügeln geht.
Positiv hervorzuheben ist, dass man den Nahkampfmodus an seine Bedürfnisse anpassen kann. Man kann sich seinen eigenen Charakter entwerfen und durch im Spiel gesammelte „Dicke Brummer“ das Outfit seines Lieblingscharakters aufpeppen. Für diese Dicken Brummer muss man allerdings viele Karten durchspielen, da auf einer Karte max. vier Brummer zu finden sind und man 12 für neue Kleidung benötigt. Diese vielen Karten durchzuspielen ist auf Dauer sehr langweilig.
Die Grafik des Filmes und die Musik wurden von Nintendo aber gut in dem Spiel umgesetzt und harmonieren gut miteinander. Es wird eine schöne Atmosphäre, passend zum Schauplatz der Kämpfe, erzeugt.

Fazit:
Von Shrek dem Tolkühnen Held zu Shrek dem Prügelknaben.
Eine gute Spielidee, die leider nur in primitive Prügelei umgesetzt wurde.Eltern sollten sich gut überlegen, ob dies das richtige Spiel für ihre Kinder ist, in dem sich Zeichentrickfiguren mit Waffen attackieren. Für Kinder und auch für Erwachsene gibt es wesentlich schönere Spiele für den Nintendo DS.
Trotz schöner Grafik und netten Charakteren kommt dieses Spiel ohne Werte und Normen aus und missachtet alle Regeln für gewaltfreies Handeln und wird schnell langweilig.

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Spieletester
Elsa-Brändström-Gymnasium Oberhausen
Oberhausen
Bewertung Spielspass