SSX 3

Genre
Sport
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Electronic Arts
Erscheinungsjahr
2003.10
Systeme
Playstation 2, Xbox, GameCube
System im Test
GameCube
Kurzbewertung
anspruchsvolle Snowboardsimulation
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Im Genre der Funsportsimulationen widmet sich „SSX 3“ dem Snowboardsport.
Mit der Wahl eines geeigneten Spielmodus trifft man zu Spielbeginn die Entscheidung, ob man sich in Einzelrennen bewähren möchte, eine richtige Snowboardkarriere startet oder gegen einen Mitspieler im Wettkampf antritt. Anschließend werden eine Spielfigur und ein Board ausgewählt und das Rennen beginnt.


In jedem Parcours besteht die Möglichkeit einfache Temporennen oder anspruchsvollere Sprung- und Trickwertungen zu absolvieren. Denn Snowboarden besteht nicht nur aus der Anforderung möglichst schnell einen Berg hinunter zu fahren. Hier werden die artistischen Bewegungen während der Sprünge genauso bewertet, wie kunstfertige „Slides“ auf Baumstämmen. „Grabs“ und „Grinds“, spezielle Bewegungen auf dem Board, gehören zur Standardanforderung, Saltos und Schrauben in der Flugphase zum richtigen Snowboardfeeling.
Solche kunstvollen Sprünge tragen zu einer besseren Punktwertung bei. Die Fertigkeiten hierfür müssen natürlich ausreichend geübt werden, um wirklich erfolgreich zu sein. Jugendliche, die hier weniger schnelle Erfolge erlebten, benannten als gerecht die Möglichkeit im Zweispielermodus Leistungsunterschiede dadurch auszugleichen, dass ein Vorsprung, schnellere Erholung oder eine zusätzliche Beschleunigung für benachteiligte Spieler mittels einer Programmoption voreingestellt werden konnten.


Die grafische und akustische Gestaltung von „SSX 3“ setzt neue Maßstäbe. Detaillierte Szenarien mit ausgezeichneter Animation und einem "fetzigen" Sound sind zwar unter pädagogischen Kriterien nicht so relevant, treffen aber genau die Erwartungshaltung der jugendlichen Spieler und sind so Teil der Faszination, die das Spiel vor allem auf männliche Jugendliche im Alter von 12 – 16 Jahren ausübt. Natürlich sind die Sprünge unrealistisch hoch und die Abfahrten widersprechen allen Naturgesetzen, aber derartige Überzeichnungen sind es gerade, die sie begeistern. Erfahrungsgemäß wird das Spiel von Jugendlichen angenommen, die in ihrer Freizeit diese oder ähnliche Funsportarten selber betreiben. Das mit ihren Freizeitinteressen verknüpfte Spiel erleben sie dabei als ideale Ergänzung einer Welt, in der sie sich auskennen und wohlfühlen.