Burnout: Legends

Genre
Rennspiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Electronic Arts
Erscheinungsjahr
2010.06
Systeme
Playstation Portable, Nintendo DS
System im Test
Playstation Portable
Kurzbewertung
Kurzweiliges, action-geladenes Autospiel ab 12 Jahren
Gruppenleiter
Hendrik Schmitz
Ü12 Lise-Meitner-Gesamtschule
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Spielbeschreibung:
Der Traum vom Fahrersitz
Auto- und Rennspiele erfreuen sich seit Beginn der Konsolen-Ära einer sinnbildlich ungebremsten Beliebtheit. Die Vorstellung, auf dem Fahrersitz eines schnellen Autos Platz zu nehmen, dem Sehnsuchtsort aller auf den Rücksitz abgeschobenen Jungs, lässt auch die Augen unserer Tester bei jedem Auto-Spiel aufs Neue erstrahlen. Ob es sich bei dem zu testenden Game um die realistische Simulation eines „Formel 1“-Rennens oder um ein knallbuntes Fantasy-Spektakel á la „Mario Kart“ handelt, ist erst einmal egal. Hauptsache man findet schnell den Knopf fürs „Gasgeben“, der Rest wird sich schon ergeben. Warum sich gerade die „Burnout“-Reihe bei Jugendlichen einer großen Beliebtheit erfreut, erklärt sich durch das Spielprinzip, das im Vergleich zu möglichst realitätsnahen, „erwachsenen“ Rennsimulationen wie „Need 4 Speed“ fast schon anarchistisch wirkt. Hier geht es nicht darum, möglichst souverän einen komplizierten Parcours hinter sich zu bringen oder die perfekte Technik zu erlernen. Hier geht es um Stunts, um exzessives Rasen und vor allem darum, möglichst viele Mitspieler über den Haufen zu fahren. Diese „Crash“-Taktik bescherte den Machern eine Menge treuer Fans. Mit „Burnout: Legends“ kommt jetzt eine Art „Best of“ der Reihe auf die „Playstation Portable“. Und wieder einmal rissen sich die Jungs in der Tester-Gruppe darum, als erstes das Gaspedal bis zum Anschlag durchdrücken zu dürfen.

Pädagogische Beurteilung:
„CRASH-ZUFF-BOOM“ - Eine pädagogische Beurteilung
„Burnout: Legends“ bietet dem gewogenen Spieler eine breite Palette an Renn-Möglichkeiten. Von handelsüblichen Spiel-Varianten wie „Zeitfahren“, „Verfolgung“ oder dem Tournament-Modus, hier „World Tour“ genannt, bis hin zu außergewöhnlicheren Modi mit illustren Namen wie „Burning Lap“ oder „Face Off“ findet der Spieler hier alles, was das Raser-Herz begehrt. Man spielt sich im Single-Player-Modus neue Fahrzeuge, Strecken und Herausforderungen frei. Während man am Anfang nur einen relativ unspektakulären Wagen sein eigen nennen kann, füllt sich schon nach kurzer Zeit die Garage, so dass man bald mit Trucks, Ferraris oder sogar Panzern durch die Gegend fährt. Die Steuerung in allen Varianten des Spiels ist dabei so einfach wie möglich gehalten und ermöglicht auch jüngeren und unerfahrenen Spielern einen schnellen, unkomplizierten Einstieg in das Spiel. Es gibt keine anspruchsvolle Knopf-Kombination zum Gänge-Wechseln oder eine Optimal-Linie auf den Strecken. Bremsen, Gas geben und „Nitro“, eine Art Energieschub, der die Wagen auf wahnwitzige Geschwindigkeiten hochjagt, sind die einzigen Dinge, die man zum erfolgreichen Steuern benötigt. Neben einer guten Grafik mit spektakulär in Szene gesetzten Explosionen und Crashs überzeugte „Burnout: Legends“ unsere Tester mit eben diesem unrealistischen Ansatz, der die Reihe so erfolgreich gemacht hat. Man jagt mit 300km/h durch enge Straßen, flüchtet als „Outlaw“ vor Polizeiwagen oder versucht im „Road Rage“-Modus so viele Fahrzeuge wie möglich zu Altmetall zu verarbeiten. Punkte verteilt das Spiel dabei für möglichst waghalsige Stunts, Unfälle und natürlich erfolgreich geschrottete Gegner-Wagen. Ist das alles pädagogisch wertvoll? Wahrscheinlich nicht! Wer seinem Kind die Regeln der STVO nahebringen möchte, sollte einen weiten Bogen um „Burnout: Legends“ machen! Doch die Action geschieht hier ohne Gewalt. Man überfährt keine Menschen, es gibt kein Blut und keine Schmerzensschreie. Es ist fast so, als würde man mit Spielzeugautos gegeneinander fahren. Wer seinen Sohn (oder, in wahrscheinlich eher selteneren Fällen: seiner Tochter) allerdings eine Freude machen will, der kann dieses Spiel als eine Art digitalen „Autoscooter“ betrachten, in dem der Sprössling einmal so viel kaputt machen darf, wie er will und dafür auch noch belohnt wird. Im Multiplayer-Modus von „Burnout: Legends“ können sich bis zu sechs Spieler gleichzeitig auf den Rennstrecken duellieren. Ein guter Haufen Altmetall sollte dabei heraus kommen, aber auch ein paar glückliche Spieler.

Fazit:
Insgesamt 175 Rennstrecken erwarten den Spieler bei „Burnout: Legends“, doch das „normale“ Rennen an sich interessiert den „Burnout“-Kenner eigentlich nicht. Hier geht es darum, sich auszutoben, zu rasen und möglichst viele gegnerische Autos auf den Schrottplatz zu befördern. Untermalt von einer bunten und ansehnlichen Grafik und einer spektakulären Soundkulisse, die die Zusammenstöße der Wagen direkt ins heimische Wohnzimmer bringen, erfreut „Burnout: Legends“ nicht nur Kinderherzen und sei an dieser Stelle als Spiel für Zwischendurch, ohne großen Anspruch oder Lernfaktor, von unseren Spiele-Testern wärmstens empfohlen.

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Spieletester
Ü12 Lise-Meitner-Gesamtschule
Köln
Bewertung Spielspass