Deponia

Genre
Adventure
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 10 Jahre
Vertrieb
Daedalic Entertainment
Erscheinungsjahr
2012.01
Systeme
PC
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Ein grandioses Adventure-Abenteuer mitten im Müll
Redaktion
Markus Sindermann
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
„Deponia“ ist ein Adventure-Spiel, das nach „Harveys neue Augen“ und „Edna bricht aus“ aus dem Hause Daedalic kommt. Bereits vor der Erscheinung wurde das Spiel mit Lorbeeren übersäht und wie jetzt die jugendlichen Tester feststellten: Zu Recht! Deponia ist kaum erschienen, da hat Daedalic bereits einen Nachfolgen für September 2012 bekannt gegeben, der auf den Namen „Chaos auf Deponia“ hören soll.

Deponia selbst ist ein Planet voller Schrott. Die Menschen, die dort wohnen haben sich im Müll ihre Häuser errichtet und leben in und mit dem Müll um sie herum. Unser Hauptcharakter hört auf den Namen Rufus, dessen größter Traum es ist, Deponia zu verlassen und zur weit entfernten Stadt „Elysium“ zu reisen, wo es sauberes Wasser und keinen Schrott gibt. In klassischer Adventure-Manier ist Rufus nicht gerade der Hellste und hat den Kopf voller verrückter Ideen. So hat er in der Vergangenheit bereits mehrmals versucht von Deponia zu entkommen, ist aber jedes Mal an seiner Tollpatschigkeit gescheitert. Diesmal soll aber alles anders werden und mit ein bisschen Hilfe des Spielers schafft Rufus sogar den Sprung auf einen Kreuzer, der in Richtung „Elysium“ reist. Allerdings schafft er es, eine Elysianerin mit seiner Tollpatschigkeit vom Kreuzer zu stoßen und wird dann selbst wieder vom Kreuzer geworfen. Doch nun ist die Aufgabe klar: Die Elysianerin retten und mit ihr zusammen nach Elysium reisen. Doch schafft Rufus das?

Pädagogische Beurteilung:
Ein klassisches Adventure
„Deponia“ reiht sich in eine Reihe klassischer Adventure-Spiele ein. Der Spieler steuert einen Charakter, sammelt Gegenstände, löst Aufgaben und kombiniert Gegenstände miteinander, die teilweise nicht miteinander kombinierbar scheinen. In „Deponia“ steht der Spieler im Laufe des Spiels vor einigen Minirätseln, die logisch gelöst werden müssen. Diese Rätsel sind teilweise sehr komplex und werden zudem nicht weiter erklärt. Dafür gibt es die Möglichkeit, das jeweilige Minirätsel abzubrechen, falls der Spieler einmal gar nicht weiter kommt. Dann wird die Lösung automatisch gesetzt und der Spieler kann weiterspielen, ohne eine Beeinträchtigung innerhalb der Spielwelt zu erleiden.
Wie in vielen anderen Adventures muss der Spieler mit vielen Personen interagieren und sich wertvolle Informationen merken. Dafür ist „Deponia“ vollständig vertont, sodass der Leseanteil trotz zahlreicher Gespräche sehr gering bleibt. Trotzdem sollte eine grundlegende Lesefähigkeit vorausgesetzt werden, um der Handlung komplett folgen zu können. Auch die Steuerung ist klassisch gehalten. Das Spiel wird lediglich mit der Maus gespielt und bietet zusätzlich Abkürzungstasten, die aber nicht unbedingt benötigt werden.

Müll, Müll, Müll, wie schön
„Deponia“ ist komplett im Comic-Look gestaltet. Die liebevolle und teilweise skurrile Grafik lädt den Spieler zum Ausprobieren ein und schafft eine witzige Atmosphäre. Er kann sich während des Spiels innerhalb eines festgelegten Bereiches frei bewegen und Gegenstände sammeln. Sobald ein Bereich abgeschlossen ist und er von dort weiter gehen kann, verliert der Spieler alle bisher gesammelten Gegenstände und beginnt in einem neuen Bereich. Leider sind einige Räume nur schwer ausfindig zu machen, da die Ansicht des Spiels erst ab einem bestimmten Punkt nach links oder rechts fährt. „Das hätten die Entwickler anders lösen können“, so die Tester einhellig. Vor allem, da es sehr frustrierend sein kann, wenn man nicht mehr weiter kommt, nur weil man nicht weit genug in eine Richtung geklickt hat. Dafür bietet das Spiel aber eine weitere Hilfsmöglichkeit an. Mit einem Druck auf die Leertaste kann sich der Spieler alle Interaktionsmöglichkeiten anzeigen lassen.

Ein fast perfektes Spiel
„Deponia“ schafft es in die großen Fußstapfen der „Monkey Island“-Reihe zu treten (Test von Monkey Island) und gleichzeitig etwas völlig Neues zu schaffen, so die Jugendlichen Adventure-Fans einhellig. Leider wiederholen sich Textpassagen und mancher Witz. Ebenso monierten die Tester, dass unnötig lange Unterhaltungen nicht nach dem ersten Hören deaktiviert werden. 

Fazit:
„Deponia“ ist ein Adventure-Spiel, das vor allem für Fans des Genres ein absolutes Muss ist. Pädagogische Bedenken sind kaum zu finden. Einzig der hohe Gesprächsanteil und das ständige Mitlesen der Texte könnte für jüngere Kinder und 10 Jahren schwierig sein. Ebenso könnte es sein, dass jüngere Kinder nicht alle Witze verstehen, was aber nicht den Spielverlauf beeinflusst.

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Spieletester
Ü16 Bürgerzentrum Deutz
Köln
Bewertung Spielspass