Pictionary

Genre
Gesellschaftsspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 4 Jahre
Vertrieb
THQ Entertainment GmbH
Erscheinungsjahr
2011.03
Systeme
Wii, Nintendo DS
System im Test
Wii
Hinweis(e)
uDraw Game Tablet erforderlich
Kurzbewertung
Wii-Umsetzung des bekannten Zeichen- und Ratespiels
Redaktion, Gruppenleiterin
Linda Scholz
Spieleratgeber-NRW, OT St. Anna Ehrenfeld
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Das bekannte Ratespiel "Pictionary", in dem Begriffe gezeichnet und erraten werden müssen, gibt es nun auch für die Wii. Das Spielprinzip ist schnell erklärt: In dem Multiplayerspiel werden zunächst Teams gebildet, die anschließend gegeneinander antreten. Gespielt wird auf einem digitalen Feld, über welches die Figuren der Teams wandern. Nacheinander müssen Begriffe gezeichnet und von den Teammitgliedern erraten werden. Gemalt wird mit dem uDraw Game-Tablet. Der dazugehörige Stift oder Touch-Pen, wird über das Touchpad bewegt, wodurch die Zeichnungen direkt auf dem Bildschirm sichtbar werden. Um zu malen, muss man mit dem Touch-Pen ähnlich aufdrücken, wie mit einem richtigen Stift auf Papier. Je nachdem wie gut das Team zeichnet oder rät, rückt die Spielfigur immer weiter voran. Gewonnen hat das Team, welches als erstes das Ende des Spielfeldes erreicht.

Pädagogische Beurteilung:
Vom Tablet auf den Bildschirm
Zu Beginn des Spiels wird entschieden, welches Team mit dem Würfeln beginnen darf. Hierzu wird der Stift schnell über das Touchpad bewegt und losgelassen. Ist ein Spieler mit dem Zeichnen an der Reihe, wählt er entweder einen Begriff für Kinder oder Erwachsene. Es wird sogleich erkennbar, dass "Pictionary" als Familienspiel konzipiert ist. Nachdem alle wegschauen, darf sich der Zeichner den Begriff ansehen und loslegen. Allerdings hat er eine zeitliche Begrenzung für das Erschaffen des Bildes. Während er malt dürfen die eigenen Teammitglieder raten. Befindet er sich auf einem „alle raten“-Feld, haben auch die anderen Teams Punkte kassieren. Während des Zeichnens werden auch immer Tipps, wie beispielsweise die Kategorie eingeblendet. Das Zeichnen mit dem Game-Tablet erwies sich für die Tester als gewöhnungsbedürftig. Einerseits ist das Tablet manchmal recht ungenau und der Umgang mit dem Stift erschwert das Ganze. Sobald man den Touch-Pen aufsetzt, landet man nicht immer dort, wo man eigentlich hin wollte. Wenn man die digitalen Knöpfe an der Seite des Bildschirms auswählt, besteht die Möglichkeit, Formen und Farben sowie Malwerkzeuge direkt auszuwählen. Allerdings reicht hierfür die Zeit selten aus, da man mit dem Tablet-Stift die digitalen Felder genau auswählen und bestätigen muss. Die Tester waren hierbei anfangs oft frustriert, vor allem wenn sie endlich ihre Form und Farbe ausgewählt hatten und kurz darauf die Zeit um war. Sie waren sich einig, dass sie viel mit dem Zeichen-Pad üben müssen, um bei den Aufgaben schnell alles auswählen zu können. Auch wenn eine Zeichnung nicht wirklich gelang, hatten die Tester dennoch sichtlich viel Freude.
Durch das rasche Verstehen und Zeichnen werden die Logik und die motorischen Fähigkeiten der Spieler gefördert. Auch wenn der Umgang mit dem Game-Tablet den Testern zunächst schwer fiel, so hatten sie sich doch rasch daran gewöhnt. Auch die Grafik und der Sound sind kindgerecht und partytauglich. Der Sprecher erklärt auf verständliche Weise die Spielforderungen.

Langzeitspaß abhängig von der Anzahl Mitspieler
Alleine kann man das Spiel gar nicht nutzen und die Teambildung war auch erst ab vier Personen reizvoll. Spielt man Pictionary mit möglichst Vielen, so kann man größere oder mehrere Teams bilden, wodurch der Spielspaß zusätzlich ansteigt - so jedenfalls in unserer Gruppe. Somit eignet es sich besonders als witziges und spannendes Party- oder Familienspiel, kann jedoch nur für diese Anlässe genutzt werden.

Neue Herausforderungen
Wer mit dem Zeichenpad geübt war und wem der normale Partymodus keine neuen Herausforderungen mehr bot, der versuchte sich im anspruchsvollen "Pictionary Mania"-Modus. Hier sind die zu erratenden Begriffe unter erschwerten Bedingungen zu zeichnen. So darf man beispielsweise den Touchpen nicht absetzen während man malt und die Teammitglieder müssen mit dem bereits gezeichneten Liniengewirr vorlieb nehmen. Eine andere Aufgabe ist es, einen Begriff nur mit einer gewissen Form, beispielsweise mit dem Kreis-Tool, zu zeichnen. Anfänger und vor allem jüngere Spieler hatten mit diesem Modus nicht sonderlich viel Freude. Die Frustrationsgrenze in der Testergruppe sank recht schnell und die Spieler verloren das Interesse. Teilweise wurde die Steuerung mit dem Game-Tablet als zu schwer erachtet.

Fazit:
"Pictionary" ist ein spaßiges Zeichen- und Ratespiel, das nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Steuerung für viel Freude sorgen kann. Leider ist das Spiel nur mit mindestens zwei Mitspielern möglich – je mehr, desto besser. Für die jüngeren Spieler wäre es jedoch ratsam das Spiel mit den Eltern oder Freunden zunächst mit Stift und Papier zu spielen. Dort einen Kreis malen oder farbige Buntstifte wechseln geht schneller und kann auch nicht so frustrierend enden.

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Spieletester
OT St. Anna Ehrenfeld
Köln
Bewertung Spielspass