Camgoo Sixplay

Genre
Gesellschaftsspiele
USK
ohne Altersbeschränkung (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
bhv
Erscheinungsjahr
2004.10
Systeme
PC
System im Test
PC
Kurzbewertung
Verbesserungsfähige Minispielsammlung mit Kamera-Unterstützung
Screenshot 2

Nach dem großen Erfolg von „Eye-Toy“ für die Playstation 2 war es nur eine Frage der Zeit, wann eine Umsetzung für den PC erfolgt.
Mit „Camgoo Sixplay“ bietet nun auch ein PC-Spiel die Möglichkeit sich aktiv vor dem Bildschirm zu bewegen. Mittels Webcam ist schnell ein neuer Spieler mit dem eigenen Portrait erstellt, der dann in kleine Minispiele hineinprojiziert wird.
Durch die Bewegung seiner Arme, seines Kopfes und weiterer Körperteile kann man nun in verschiedenen Spielen gezielt Punkte sammeln. Dabei sieht sich der Spieler mit seinen Aktionen auf dem Bildschirm und hat so direkten Einfluss auf das Spielgeschehen.
Insgesamt können sich die Bildschirmakrobaten in sechs unterschiedlichen Spielen beweisen.
Unter anderem gilt es Piraten von einer Schatzinsel fernzuhalten, als „CamKong“ Flugzeuge zu vertreiben oder als geschickter Kopfballspieler Fußbälle möglichst lange in der Luft zu halten. Einen besonderen Reiz bietet das Spiel „Feenzauber“: Spiegelverkehrt, auf den Kopf gedreht und überkreuz geviertelt (alles klar?), muss der Spieler versuchen die hohes Maß an Orientierungssinn und Koordinationsgeschick, denn oftmals wird versehentlich der falsche Arm in die falsche Richtung bewegt. Solche Irritationen und Verrenkungen amüsierten im Gruppenerlebnis die Zuschauer und Akteure gleichermaßen.
Und hier liegt auch der Reiz dieses Spielangebotes. Denn ohne Publikum und Mitspieler verliert das Treiben vor dem Monitor schnell seine Faszination. Hat man dagegen in der Gruppe einen neuen Highscore erreicht, kann dieser Moment für alle gut sichtbar als Foto verewigt werden.
In unseren Erprobungen trugen die Kinder und Jugendlichen zahlreiche Camgoo-Turniere mit bis zu 10 Spielern aus. Es stellte sich heraus, dass zum reibungslosen Betrieb der mitgelieferten Webcam einige Feinjustierungen mit Beleuchtung und Hintergrundhelligkeit nötig waren, was jedoch leider nicht immer funktionierte.
Der Einsatz einer besseren USB-Kamera schuf hier Abhilfe. Den Vergleich mit der Konsolenvariante PS2 konnte die PC-Version nicht gewinnen, auch wenn die ähnlich ausgerichteten Spielforderungen für jede Menge Spielspaß sorgte.