Der Herr der Ringe: Das dritte Zeitalter

Genre
Rollenspiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Electronic Arts
Erscheinungsjahr
2004.11
Systeme
PC, Playstation 2, Xbox, GameCube
System im Test
Playstation 2
Kurzbewertung
Ungewöhnliches & spannendes Rollenspiel
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Wer auf ein weiteres Action-Adventure zur Tolkien Kulttrilogie gewartet hat, wird überrascht sein, wenn er sich mit dieser Spielversion beschäftigt. Im Gegensatz zu den martialisch anmutenden Vorläuferspielen, erlebt man hier ein abwechslungsreiches und spannendes Abenteuer in Form eines Rollenspiels mit zahlreichen Filmszenen aus allen drei Filmen.
Der Spieler begleitet Berethor, den Hauptmann der Festung Gondor, durch Mittelerde auf seiner Suche nach Boromir. Auf der Reise, die dem Weg der Gefährten des Rings folgt, schließen sich ihm fünf weitere Charaktere an, die nun gemeinsam zahlreiche Aufgaben lösen und Kämpfe bestehen müssen.
Diese aus Menschen, Elben und Zwergen bestehende Gemeinschaft folgt einem vorgegebenen Weg und muss sich wiederholt an Gabelungen zwischen mehreren Spielwegmöglichkeiten entscheiden.
Der Spieler kann auswählen, wer die Gruppe durch Mittelerde leitet und auf dem Weg Nahrungsmittel, Rüstungsteile und magische Hilfsmittel einsammeln. Orientierungshilfe bietet eine auf dem Bildschirm eingeblendete Landkarte, die auch Hinweise zu Zwischenzielen liefert. Dabei muss er die Gesundheit und Aktionskraft seiner virtuellen Schützlinge im Auge behalten, um die zahlreichen Auseinandersetzungen mit Orks, Trollen und anderen Ungeheuern bestehen zu können.
In Kämpfen steuert der Spieler die Charaktere nicht in Echtzeit, sondern über ein Befehlsystem, bei dem reihum alle teilnehmenden Gefährten zum Zuge kommen.
Jede Figur führt spezielle Kampfaktionen aus, die dem Gegner Gesundheitspunkte und das eigene Team Kraft kosten. Taktik, Konzentration, Geschicklichkeit und Geduld sind gefragt, denn der Spieler wählt aus einer Fülle von Aktionen aus und muss gleichzeitig die Schwächen des Gegners zu seinem Vorteil nutzen.
Diese Form der Auseinandersetzung empfanden die Jugendlichen ab 12 Jahren anfänglich als recht ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig und manchmal auch als sehr zeitintensiv. Aber mit voranschreitenden Spielerfolgen wurde es für sie immer interessanter und abwechslungsreicher.
Ihnen gefiel die mystische Atmosphäre im Rollenspiel, die epochale Musik aus den gleichnamigen Kinofilmen sowie die realen Bewegungen der animierten Charaktere.