Witches & Vampires: Ghost Pirates of Ashburry

Genre
Rollenspiele
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
dtp Entertainment
Erscheinungsjahr
2011.03
Systeme
PC, Nintendo DS
System im Test
PC
Kurzbewertung
In allen Belangen zu einfache Rollenspiel-Umsetzung
Gruppenleiter
Marius Eversmann
Ü12 Kinder und Jugendzentrum Leichlingen
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Dies ist die Neuauflage des Nintendo DS Spiels “The Secrets of Ashburry”, dismal für den PC. Die Hexe Aluna, Vampir Daniel und Halbblut Ruby treten mit Hilfe ihrer jeweils individuellen Fähigkeiten gegen das Böse an. Dabei ist es notwendig verschiedene Zaubersprüche zu beherrschen und diese im Kampf einzusetzen sowie verschiedenste Minispiele, vom Zaubertrank brauen bis zum Besenfliegen, zu meistern.
In angeblich 50 Stunden Spielzeit bewegt man seine Figuren frei durch die Comic-Welt und kann sich mit Unterstützung des Spiels selbst seine Aufgaben suchen. Um das Spiel verstehen zu können, sind keine Vorkenntnisse notwendig.

Pädagogische Beurteilung:
Einstieg für Zauberlehrlinge
Das Spielmenü ist ähnlich minimalistisch gestaltet wie der Rest des Spiels und bietet wenige Einstellungsmöglichkeiten. Die Grafik-Anpassungen werden vorab in einem Menü getätigt, haben aber im Spiel kaum erkennbare Auswirkungen. Der spielerische Einstieg gestaltet sich einfach. Mit Hilfe einer Videosequenz wird die grobe Rahmenhandlung veranschaulicht und das darauf folgende Tutorial erklärt die Handlungsmöglichkeiten der Figuren.
Im Anschluss steuert der Spieler die Hauptfiguren aus der Vogelperspektive mit Maus und Tastatur. Doch zunächst unterhalten sie sich über die aktuellen Vorfälle und eine Bedrohung, die gerade noch abgewendet werden konnte. Da es an einer Sprachausgabe mangelt bleibt dem Spieler nichts anderes übrig, als die Dialoge mitzulesen, um die Handlung zu verstehen. In der Testergruppe wurden diese Dialoge häufig weggeklickt, da die Geschichte auf sie zu uninteressant wirkte und ein Weiterkommen auch mit Bruchstücken der Geschichte möglich ist.

Minigames
Die eigentliche Spielgeschichte wird immer wieder unterbrochen. Je nachdem, an welcher Stelle man sich befindet, kommt es zu zunächst unterhaltsamen, später sich ständig wiederholenden Minispielen. So gilt es bestimmte Aufgaben zu erledigen, wie z.B. Zaubertränke brauen oder Gegenstände finden. Auch der Kampf mit Gegnern (wenig bedrohlich dargestellte Monster verschiedenster Art) kann als in sich geschlossenes Minispiel gesehen werden.

DS auf dem PC
Auf dem Nintendo DS war der Vorgänger des Spiels einigen Testern bekannt und auch beliebt. Hier mussten z.B. bestimmte Bewegungen per Stylus ausgeführt werden, die mit Maus und Tastatur umständlich sind. Die PC Version verliert hier gegenüber dem DS deutlich an Faszinationskraft.
Auch was Grafik und Sound betrifft, reicht es nach Meinung der Testergruppe nicht aus, einfach die Elemente nahezu deckungsgleich auf dem PC darzustellen. „Der PC würde hier auch in Sachen Sound einfach wesentlich größere Möglichkeiten bieten und das Spiel allein damit schon interessanter machen“, so ein Tester.
Die Umgebung und die Personen sind infolge dessen wenig detailreich dargestellt, die Animationen wirken hölzern und wiederholen sich z.B. in den Kämpfen sehr oft, so dass dieser nach einer gewissen Zeit recht langweilig wird.

Zielgruppe
Betrachtet man die Sachverhalte, stellt sich die Frage, an welche Zielgruppe das Spiel gerichtet sein kann.
Nimmt man das Thema „Vampire“, so ist es möglich, das Mädchen das Spiel aufgrund bekannter Filme und Bücher interessant finden könnten. Die Kampfelemente sprechen wiederum eher Jungen an. Im Test waren jedoch alle Jugendlichen langfristig gelangweilt. Zwar waren jüngere Kinder ab 8 Jahren durchaus interessiert, doch sie scheiterten an der fehlenden Sprachausgabe. Eine Hilfestellung durch die Eltern kann hier hilfreich sein.

Spielforderungen und Lernmöglichkeiten
„Witches and Vampires“ bietet trotz seiner Einfachheit einige Spielforderungen, die es zu meistern gilt. Durch die unterschiedlichen Fähigkeiten der Helden ist es notwendig, vorausschauend und kooperativ zu denken und die Spielfiguren entsprechend aus- und aufzurüsten. Der Kampf ist ebenfalls ein zentraler Punkt, Gegner oder bzw. Aufgaben müssen erledigt werden, um die Handlung voran zu treiben.
Inhaltlich wird dem Spieler vermittelt, dass es generell wichtig ist, für seine Freunde da zu sein und zu helfen.

Fazit:
Ein Rollenspiel, das Aufgrund seiner Einfachheit und allen Belangen und ständigen Wiederholung für Spieler über 10 Jahre wenig interessant ist. Jüngere scheitern hingegen an der fehlenden Lesekompetenz, die gefordert wird. Insgesamt bietet das Spiel wenig Abwechslung, die Geschichte plätschert so vor sich hin und es gibt wenig Spannungsmomente.

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Spieletester
Ü12 Kinder und Jugendzentrum Leichlingen
Leichlingen
Bewertung Spielspass