Jak and Daxter: The Lost Frontier

Genre
Jump&Run
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Sony Computer Entertainment
Erscheinungsjahr
2009.11
Systeme
Playstation 2, Playstation Portable
System im Test
Playstation Portable
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Lustiges Jump&Run mit Schwächen in der Steuerung
Gruppenleiter
Niko Boßmann
Ü12 Lise-Meitner-Gesamtschule
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Mit dem Spieletitel The Lost Frontier geht die beliebte Serie Jak&Daxter nach mehrjähriger Pause in eine neue Runde. Hierbei besinnen sich die Entwickler auf die Wurzeln: Anders als in den vorangegangenen Teilen stellt The Lost Frontier wieder einen reinen Jump&Run-Titel dar.
Einmal mehr ist es Aufgabe von Jak und seinem haarigen Kumpel Daxter, die Welt vor dem Untergang zu retten, insbesondere durch Eroberung des knapp gewordenen Rohstoffs „Eco“, der als Energiequelle unabdingbar ist. Im Kampf um das Eco stellen sich den ungleichen Gefährten wieder zahlreiche Gegner in den Weg. Zu Anfang sind dies vornehmlich Piraten, allerdings verbündet man sich im Verlauf der Story mit ihnen, da noch größeres Ungemach droht. Zurückgreifen kann der Spieler auf ein Arsenal an Waffen, insbesondere die Weiterentwicklung von Jaks Fähigkeiten stellt aber eine ebenso wichtige Problembewältigungsstrategie dar. Brauchen wird der Spieler aber auf jeden Fall beides: die nötige Feuerkraft und einiges an Geschick, denn die Gegner sind nicht gerade gut gelaunt. Zusätzlich zum regulären Handlungsverlauf bietet Jak&Daxter noch einige optionale Nebenaufgaben und Minispiele, die das Spiel bereichern.
Auch wenn das Spielprinzip auf Altbewährtes setzt, gibt es auch für die „alten Hasen“ der Jak&Dexter-Reihe neue Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Die größte Neuheit für Spieler, die die Serie bereits kennen, dürfte der eingeführte Flugmodus sein. Wenn Jak sich hinter das Steuer eines der fünf erhältlichen Flieger setzt und der Spieler die Kontrolle über das Fluggerät übernimmt, wird es aufregend: es gibt einige Sequenzen mit spannenden Verfolgungsjagden, rasanten Flugkämpfen und Angriffen auf fliegende Festungen. Diese Einlagen war für die Tester einer der Höhepunkte des Spiels.

Pädagogische Beurteilung:
Präzises Handeln als Grundlage
Jak&Daxter – The Lost Frontier ist ein Spiel, das hinsichtlich der Steuerung sicherlich zu den schwierigeren Vertretern seiner Zunft zählt. Der Spieler ist gleichzeitig für die Bewegungen und die Waffen verantwortlich. Dies mag noch kein sonderlich außergewöhnlicher Aspekt für einen Jump&Run-Titel sein, jedoch erfordern die Aufgaben und Herausforderungen, denen man sich im Verlauf des Spiels stellen muss, teilweise sehr präzises Handeln. Um einen Doppelsprung auszuführen braucht es teilweise das richtige Timing ebenso wie eine genaue Steuerung. Beides zu koordinieren mag sich leichter anhören als es tatsächlich ist, aber insbesondere die Spieletester aus unserer Gruppe hatten schon ihre Mühe mit der Steuerung. Auch die Steuerung des Flugzeugs erforderte bei einem unserer Tester einige Zeit, bis sie mehr oder weniger verinnerlicht war. „Mensch, das ist ja gar nicht so einfach“ (Junge, 12) wurde am Anfang festgestellt, aber es gelang im Endeffekt doch allen Testern, die Steuerung (zumindest in Ansätzen) zu meistern.

Kameraführung als großes Minus
Das Steuern des Charakters fiel einigen der Tester unter anderem auch deshalb so schwer, weil sich die Kameraführung als nicht immer hilfreich erwies. Der Spieler hat keinen Einfluss auf die Perspektiven, die teilweise so eingestellt sind, das der Charakter auch mal ins Ungewisse springen muss. Problematisch wird es auch dann, wenn mitten in einem Sprung die Perspektive wechselt und der Sprung dann auch einmal ins Leere geht. Dies verkomplizierte die ohnehin nicht gerade leichte Steuerung ungemein, stellte für die Tester im Spiel sogar das größte Manko dar: „Wenn man die Kamera besser wäre, würde das auch leichter von der Hand gehen.“ (Junge, 12) In der Testergruppe führte dies zum ein oder anderen Aufreger, als Jak ohne vermeintliches Verschulden des Spielers in den Abgrund stürzte und man wieder ein ganzes Stück bis zum letzten Speicherpunkt zurückversetzt wurde. Hier ist sicherlich Verbesserungspotential vorhanden, führt die Kameraführung teilweise doch eher zu Frust als zu Spielspaß.

Anfängerfreundlicher Einstieg
So schwierig sich die Steuerung im Spielverlauf doch erweist, so gut gelungen ist der Einstieg in dieselbe. Bereits ganz am Anfang des Spiels wird der Spieler mit den wesentlichen Elementen vertraut gemacht, die ihm zur Bewältigung der anstehenden Probleme zur Verfügung stehen. Neue Spieler der Serie müssen sich also nicht erst lange in die Steuerung einarbeiten sondern können direkt loslegen. Ein Pluspunkt, so die Jugendlichen!

Charakterentwicklung als fesselndes Element
Ein für den Spielspaß wesentlicher Baustein ist die Charakterentwicklung. Wie bereits beschrieben kann man sowohl die Fähigkeiten des Hauptcharakters als auch die Flugzeuge weiterentwickeln und verbessern. Hierin liegt ein wesentlicher Teil des Spielspaßes. Testern aus der Gruppe half dies, sich mit ihrem Spielcharakter zu identifizieren und sorgte so dafür, dass das Spiel nicht langweilig wurde.

Grafik entführt in eine eigene Welt
Die Grafik der getesteten PSP-Version wurde als detailreich und farbenfroh beschrieben. Sie entführt den Spieler in die skurrile Welt von Jak&Daxter voller wundersamer Wesen. Sie setzt die Atmosphäre, die das Spiel vermitteln will, ansprechend um und kam entsprechend gut auch bei den Testern der Gruppe an: „Die Grafik gefällt mir gut. Sie hat mich motiviert, weiterzuspielen.“ (Junge,12). Die liebevoll gestaltete Welt kann sicherlich die Fantasie der Spieler anregen. Nicht so positiv kamen allerdings die Zwischensequenzen an, die während den Missionen teilweise zu sehen waren. Den Testern waren sie zu eintönig, teilweise langweilig oder erschienen belanglos zu sein.

Fazit:
Jak&Daxter - The Lost Frontier ist für Kenner der Serie sicherlich die langersehnte Erweiterung. Neueinsteiger stellt das Spiel teilweise aber noch vor Probleme, insbesondere die Steuerung und die Kameraführung wussten nicht gänzlich zu überzeugen. Die grafische Umsetzung und die liebevolle Gestaltung der Spielwelt hingegen kam bei den Testern gut an und stellen einen Pluspunkt für das Spiel dar. Die Charakterentwicklung diente zur Aufrechterhaltung des Spielspaßes, ebenso wie die neu implizierten Flugeinlagen. Insgesamt also eine motivierende Fortsetzung, allerdings mit einigen Schönheitsfehlern.

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Spieletester
Ü12 Porz
Köln
Bewertung Spielspass