Disney Universe

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Disney
Erscheinungsjahr
2011.10
Systeme
PC, Playstation 3, Xbox 360, Wii
System im Test
Playstation 3
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Spaßiges Jump&Run-Adventure in bunten Disney-Welten
Gruppenleiter
Andreas Gloge
Ü12 Lise-Meitner-Gesamtschule
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Im virtuellen Freizeitpark „Disney Universe“ ist der böse HEX-Virus ausgebrochen, übernimmt dessen Kontrolle und terrorisiert die Besucher! Der Spieler greift ein und versucht, die Schergen des HEX-Virus zu besiegen und alle infizierten Themen-Welten zu befreien. Dabei schlüpfen die Spieler in die Kostüme legendärer Disney-Figuren und kämpfen sich auf amüsante und quietschbunte Weise durch die Kulissen sechs bekannter Disney-und Pixar-Welten wie zum Beispiel die von „Piraten der Karibik“ oder „König der Löwen“.

Hier gilt es dann Gegner zu besiegen, Rätsel zu lösen, Gegenstände einzusammeln oder zu aktivieren, Geschicklichkeitsproben zu bestehen und und und... In „Alice im Wunderland“ etwa wollen eine bestimmte Anzahl von Zuckerwürfeln gesammelt und anschließend in Teetassen geworfen werden. In der Karibik-Welt muss man erst die Einzelteile einer Kanone finden, zusammenbauen und damit dann ein Schiff unter Beschuss zu nehmen.
Besteht man erfolgreich einen der drei Level in einer Themenwelt, so schalten sich neue der insgesamt 45 Disney-Kostüme frei, in die man schlüpfen kann, u.a. Micky Maus, Donald Duck, Tron, Nemo oder Jack Sparrow. Diese sind allesamt mit verschiedenen Werkzeugen ausgestattet, die sich wiederum nach erfolgreich gelösten Missionen aufrüsten lassen.

Spielbar ist „Disney Universe“ mit bis zu vier Spielern gleichzeitig, sei es online oder mit vier Controllern vor einer Konsole. Hierbei treten alle gemeinsam gegen den HEX-Virus an, es gibt also kein Gegeneinander oder Konkurrenzdenken – alle ziehen an einem Strang.

Pädagogische Beurteilung:
Das eigene Disney Land nach Hause holen
Warum fahren Eltern auf der ganzen Welt mit ihren Kindern jahraus-jahrein ins Disney Land? Ganz genau - es geht darum, möglichst viele Kindheits-, Comic-, TV-Helden auf einem Haufen zu sehen und in verschiedenen Themenwelten viel Spaß mit den abwechslungsreichen Attraktionen zu haben. Diesen Erlebnisspaß bietet auch „Disney Universe“. Simple Handlung, simple Steuerung, dafür viel Action und Humor und virtuelles Popcorn.

Einfacher geht es kaum
Die Steuerung ist extrem simpel und leicht via learning-by-doing zu begreifen. Im Spiel tauchen ständig Pfeile und Hinweise auf, die dem Spieler zeigen, was er zu tun, wohin er zu laufen, worauf er zu drücken hat usw. Da kann man im Grunde wenig falsch machen, außer zu langsam zu sein oder sich im falschen Moment von Computergegnern aufhalten zu lassen.
Das sorgt zum einen dafür, dass auch jüngere Spieler sich schnell zurecht finden, und zum anderen, dass es im Gegensatz zu anderen Adventures keinen wirklichen Frustaufbau gibt, weil man dort bestimmte Hürden auch nach dem x-ten Mal Probieren einfach nicht meistert.
Wer es bei „Disney Universe“ dennoch schwieriger haben möchte, kann auf Wunsch die besagten Spielhilfen ausschalten, sodass es selbst herauszufinden gilt, wie man die Gegner am besten ausschaltet und die einzelnen Abschnitte erfolgreich meistert.

Ein Fest der Sinne für alle Disney-Freunde
Die Ausstattung ist natürlich der größte Spaßfaktor. Die Themen-Welten sind wunderbar bis ins kleinste Detail ausgeschmückt. Die Musik wechselt entsprechend und sorgt für das passende Disney-Pixar-Flair. „Man, sieht das cool aus“ oder „Ey, ganz genauso wie im Film“ sind nur einige der Kommentare (Spieler, 12 Jahre). Obwohl der Spieletitel auf Englisch ist, kommt das Spiel komplett in Deutsch daher, von den geschriebenen Texten bis hin zur gelungenen Sprachausgabe.

Geteilter Spielspaß ist doppelter Spielspaß (und Chaos)
„Disney Universe“ verfügt über einen kooperativen Spielmodus für bis zu vier Spieler die nicht nur online sondern auch gemeinsam an einer Konsole spielen können. Dadurch steht einer unterhaltsamen Mehrspielerrunde nichts im Weg. Im Gegenteil - denn das Spiel ist im Grunde auf den Mehrspielermodus ausgelegt. Durch spontane Strategien und gegenseitiges Unterstützen lassen sich die Level viel lebendiger und auch einfacher bestreiten. Ganz klares Fazit in der Spieletestergruppe lautete daher, dass „Disney Universe“ auf jeden Fall lieber mit mehreren gespielt wird, mindestens zu zweit.

Der Spielablauf nimmt in der Mehrspieler-Variante mit bis zu vier aktiven Spielfiguren allerdings durchaus chaotische Züge an. Zwar konnte in der Gruppe nur mit zwei Controllern gleichzeitig getestet werden, aber die Meinung der Spieler war einhellig: „Ich hab hier schon manchmal nicht mehr den Überblick. So viel passiert da ab und zu.“ Die Erfahrung zeigt, dass bereits mit zwei Spielern ist der Bildschirm oft extrem vollgepfropft wirken kann, da die HEX-Gegner meistens eher durch Masse statt durch Klasse auftrumpfen. Überall wirbelt und blinkt und piept es, kleine Figürchen huschen umher, greifen die Spieler an, müssen zerschossen, zerprügelt oder anders beseitigt werden. Dazu kommen die automatisierten Hinweisschilder, -Pfeile und Textfelder, die einem sagen, was zu tun ist oder wie und wo es in den nächsten Abschnitt geht. Nicht zu vergessen, das immer sehr detaillierte und animierte Hintergrundpanorama. Dies alles zusammen genommen (plus eventuelle Mehrspieler) kann leicht zu einer Reizüberflutung führen und im visuellen Chaos enden, wenn gleichzeitig mehrere Spieler in verschiedenen Ecken des Bildschirms umhertoben oder gar in entgegengesetzte Richtungen davon ziehen. Die Kamera bleibt statisch in der Totalen auf das Zentrum der Handlung gerichtet, wodurch die Perspektive sich für entfernter agierende Spielerfiguren nachteilig auswirken kann.

Fazit:
„Disney Universe“ richtet sich mit seinem sehr leichten Schwierigkeitsgrad überwiegend an junge Spieler, wobei auch Erfahrenere durch die große Disney-Affinität ihre Freude dran haben können. Durch die detailverliebten Themen-Welten und die sehr actionlastige Handlung kommt nie wirklich Langeweile auf, doch kann das ganze Spektakel auch irgendwann in einer Reizüberflutung enden.

Gewalt und Grusel ist sehr comichaft, leicht-locker-lustig verpackt und kann von Kindern i.d.R. verkraftet werden. Dennoch könnten Kinder unter sechs Jahren von der Fülle der Details und dem teilweise doch sehr rasanten Tempo überfordert werden. Die pädagogische Altersempfehlung deckt sich daher mit der USK-Kennzeichnung „ab sechs Jahren“.

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Spieletester
Ü12 Lise-Meitner-Gesamtschule
Köln
Bewertung Spielspass