Rayman Origins

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 6 Jahre
Vertrieb
Ubisoft
Erscheinungsjahr
2011.11
Systeme
PC, Playstation 3, Xbox 360, Wii, Playstation Vita, Nintendo 3DS
System im Test
Xbox 360
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Kurzweiliger Hüpfspaß für Jung und Alt
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Nichts zu tun? Wir hängen rum!
Was gibt es besseres als mit seinen Freunden den ganzen Tag zu rumzuhängen, zu essen und sich zu entspannen? Für die Helden von Rayman Origins auf jeden Fall nicht viel. Rayman, der Superstar der Firma Ubisoft, und seine Freunde Globox, Bubble Dreamer, und die Teensies, führen ein ruhiges und entspanntes Leben auf der Lichtung der Träume. Es gibt keine Prinzessinnen, die sich ständig in Schwierigkeiten bringen und keine Invasoren aus dem Weltall, die ihren Frieden stören. Auch nach über 17 Jahren in der Spielebranche ist Rayman der bodenständige Comic-Held, den seine Fans kennen.
Nur ist es mit der Ruhe leider am Anfang seines neusten Abenteuers ziemlich schnell vorbei. Eine alte Greisin, aus der dunklen Parallelwelt fühlt sich durch das Rumhängen der Heldentruppe gestört. Sie sendet ihre Diener, die Darktoons, um diesem hedonistischen Treiben ein Ende zu setzen. Rayman und seine Freunde werden eingesperrt und dort beginnt das Abenteuer des Spielers.

Pädagogische Beurteilung:

Von Florian Landwehr

Rayman to the Roots
Rayman Origins ist ein Jump and Run der alten Schule, ganz im Stile von Mario. Der Spieler muss mit einem der Helden durch verschiedene lineare 2D-Level springen, Gegner besiegen oder diesen einfach aus dem Weg gehen. Als weitere Aufgabe kann der Spieler noch Lebewesen wie z.B. die freundlichen lilafarbenen Electoons einsammeln und sich dadurch neue Spielcharaktere freischalten. Wer hier nicht sofort alle „Geheimnisse“ findet, der kann den Abschnitt später ohne Probleme erneut absolvieren. Die Gamepad basierte Steuerung, wird in den ersten Abschitten erklärt und wurde von allen Spielern (10-16 Jahre) sofort verstanden. Durch die simplen und verständlichen Spielforderungen wurde das Spiel auch von den jüngeren Testern (ab 10 Jahre) schnell verstanden. Die älteren Tester (14-16 Jahre) bemängelten besonders, dass das Spiel auf Dauer nicht genug Abwechslung und Motivation biete. Das Einsammeln von Gegenständen oder Lebewesen sei zu wenig und bringe auf Dauer nicht genug Abwechslung.

Und sie leben in Warhole`s Bildern
Die Spielwelt zeichnet sich besonders durch die kräftigen Farben und ihre abstrakten Formen aus. Die Umgebung ist bunt gestaltet und reicht von stimmungsvollen Urwäldern, über Unterwasserebenen, in der die Fische auf dem Rücken schwimmen, bis zu dunklen Industrieebenen. Ebenso bunt wie die Umgebungen sind Rayman und seine Freunde. Ihr comichaftes Aussehen, die teilweise abstrakten Formen und die knallbunten Farben sind sehr klar dargestellt. Der Held und seine Kumpanen wirken immer freundlich und offen. Sie lachen und sollen so die Sympathie beim Spieler wecken. Ihnen entgegengesetzt stehen die Antagonisten des Abenteuers die Gegner werden meist in dunkleren Farben und mit ernster, grimmiger Mimik dargestellt. Die Unterscheidung zwischen Pro- und Antagonisten fällt so auf den ersten Blick leicht. Trotz der teilweise recht dunklen Farben wirken die Spielabschnitte durch ihre stilisierte Darstellung zu keinem Zeitpunkt bedrohlich oder Angst einflößend. Die Comicwelt wurde von den Testern als lustig und kinderecht beschrieben. Durch die bunte, vielfältige Art und den recht kleinen Charakteren kam es bei den Testern öfters zum Verlust der Übersicht. So wurde der Satz: "Wer bin ich jetzt nochmal?" vielfach formuliert. Eher gegensätzlich waren die Meinungen über die musikalische Untermalung des Szenarios. Die teilweise recht hektische Musik, wurde von einigen Testern als störend empfunden. Andere Tester waren dagegen begeistert.

Freundschaft
Eine Besonderheit von Rayman Origins zeigt sich in der Thematik, die sich durch das ganze Spiel zieht. Im Intro wird angedeutet, dass der Zusammenhalt der Heldentruppe und deren Lebensentwurf im Vordergrund stehen. Diese Geschichte ist allerdings recht kurz. Interessanter ist diejenige, die sich vor dem Bildschirm abspielt. Das Abenteuer kann entweder alleine bestritten werden oder mit bis zu 3 weiteren Spielern. Die Gamepad Steuerung wird einer kurzen Einführung erklärt und wurde von den Testern sofort verstanden und überforderte die Tester zu keinem Zeitpunkt. Durch die simple Steuerung und verständlichen Spielforderungen ist es auch Neulingen möglich, ins Spiel einzusteigen und dieses schnell zu erlernen. Ein Gegensatz hierzu bietet der Schwierigkeitsgrad. Nach den ersten Abschnitten, die größtenteils als Einführung dienen, steigt der Schwierigkeitsgrad recht schnell an. Dies hatte zur Folge, dass einige der Tester recht schnell frustriert waren. Allerdings ist das Spiel zu jedem Zeitpunkt fair und ermöglicht einen schnellen und einfachen Wiedereinstieg ins aktive Spiel. Sollte ein Spieler ausscheiden, ist dieser fortan als Luftblase im Bild und kann mit der Hilfe eines Mitspielers (durch ein freundliches abklatschen) wieder ins Spiel geholt werden. Besonders das Spielen in der Gruppe und das gemeinsame Erfüllen von Aufgaben sorgte für Freude unter den Testern. Gerade im Gruppenerlebnis steht dass Thema „Freundschaft“ im Vordergrund, es ist nötig sich gegenseitig zu unterstützen und die nächsten Schritte des Handelns zu besprechen. Dies zeigt sich besonders, wenn es gilt, einen geheimen Abschnitt zu erreichen oder einen der zahlreichen Zwischengegner zu besiegen. Die Zwischengegner erfordern jedes Mal eine besondere Taktik und stellen die Fähigkeiten der Gruppe auf die Probe. Auch die Balance zwischen einem egoistischen Spielverhalten und dem Gruppenspiel muss der Spieler ausloten. So zählen Extraleben nur für den eigenen Spieler und nicht für die Gruppe. Am Ende jedes Abschnittes werden die Punkte von allen zusammengezählt und es können Boni erreicht werden. Hier wollten die Jugendlichen zwar auch der gesamten Gruppe helfen und die meisten Punkte sammeln, sich aber auch in den "Einzelwertungen" als der Beste hervorheben.

Gut? Böse? Bunt!
Die recht dünne Geschichte bietet eine Vielzahl von Interpretationsmöglichkeiten, auch dies kann einen Teil der Faszination ausmachen. Rayman will sein Recht durchsetzen, anders zu sein. Er will eben nur auf der Lichtung der Träume rumhängen. Damit er sein Ziel erreichen kann und sein Lebensentwurf wieder umsetzen kann, muss es eine teils paradoxe Handlung vollführen. In einer Welt, in der Fische auf dem Rücken schwimmen, die irgendwie bunt ist, aber manchmal eben auch düster und verrückt. Sie ist eine noch schrillere und überzeichnete Version von unserer Welt.

Fazit:
Rayman Origins ist ein einfaches Jump'n Run und dadurch für alle Altersgruppen (ab 6 Jahren geeignet). Vor Allem das gemeinsame Spielen und die knallbunten Abschnitte haben die Spieler in ihren Bann gezogen. Egal ob Spieleabend mit Freunden oder der Familie daheim, Rayman Origins bietet bodenständige Unterhaltung, mit Gruppenaspekt, in bunter Verpackung.

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
Bürgerzentrum Deutz
Köln
Bewertung Spielspass

Ergänzung aus der Gruppe: Kulturcafé Siegburg

Rayman Origins weißt in der Umsetzung für die PS Vita grafisch kaum Unterschiede zu stationären Konsolen auf. Auch hier überzeugte das Spiel trotz des kleinen Bildschirms mit einer knallbunten Grafik und einer gelungenen Soundkulisse. Viele Spieler kannten  Rayman bereits aus Vorgängertiteln und brauchten keine große Eingewöhnungszeit, da ihnen das Spielprinzip bekannt war. Das Sammeln und Ausprobieren erzeugte eine hohe Motivation, „den Level nur noch schnell zu schaffen“. Ein geschickter Einsatz der Steuerung half besonders den erfahrenen Spielern auch kniffelige Abschnitte schnell zu meistern, doch letztendlichen half auch der Ansatz „Versuch und Irrtum“, um das nächste Level zu schaffen. Denn auch in dieser Version gibt es unendlich viele Versuche um den nächsten Spielabschnitt zu erreichen.

Im Gegensatz zu den stationären Konsolen kann hier nicht gemeinsaman einem Gerät gespielt werden. Die Tester waren der Meinung, das gerade beim Solospiel an einer tragbaren Konsole nach einer Stunde eine gewisse Sättigung einsetzt und sich der Humor danach merklich abschwächt. Hier entfällt einfach die Schadenfreude und das Mitfiebern bei anderen Spielern.

Die Tester waren eher enttäuscht von der Umsetzung, die kaum Unterschiede zur PSP-Version bietet und die erweiterten Fähigkeiten nicht ausreichend nutzt.