Sonic Colours

Genre
Jump&Run
USK
ab 6 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 8 Jahre
Vertrieb
Sega
Erscheinungsjahr
2010.11
Systeme
Wii, Nintendo DS
System im Test
Wii
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Rasanter Jump&Run-Spaß durch knallbunte Welten
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
Sonic, der knallblaue und blitzschnelle Igel aus dem Hause SEGA ist wieder da: 19 Jahre nach seinem erstmaligen Erscheinen und unzähligen folgenden Ausgaben rennt das SEGA-Maskottchen nun im Teil „Sonic Colours“ in gewohnt rasantem Tempo durch die Level.
Die Handlung von „Sonic Colours“ ist schnell erzählt: Dr. Eggman, altbekannter Bösewicht aus vielen vorherigen Sonic-Abenteuern, scheint dem Bösen den Rücken gekehrt zu haben und hat stattdessen einen riesigen Weltall-Freizeitpark gebaut.
Unser findiger Igel Sonic traut diesem plötzlichen Sinneswandel seines alten WIdersachers jedoch nicht und macht sich selbst auf den Weg in „Dr. Eggmans fantastischen, intergalaktischen Freizeitpark“. Dort angekommen, stellt er bald fest, dass dieser Park nur einem weiteren Versuch Eggmans dient, die Herrschaft an sich zu reißen.
Im Kern dieses Plans stehen verschiedene Außerirdische, die sogenannten Wisps. Diese lockt Eggman in den Park, um ihnen die Energie zu rauben. Pech nur für Dr. Eggman, dass auch Sonic diese Energie zu nutzen weiß: Ob Geschwindigkeits-Schübe, zeitweilige Unverwundbarkeit oder die Fähigkeit, Hindernisse aller Art zu durchbrechen: Jede der zehn Wisps-Arten hat eine Farbe und verleiht Sonic besondere Fähigkeiten.
Und die werden beim irren Trip durch die insgesamt sechs knallbunten Themenparks und fast vierzig Level auch dringend benötigt: Achterbahnen mit Donut-Loopings, große Unterwasserwelten oder Raketen-Stationen – die Level sind nicht nur sehr abwechslungsreich gestaltet, sondern erfordern auch immer wieder spezielle Fähigkeiten von unserem Igel Sonic.

Pädagogische Beurteilung:

Von Bastian Wadenpohl

Irrwitziges Tempo mit präziser Wii-Steuerung
Das rasante Tempo, mit dem der Spieler durch die Level jagt, war nicht jedermanns Sache in der Spieletestergruppe, bestehend aus drei Mädchen und fünf Jungen im Alter von elf bis 13 Jahren.
Wenig überraschend begeisterten sich beinahe ausschließlich die Jungs für das neuerliche Sonic-Abenteuer.
Anfänger und weniger geübte Jump`n`Run-Spieler waren vom Tempo des Spiels zunächst überfordert, auch wenn mit der Wii wohl die perfekte Plattform für „Sonic Colours“ gefunden ist. Die Steuerung mit Wiimote und Nunchuck ist ansprechend umgesetzt und funktionierte bei allen Testern schon bald intuitiv.
Lediglich an sehr schwierigen Sprung-Passagen bissen sich auch die erfahrenen Spieler ab und an die Zähne aus.
Als zu schwierig empfand „Sonic Colours“ aber keines der testenden Kinder, die Einschätzungen reichten von „am Anfang ein bisschen zu schnell“ bis hin zu einem nüchternen „perfekt“.

Quietschbunte Welt, nervender Soundtrack
Die Grafik des Spiels ist sicherlich eine Stärke des bunten Igel-Abenteuers: Die verschiedenen Welten sind allesamt sehr detailreich gestaltet, auch wenn das Tempo des Spiels kaum zum Verweilen und Betrachten einlädt.
Die Perspektive wechselt zwischen 2-D und 3-D, mitunter rasante Kamerafahrten erhöhen die Spielgeschwindigkeit noch weiter.
Gleiches gilt für den Sound des Spiels, der den rastlosen optischen Eindruck noch verstärkt. Der permanente Techno-Soundtrack lässt sich aber glücklicherweise leiser und bei Bedarf auch ganz abschalten.
Quietschbunte Grafik, greller Techno-Sound, irrwitzige Geschwindigkeiten – diese Kombination war nicht jedermanns Sache in der Spieletestergruppe. „Viel zu hektisch und unübersichtlich“ sei das, bemängelte einer der Tester.

Spaß für zwei
Neben dem Hauptspiel wartet Sonic Colours auch noch mit einem Multiplayer-Modus auf: Hier können sich zwei Spieler entweder mit- oder gegeneinander in 21 zusätzlichen Leveln der quietschbunten Welt austoben, von denen die meisten aber erst im Hauptspiel freigeschaltet werden müssen.
Für den Beobachter scheint sich das Chaos auf dem Bildschirm mit dem Multiplayer-Modus zwar zu verdoppeln, gleiches gilt aber offensichtlich auch für den Spielspaß. Mitunter bildete sich eine Traube von Kindern vor dem Bildschirm, die im Wechsel um die Wette rannten, sprangen und flogen.

Harmlose Gewaltdarstellungen und witzige Bösewichte
Höhepunkte des Spiels sind natürlich die Endkämpfe, die auf jeden Level folgen. Hier wird zwar gekämpft, die Gewaltdarstellungen sind aber sehr abstrakt und wirken aufgrund der verrückten Alien-Grafik auf Kinder ab 6 Jahren fiktiv.
Auch Bösewicht Dr. Eggman und seine Schergen sind eher zum Lachen als zum Fürchten. Punkten kann Sonic Colours zudem in den Sequenzen, die das Spielgeschehen unterbrechen: Auch die bösen Charaktere zeigen Humor, die Dialoge sind witzig gestaltet, kleiner Wermutstropfen war lediglich die fehlende deutsche Sprachausgabe.
Um die kurzen Dialoge verstehen zu können, reicht der deutsche Untertitel jedoch vollkommen aus.
Aufgrund des rasanten Tempos und der damit zusammenhängenden Steuerung dürfte das Spiel Kinder unter acht Jahren überfordern.
Der Langzeitspielspaß wurde durch den Mehrspieler-Modus gefördert, ansonsten bietet Sonic Colours aber nach einmaligem Durchspielen wenig Anreiz, noch einmal von vorne anzufangen.

Fazit:
Sonic Colours ist vor allem eines: Rasant. Wer Wert auf liebevolle Details und schöne Geschichten legt, dürfte kein Freund des Spieles werden. Wer jedoch auf der Suche nach einem kurzweiligen und rasanten Abenteuer ist, der liegt bei Sonic Colours genau richtig.

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Spieletester
U12 Bürgerzentrum Deutz
Köln
Bewertung Spielspass