League of Legends

Genre
Onlinespiele
USK
ab 12 Jahre (?)
Pädagogisch
ab 12 Jahre
Vertrieb
Riot Games
Erscheinungsjahr
2009.10
Systeme
PC, Mac
System im Test
PC
Homepage des Spiels
Kurzbewertung
Beliebtes & kostenloses Online-Action-Strategiespiel mit Bezahlinhalten
Zusatzinformationen ausklappen
Interessant für
Jugendliche
Sprache
Grafik
Sound

Steuerung
einfach
komplex
Anforderungen
einfach
schwer
Zeitaufwand
gering
hoch
Spielwelt
linear
offen

Indentifikationsfiguren
Mehrspielermodus
Online-Multiplayer
Spielforderungen
Taktik, Reaktion, Geschick
Zusatzkosten
Free2Play mit kostenpflichtigen Zusatzinhalten
Problematische Aspekte
Redaktion
Markus Sindermann
Spieleratgeber-NRW
Screenshot 2Screenshot 3Screenshot 4

Spielbeschreibung:
„League of Legends" erschien erstmals 2009 und ist ein kostenlos herunterladbares Onlinespiel, bei dem strategisches Handeln gefragt ist. Das Spiel konnte Ende 2011 bereits über 32 Millionen aktive Spieler weltweit verzeichnen und ist somit sogar populärer als das bekannte Onlinespiel „World of Warcraft" (Test World of Warcraft).
Der Spieler wählt vor jeder Runde einen aus derzeit knapp 100 verfügbaren Helden aus. Ziel ist es mit seinem Team von 3 bzw. 5 Spielern die gegnerische Basis zu zerstören und gleichsam die eigene Basis zu schützen. Unterstützt werden die Teams von Geschütztürmen und Vasallen, die an der Seite der Helden kämpfen und eine frühzeitige Spielentscheidung verhindern.

Die Spielwelt ist comichaft gestaltet und der Spieler blickt aus der Vogelperspektive auf das Geschehen. Durch den „Nebel des Kriegers" ist für den Spieler die Struktur der Karte zwar ersichtlich, er kann jedoch in den Bereichen keine Truppenbewegungen sehen, in denen er oder seine Mitspieler nicht sind. Zu Beginn der Partie ist jeder Held auf Stufe 1 und kann sich bis zur 10. Stufe hochentwickeln. Dabei wird der Held immer stärker und bekommt mehr Gold, welches für Ausrüstung etc. ausgegeben werden kann. Die Helden weisen unterschiedliche Fähigkeiten auf, die im Spielverlauf taktisch klug aktiviert, benutzt und verbessert werden können. Dabei gibt es klassischerweise Fern-, sowie Nahkampfattacken.
Wenn die beiden Teams sehr ausgeglichen sind, kann eine Spielpartie auch einmal bis zu drei Stunden ohne Pause dauern. Es gibt aber auch Spielpartien, die bereits nach etwa 20 Minuten entschieden sind.
Gefordert wird vor allem taktisches Geschick und die Bereitschaft zur Kooperation.

Pädagogische Beurteilung:
Der Aufstieg zum mächtigen Beschwörer
Nach Ende eines jeden Spiels erhält der Spieler eine gewisse Menge an Erfahrungspunkten mit denen er in höhere Level aufsteigen kann. Dadurch kann er Spezialfähigkeiten freischalten, von denen ihm dann zwei Stück in den jeweiligen Spielpartien zur Verfügung stehen. Ebenso erhält er eine bestimmte Menge an Gold. Hierfür kann er sich unter anderem Runen kaufen, die ihm einen minimalen Vorteil an beispielsweise Angriffsstärke verleihen. Weiterhin kann er Helden dauerhaft freischalten. Um sich diesen leisten zu können muss allerdings erst eine lange Zeit gespielt werden. Ansonsten stehen jede Woche 10 von den knapp 100 Helden kostenlos zur Verfügung. Eine weitere Möglichkeit, einen Helden dauerhaft freizuschalten oder andere Güter zu kaufen, ist der Einsatz von Echtgeld.

Der Einsatz von Geld
League of Legends selbst ist kostenlos herunterladbar und gehört damit zu den free2play-Angeboten. Um sich als Beschwörer einen Vorteil zu verschaffen, gibt es die Möglichkeit, echtes Geld in Ingame-Währung, sogenannte Riot Points, umzutauschen. Ein Held kostet im Schnitt 1000 Riot Point, was etwa 6,- € entspricht. Ebenso gibt es die Möglichkeit weitere Artikel, wie sogenannte Boosts zu kaufen. Dadurch erhält der Spieler für einen bestimmten Zeitraum mehr Erfahrungspunkte pro Kampf und kann somit schneller aufsteigen und mächtiger werden. Weiterhin kann man durch den Einsatz von Riot Points seinem Held ein anderes Aussehen verleihen. Die meisten Jugendlichen aus der Spieletestergruppe haben bereits Geld für das Spiel ausgegeben. Sie empfanden den Anschaffungspreis für einen Helden als gerechtfertigt, da das eigentliche Spiel kostenlos ist. Vor allem Eltern sollten sich der Möglichkeit, des Einsatzes von Geld bewusst sein, da Kinder und Jugendliche, die dieses Spiel öfter Spielen sehr wahrscheinlich irgendwann einmal Geld investieren möchten. Bei der jugendlichen Spieletestergruppe entstand dabei sogar fast eine Art Wettstreit, wer die meisten freigeschalteten Charaktere besitzt und mit diesen dauerhaft spielen kann.

Das taktische Geschick ist gefragt
Das Spiel kann alleine oder mit Freunden gleichzeitig in einem Team gespielt werden. Ein Wertungssystem sorgt dafür, dass der Spieler immer gegen etwa gleichstarke Beschwörer antritt und nicht von zu starken Gegnern demotiviert wird. Auf der Benutzeroberfläche von „League of Legends" gibt es die Möglichkeit Freunde und Bekannte zu speichern und mit diesen über einen Chat zu schreiben. Um im Spiel zu gewinnen ist das taktische Geschick gefragt. Sie müssen als Team zusammen agieren und sich absprechen. Die Jugendlichen Spieletester kommunizierten von zu Hause aus meist über Skype miteinander. Da die Teams erst kurz vor Beginn der jeweiligen Partie erfahren, gegen welche Helden sie spielen, bleibt League of Legends auch nach längerem Spielen immer noch interessant und übt eine gewisse Faszination auf die Spieler aus. Die Jugendlichen aus der Spieletestergruppen haben extra Taktiken entworfen um möglichst oft zu gewinnen.

Fazit:
„League of Legends" ist vor allem bei Jugendlichen sehr beliebt. Der Einstieg in das Spiel ist recht einfach gehalten und verspricht dem Spieler viel Spaß. Obwohl das Spiel ein free2play Angebot ist, ist das Bedürfnis Geld auszugeben laut den jugendlichen Testern sehr hoch. Daher sollte das Spiel erst von Spielern gespielt werden, die reflektiert mit dem Einsatz von Geld umgehen können.

Beurteilung der Spieletester zuklappen
Spieletester
Ü16 Bürgerzentrum Deutz
Köln
Bewertung Spielspass